Pokal: Aufbau-Frauen verpassen Sensation Pokal: Aufbau-Frauen verpassen Sensation

SV Aufbau Altenburg – Thüringer HC II                                25:34 (16:15)

Die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg haben das Finalspiel im Pokalwettbewerb des Freistaates gegen die Reserve des Bundesligisten Thüringer HC verloren. Während Aufbau trotz eines miserablen Starts mit einer knappen Führung in die Pause gehen konnte, verlor das Team von Trainerduo Ronny Bärbig/ Antonio Rohr am Ende deutlich mit 25:34. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison müssen sich die Altenburgerinnen mit Platz 2 zufrieden geben.

Es war einer dieser Tage, auf die sich jeder Sportler so richtig freut. Man steht in einem Finale, kann einen Titel holen und sich damit – zumindest bei erfolgreichem Abschneiden – jahrelang schmücken. Dass man diesen besonderen Moment dann sogar vor heimischem Publikum, an seinem bekannten Austragungsort spielen kann, kommt selten vor – doch genau dies ermöglichte der Thüringer Handall-Verband den hiesigen Handballerinnen. Offenbar als Fingerzeig auf die fünf Finalteilnahmen in den vergangenen sieben Jahren erhielt nämlich die Skatstadt den Zuschlag, die beiden Finalspiele (Frauen und Männer) auszutragen. Für den entsprechenden Rahmen sorgte einmal mehr die ideenreiche Vorbereitung seitens des Heimvereins, der vor Beginn der Partie schon mal das Publikum durch die Nachwuchsturnerinnen vom TKC Altenburg unter der Leitung von Sigrid Panata anheizen ließ.

Dann sollte es aber auch handballerisch endlich losgehen, sodass die Aufbau-Frauen Hand in Hand mit den jüngsten Spielern und Spielerinnen des Vereins aufs Parkett liefen. Während die Gastgeber unter frenetischem Jubel empfangen wurden, bereiteten die zahlreichen Altenburger Zuschauer auch den favorisierten Gästen aus Erfurt/Bad Langensalza einen freundlichen Empfang. Den besseren Start in die Partie erwischte der Oberligist. Nach wenigen Sekunden markierte er gleich die 0:1 Führung und setzte sich in der Folge schnell zum 2:6 ab. Da waren gerade einmal sechs Minuten gespielt, und das Aufbau-Team bereits in einen deutlichen Rückstand geraten. Doch während sich bei dem ein oder anderen auf der Tribüne bereits etwas die Miene verfinsterte, zog Cheftrainer Ronny Bärbig folgerichtig die Auszeit und justierte neu. Mit Erfolg, wie sich wenig später zeigen sollte. Denn plötzlich fanden die Ostthüringerinnen zu ihrem Spiel, agierten aus einer aggressiveren Abwehrformation heraus und holten sich damit Selbstvertrauen für das eigenen Angriffsgeschehen. Angefeuert von zahlreichen Trommlern und klatschenden Fans spielte sich die Aufbau-Sieben nun förmlich in einen Rausch und glich beim 10:10 wieder aus. Mit dem Remis in petto konnte die Equipe dann sogar selbst die Führungsarbeit übernehmen und setzte sich durch schöne Treffer von Claudia Voigt und Carolin Lange sowie einen Doppelschlag von Yvonne Dietrich zum 14:10 ab. Die Halle tobte, feierte sein Team und witterte nun die Überraschung! Bis zur Halbzeit vermochten es die Altenburgerinnen allerdings nicht ihren Vorsprung weiter auszubauen, weshalb letztlich ein knappes 16:15 auf dem Tableau aufleuchtete.

Nach der Pause fanden die Altenburgerinnern leider nicht mehr zu ihrem Spiel und mussten vor allem der Dynamik der Gäste Tribut zollen. Während sich die Skatstädterinnen zusehends in technische Unzulänglichkeiten verstrickten und kaum mehr Torgefahr ausstrahlten, hatte die junge Mannschaft auf der Gegenseite vor allem in Sachen Schnelligkeit und Ausdauer noch eine Schippe draufzulegen. Mit einem 1:9-Lauf mussten sich die Aufbau-Frauen entsprechend früh beim Stand von 17:24 von allen Ambitionen auf den Titel verabschieden. Am Ende leuchtete ein deutliches 25:34 auf der Anzeigetafel, womit der Thüringer HC II seinen Pokalsieg aus dem Vorjahr wiederholen konnte. „Es ist schon bitter drei Mal in einer Saison Zweiter zu werden“, erklärte Bärbig kurz nach der Partie mit Blick auf die drei zweiten Plätze der Mannschaft in dieser Saison – in der Meisterschaft (Thüringenliga), bei der Sportlerwahl des Altenburger Landes sowie eben diesem Pokalwettstreit. „Nichtsdestotrotz können wir auch stolz auf die Spielzeit zurückblicken, haben wir doch auch viele schwierige Situationen sehr oft toll gemeistert“, fügte er hinzu.

Nach der Finalpleite der Aufbau-Frauen trafen im Anschluss auch die beiden Männerteams des VfB Mühlhausen und die SG Oberdorla/Görmar aufeinander. Auch in diesem Spiel ließ der Favorit keinen Zweifel an seinen Ambitionen, sodass der VfB Mühlhausen am Ende deutlich mit 20:30 den Sieg feiern und den Pokal in die Höhe reißen konnte. Was alle vier Mannschaften letztlich deutlich machten, war die Anerkennung dessen, dass der SV Aufbau Altenburg einen tollen Rahmen für das Event geboten hatte. Der Verein wiederum wollte sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen und gab das Lob direkt an die vielen Helfer weiter. „Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Unterstützern und dem Hallenmeisterteam des Goldenen Pflugs bedanken“, fasste es Jörg Rudolph, Mitglied der Abteilungsleitung, zusammen. „Mit ihrem Einsatz haben sie zum äußerst positiven Gelingen dieses Tages beitragen.“

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit: Nater, Perkowski (beide im Tor), Dietrich (6 Tore), Lange (4), Pörsel, Winkler (3/3), Klöppel (1), Ebersbach, Bärbig (4), Mahnstein (1), Voigt (6), Vogel

Alle Fotos mit freundlicher Unterstützung von Wolfgang Wukasch

Ein Artikel von:
Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – Nordhäuser SV  38:18 (17:7) 06.05.2016 SV Aufbau Altenburg – Nordhäuser SV

Aufbau-Frauen versilbern ihre Saison

Die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg haben ihre Saison in der Thüringenliga auf dem Silberrang abgeschlossen. Vor heimischem Publikum deklassierte das Team von Trainergespann Ronny Bärbig und Antonio Rohr mit einem 38:18 den Tabellenletzten aus Nordhausen. Weil das Team jedoch in der parallel ausgetragenen Partie des SV Hermsdorf gegen den SSV Saalfeld nicht auf Schützenhilfe hoffen konnte, verpassten die Aufbau-Damen ihre zweiten Meistertitel in Folge. Neuer Thüringenmeister ist nunmehr die Mannschaft aus der Feengrottenstadt. Nichtsdestotrotz feierte das Team eine gelungene Saison, deren Highlight noch bevorsteht.

Weil die Aufbau-Frauen am kommenden Samstag im Goldenen Pflug im Pokalfinale auf den THC Erfurt/ Bad Langensalza II treffen, begann Cheftrainer Bärbig, um Kräfte zu schonen, gleich mal mit einer verjüngten Aufstellung, in der die beiden Youngsters Vivien Klöppel und Jenniffer Vogel auf den Außenpositionen aufliefen. Zwischen die beiden jungen Sportlerinnen gesellten sich dann mit Laura Winkler, Claudia Voigt und Nancy Mahnstein drei erfahrene Spielerinnen, die die Partie möglichst frühzeitig an sich reißen sollten. Nach ein paar Startschwierigkeiten, in denen das Tabellenschlusslicht sogar die 2:4-Führung für sich beanspruchte, sollte das auch gelingen. Beim 6:5 in der 15. Minuten sorgte nämlich Nancy Mahnstein für die erste Führung auf Altenburger Seite und zündete damit den Aufbau-Express. Durch einen Doppelschlag von Yvonne Dietrich und ein sehenswertes Tor von Geburtstagskind Carolin Lange, bauten die Skatstädterinnen ihren Vorsprung auf vier Treffer aus. Bis zur Halbzeit hatte das stark verjüngte Gästeteam seinen Faden aus der Anfangsphase jedoch verloren – auch dank der nun besser harmonierenden Ostthüringerinnen. Sowohl im Abwehr- als auch Angriffsverband lief nun vieles effektiver zusammen, sodass sich das Team bereits mit einem deutlich 17:7-Halbzeitstand in die Pause verabschiedete.

In den zweiten 30 Minuten hatte Nordhausen nichts mehr entgegenzusetzen, sodass Aufbau munter sein Spiel aufzog und sich kontinuierlich seinem 14. Saisonsieg entgegenschob. Dass es am Ende sogar ein Triumph mit 20! Toren Abstand wurde, zeigt die Klasse der Altenburgerinnen, die sich in dieser Saison noch mehr als Team präsentierten. Bedenkt man, dass die Mannschaft nach ihrem Überraschungstitel aus dem Vorjahr über weite Strecken der Saison gleich auf zwei wichtige Leistungsträger – Rückraumspielerin Stefanie Lingk sowie Torhüterin Gina Perkowski – verzichten, und oftmals wichtige Akteure kompensieren musste, ist der Vize-Meistertitel hoch anzurechnen. Sich dies trotz des knappen Verlustes des Meistertitels bewusst zu machen, sollte Kräfte für das nun bevorstehende Highlight freisetzen.

Scheiterte man im Vorjahr noch im Viertelfinale und 2015 im Halbfinale an der Bundesliga-Reserve des THC, stehen die Aufbau-Frauen nun wieder im Finale. Erstmals werden die Finalspiele der Frauen und der Männer zudem in der Skatstadt ausgetragen, was nicht nur für die Aufbau-Frauen, sondern auch für deren Fans eine absolute Krönung ist. „Wir wollen die Erfurterinnen so lange wie möglich ärgern, sind hochmotiviert und freuen uns riesig auf dieses Spiel“, betonte Bärbig in Hinblick auf den Samstagskracher. Und dass die Altenburger Zuschauer für mächtig Stimmung sorgen können, das haben sie bereits am vergangenen Wochen bei den beiden Spielen der Damen und der Herren gezeigt. Einem gelungenen Saisonabschluss steht also nichts im Wege.

So feierten die Aufbau-Damen ihren Sieg

Aufbau spielte mit: Nater, Perkowski (beide im Tor), Dietrich (4 Tore), Lange (6), Klöppel (4/3), Winkler (2/1), Voigt (8/1), Mahnstein (2), Ebersbach (6), Vogel (1), Bärbig (5/1)

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Annekathrin Leipnitz

HSV Apolda – SV Aufbau Altenburg  26:24 (14:11) 29.04.2014 HSV Apolda – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen verspielen Meisterschaft

Während am vergangenen Samstag der FC Bayern München seine fünfte Deutsche Fußball-Meisterschaft in Folge feierte, mussten fast zur gleichen Zeit die Aufbau-Frauen ihren Traum auf den zweiten Titel in Serie in der Thüringenliga (höchstwahrscheinlich) begraben. Aufgrund einer schwachen Mannschaftsleistung kassierte das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig beim HSV Apolda eine 26:24-Niederlage (14:11) und rutschte auf den 2. Tabellenplatz ab.

Dabei begann die Partie für die Altenburger vielversprechend. Durch zwei schnelle Tore von Claudia Voigt und Yvonne Dietrich startete die Mannschaft gut ins Spiel und bestimmte dieses fortan. In der 7. Minute führten die Ostthüringerinnen mit 1:5 und untermauerten ihre Ambition, beide Punkte mit auf die Heimreise zu nehmen. Warum das Team dann allerdings die Gastgeber wieder zum 6:6 ausgleichen ließ, konnte sich auch Bärbig nicht erklären: „Wir hatten plötzlich einen unerklärlichen Bruch im Spiel und haben uns davon nie mehr erholt“, erklärte er rückblickend. Denn alle Mittel, die er und sein Team nun ergriffen, nichts sollte die Wende zurück auf den Erfolgskurs bringen. Vielmehr nutzte nun Apolda die Schwächen in der Altenburger Abwehr und schob sich beim 12:9 in der 27. Minute erstmals auf drei Tore in Front. Doch damit nicht genug: Kurz vor der Halbzeit verloren die Altenburgerinnen auch noch Kreisspielerin Denise Hoffmann, die aufgrund einer Knieverletzung nicht mehr eingesetzt werden konnte. Bis zum Pausentee änderte sich am Spielverlauf nichts mehr, weshalb Aufbau mit einem 14:11-Rückstand in die Kabine zog.

Nun sollte man glauben, dass ein Drei-Tore-Rückstand bei noch zu spielenden 30 Minuten genug Motivation und Willenskraft bei den Altenburgern auslösen sollte, um die Partie noch zudrehen – zumal die Mannschaft genau diese Situation in dieser Spielzeit schon mehrmals bestens meisterte. Aber weit gefehlt. „Keine meiner Spielerinnen erreichte an diesem Tag Normalform. Da muss der Gegner nicht überragend sein, um gegen uns zu gewinnen“, fasste es Bärbig enttäuscht zusammen. Denn seiner Meinung nach scheiterte sein Team nicht an einem guten Apoldaer Team, sondern an seinen eigenen Fehler. Reihenweise ließen die Aufbau-Frauen hochkarätige Chancen aus und vermochten es im Abwehrverband nicht, sich auf den Gegner einzustellen. Das führte einerseits zu zahlreichen Siebenmetern für die Gastgeber, die diese dankend verwandelten. Andererseits vermochte es das Team nicht den Rückstand entscheidend zu verkürzen – zumindest bis zur 55. Minute, in der Franziska Bärbig mit ihrem sechsten Treffer das 24:23 markierte. Zum Ausgleich reichte es dann aber doch nicht mehr und das war mehr als ärgerlich.

Denn ein selbst Unentschieden hätte den Altenburgerinnen weiterhin die Tabellenspitze gesichert. Doch mit der vierten Saisonniederlage rutschte das Team auf den 2. Platz und muss nun auf die Schützenhilfe des SV Hermsdorf hoffen, um doch noch Meister zu werden. Der trifft an diesem Samstag auf den Tabellenführer aus Saalfeld, der sich als ärgster Konkurrent um die Meisterschaft im Freistaat überhaupt keine Blöße gab und sein Heimspiel souverän gewann. Mit einem eigenen Sieg gegen den Tabellenletzten aus Nordhausen und einem (unwahrscheinlichen) Doppelpunktgewinn der Hermsdorferinnen könnte die Aufbau-Sieben den Titel als doch noch für sich beanspruchen.

Was auf jeden Fall bleibt ist der Vize-Meistertitel, der auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt befriedigt, aber doch für Stolz bei der Mannschaft sorgen sollte. Denn wer hätte gedacht, dass die Aufbau-Frauen nach ihrem überraschenden Titel im Vorjahr gleich wieder so weit oben mitspielen könnten? Und ein großes Highlight haben sie ja auch noch: Denn am 13. Mai spielen die Altenburgerinnen im Pokalendspiel gegen den THC Erfurt II in eigener Halle um den Thüringer Pokal. Im Gegensatz zu allen anderen Teams in der Liga haben die Aufbau-Frauen also trotz einer bereits verspielten noch immer eine andere Titelchance offen!

Aufbau spielte mit: Nater, Perkowski, Dietrich (3 Tore), Klöppel, Lange, Winkler (7/5), Voigt (2), Mahnstein (2), Ebersbach (4), Vogel, Hoffmann, Bärbig (6)

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Annekathrin Leipnitz

TSG Ruhla – SV Aufbau Altenburg  27:30 (14:13) 01.04.2017 TSG Ruhla – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen erobern dank Kraftakt Tabellenführung zurück

Die Handball-Frauen haben mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, die sie vor allem in der zweiten Halbzeit zeigten, zwei wichtige Auswärtspunkte eingefahren. Das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig gewann bei der TSG Ruhla mit 27:30. Dank der Niederlage des direkten Konkurrenten aus Saalfeld in Jena, stehen die Skatstädterinnen nun wieder an der Tabellenspitze.

Auswärtsspiel sind nie leicht, jene in Ruhla gleich gar nicht. Das ist seit Jahrzehnten so – und wird sich wohl auch in Zukunft für die Altenburger Frauenmannschaft nicht ändern. Ohne Jennifer Vogel und Denise Hoffmann musste die Equipe von Trainergespann Bärbig/Rohr nach Westthüringen reisen – hatten sich für das Spiel aber nicht weniger als den Sieg vorgenommen. Bis dahin war es jedoch wie erwartet ein hartes Stück Arbeit. Denn die Aufbau-Damen kamen nur schwer ins Spiel. In der ersten Halbzeit dominierten technische Fehler, Abstimmungsprobleme und Unkonzentriertheiten die Partie. Insgesamt entwickelte sich deshalb ein ausgeglichenes Spiel, das zudem aggressiv geführt wurde. Dies erkannten die guten Schiedsrichter Simon/Frischbier jedoch frühzeitig und legten wohl den genau dazu passenden Strafenkatalog ans Werk. Bis zur Halbzeit wechselte die Führung stetig – jedoch wuchs dieser nie über ein Tor hinaus. Nach 30 gespielten Minuten führten die Gastgeber entsprechend knapp 14:13.

Vom Auftreten seiner Mannschaft wenig begeistert, ergriff Coach Bärbig in der Pause deutliche Worte, die sein Team offenbar extrem motivierten. Mit aufopferungsvollem Kampf setzte sich das gesamte Team nun für das Ziel, aus Ruhla zwei Pluspunkte mit auf die Heimreise zu nehmen, ein. Vorreiter waren dabei eine wieder einmal bestens auflegte Claudia Voigt, die 13 Mal den Ball in den Maschen versenkte sowie Carolin Lange, die ihre beste Saisonleistung zeigte und ebenfalls sieben Mal erfolgreich war. Dazu gesellte sich ein nun harmonischerer Abwehrverband, der es den Gastgebern nun immer schwieriger machte zum Torerfolg zu kommen. Letztmals zum Ausgleich kamen die derzeitigen Tabellensechsten dann beim 19:19  durch ihre alles überragende Schützin Franziska Cziha, die 18 Mal einnetzte. Danach konnten sich die Altenburgerinnen etwas absetzen und letztlich einen hart erkämpften Sieg in der Ferne feiern.

Anlass zur Freude gibt es seit Sonntagabend sogar doppelt: Mit dem Doppelpunktgewinn begoss das Team nicht nur den 13. Sieg der Saison, sondern auch den Sprung zurück an Position 1 der Tabelle. Damit hat die Mannschaft beste Chancen auf eine Medaille am Ende der Spielzeit. Welche es letztlich wird, steht dann am 6. Mai 2017 fest. Bis dahin stehen dem Team noch zwei Spiele bevor – am 29. April in Apolda und dann am 6. Mai zu Hause gegen Nordhausen.

Aufbau spielte mit: Perkowski, Nater, Dietrich (2 Tore), Klöppel, Lange (7), Winkler (3/2), Voigt (13/4), Mahnstein, Pörsel (1), Ebersbach (1) und Bärbig (3/1)

 

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Annekathrin Leipnitz

VfB TM Mühlhausen – SV Aufbau Altenburg  20:36 (12:17) 25.03.2017 VfB TM Mühlhausen – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen mit nächstem Auswärtserfolg

Die Aufbau-Frauen haben am Samstagnachmittag den nächsten Auswärtserfolg einfahren können. Bei der vermutlich längsten Anfahrtsstrecke, ins knapp zwei Stunden entfernte Mühlhausen, gelang den Altenburgerinnen ein klarer 20:36-Sieg. Auch ohne die Stammkräfte Nancy Mahnstein und Benita Ebersbach gelang vor allem in der 2. Halbzeit eine überzeugende Leistung gegen die junge Mühlhausener Mannschaft.

Die Aufbau-Mädels starteten gut in das Spiel, doch von der 10. bis zur 25. Spielminute schlichen sich erste Flüchtigkeitsfehler und Unkonzentriertheiten ins Spiel der Ost-Thüringerinnen. Cheftrainer Ronny Bärbig fand daraufhin klare Worte an seine Mannschaft und so fing sich das Altenburger Spiel wieder. Bis zur Halbzeit konnten sich die Skatstädterinnen immerhin auf fünf Tore absetzen, was ihren Ambitionen auf einen deutlichen Sieg aber noch nicht gerecht wurde.

In Halbzeit zwei gelang es den Aufbau-Frauen ihren Vorsprung deutlich auszubauen, wenngleich es die Gastgeberinnen den Altenburger Mädels nun recht einfach machten. Stefanie Nater und Gina Perkowski zeigten im Altenburger Kasten eine gute Leistung, Franziska Bärbig und Carolin Lange komplettierten dies im Angriff. Auch Youngster Vivien Klöppel fiel erneut sehr positiv auf. Allerdings gab es auch in diesem Spiel zwei fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, die zunächst Claudia Voigt und im Anschluss Denise Hoffmann trafen. Innerhalb von sieben Spielminuten erhielten beide Altenburgerinnen die dritte Zeitstrafe und damit die rote Karte. Der frühzeitige Gang zur Dusche war damit besiegelt – an der Überlegenheit der Aufbau-Frauen änderte dies jedoch nichts. Denn die verbliebenen Spielerinnen meisterten ihre Aufgabe mit Bravour.

Letztlich freuten sich alle Altenburgerinnen gemeinsam über den zwölften Doppelpunktgewinn in dieser Saison und die Festigung des 2. Tabellenplatzes. Am kommenden Samstag muss das Team erneut auf Reisen – diesmal zum Tabellensechsten nach Ruhla.  

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit: Nater, Perkowski, Dietrich (5 Tore), Klöppel (4), Lange (5), Winkler (3), Voigt (5), Pörsel, Vogel (3), Hoffmann, Bärbig (11)

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JR/AL

Finale oho, Finale ohoho: Aufbau-Frauen stehen im Pokal-Endspiel Finale oho, Finale ohoho: Aufbau-Frauen stehen im Pokal-Endspiel

Handball Frauen Thüringenpokal

SV Aufbau Altenburg – SV Hermsdorf   30:18 (14:11)

Finale oho, Finale ohoho: Aufbau-Frauen stehen im Pokal-Endspiel

Die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg haben es ins Finale des Thüringer Pokalwettbewerbes geschafft. Nach einer schwachen ersten Halbzeit steigerte sich das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig in den zweiten 30 Minuten deutlich und schmiss am Ende den SV Hermsdorf deutlich aus dem Wettstreit. Mit einem 30:18 (14:11)-Erfolg hat die Mannschaft nun die Chance auf den vierten Titel in fünf Jahren.

Trotz der Favoritenstellung der Gastgeberinnen begann die Partie sehr ausgeglichen. Obwohl die Altenburgerinnen zunächst einen 3:0-Lauf hinlegten, steckten die Hermsdorferinnen keineswegs gleich den Kopf in den Sand. Vielmehr wussten die Gäste sich in den nächsten Minuten selbst in Szene zu setzen und glichen beim 4:4 wieder aus. Das lag vor allem an der Schwäche der Skatstädterinnen im eigenen Umkehrspiel. Während sich die Aufbau-Abwehr reihenweise locken ließ und damit Freiräume für den Gegner schaffte, scheiterte man im Abschluss zu oft auch bei hundertprozentigen Chancen. Entsprechend entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die über die Stationen 7:7, 9:9 und 11:10 letztlich in einer knappen Halbzeitführung für die Aufbau-Sieben mündete (14:11). „Ich war richtig sauer und habe das in der Pause auch entsprechend deutlich gemacht“, erklärte Bärbig nach dem Spiel.

Und seine Worte sollten Wirkung zeigen! Wie ausgewechselt agierte das Team nun auf dem Parkett der Süd-Ost-Halle und ließ sich von seinem Publikum ins Finale treiben. Egal ob der sichere Rückhalt im Tor, die aggressive Abwehrarbeit oder die Chancenverwertung – kaum ein Bereich im Altenburger Spiel ließ jetzt noch Wünsche des Trainerteams Bärbig/Rohr offen. Von der Ausgeglichenheit der ersten 30 Minuten war nun überhaupt nichts mehr zu sehen, weshalb sich die Gastgeberinnen fortan immer deutlicher in Front schoben. Nach einem 7:0-Lauf zwischen der 35. und 45. Minute waren dann alle Messen gelesen und beim Stand von 27:17 der erneute Finaleinzug perfekt. Am Ende resultierte ein deutlicher 30:18-Sieg für die Aufbau-Damen, die nun ihrem Traum vom Titel ein Stück näher gerutscht sind.

Im Endspiel wartet kein geringer als die Reserve des amtierenden Deutschen Meisters, der Thüringer HC II. Und mit genau diesem Team haben die Altenburgerinnen ja noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr scheiterte man nämlich an dem Oberligisten im Halbfinale. Wo und wann das Finale ausgetragen wird, ist bisher noch nicht bekannt. Sicher ist dagegen, dass die Skatstädterinnen alles in die Waagschale werfen werden, um in diesem Jahr den Titel in die Höhe recken zu können.

Aufbau spielte mit: Nater, Perkowski (im Tor), Dietrich (8 Tore), Vogel (3), Lange (2), Pörsel (1), Winkler (5/5), Bärbig (6), Ebersbach (2), Klöppel (1), Mahnstein (1), Hoffmann (1)

 

Fotos: Wolfgang Wukasch

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Annekathrin Leipnitz

Pokal-Halbfinale der Aufbau-Frauen Pokal-Halbfinale der Aufbau-Frauen

Die Aufbau-Frauen stehen unmittelbar vor der morgigen Partie im Halbfinale des THV-Landespokals. Gegner ist dabei der derzeitige Tabellenvorletzte der Thüringenliga, der SV Hermsdorf. Somit gehen die Altenburgerinnen als klarer Favorit in das Spiel, spricht zunächst dafür die eindeutige Tabellensituation und das klare Hinspielergebnis in der Meisterschaft, wo die Altenburgerinnen 21:29 überzeugten. Das Rückspiel, welches vor drei Wochen in Altenburg stattfinden sollte, wurde durch die Spielleitende Stelle zugunsten der Altenburgerinnen gewertet, da die Hermsdorferinnen die Partie sehr kurzfristig absagten.

Auch das letzte Punktspiel konnten die Aufbau-Frauen in Weimar gewinnen. Vor allem die 2. Halbzeit war dabei ansprechend, denn über mannschaftliche Geschlossenheit, eine stabile Abwehr und sichere Chancenverwertung gelang ein 18:30-Auswärtserfolg. Sollten die Altenburgerinnen an diese Hälfte im morgigen Spiel anknüpfen können, stehen die Chancen auf das Finale im THV-Pokal nicht schlecht. Zuletzt standen die Aufbau-Frauen in der Saison 2013/14 im Pokalfinale und gewannen dabei gegen den LSV Ziegelheim.

Der Sieger der Partie in Altenburg wird im Finale gegen den TSV Motor Gispersleben oder der zweiten Vertretung des Thüringer HC antreten, die das verbleibende Halbfinale austragen.

Der Anpfiff zur Partie erfolgt durch die Unparteiischen Ehrhardt/Müller (TSV Germania Krölpa) um 16:30 Uhr in der ehrwürdigen Sporthalle Süd/Ost.

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

Aufbau-Frauen ziehen in Halbfinale ein Aufbau-Frauen ziehen in Halbfinale ein

Thüringenpokal Frauen

SV Aufbau Altenburg – TSG Ruhla           40:24 (18:11)

Aufbau-Frauen erneut unter Top 4 des Freistaates

Mittlerweile sind es die Fans der Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg bereits gewohnt, dass die Skatstädterinnen Jahr für Jahr ins Halbfinale des Thüringenpokals des Freistaates einziehen. Auch in dieser Saison ist es der Sieben von Trainerduo Ronny Bärbig/ Antonio Rohr gelungen, sich unter die Top 4 zu katapultieren. Mit einem ungefährdeten 40:24-Erfolg setzte sich das Team gegen den Ligakonkurrenten aus Ruhla durch und hat damit wieder die Chance auf den Finaleinzug.

Trotz der enorm frühen Anwurfzeit (Sonntag, 10 Uhr) kamen die Aufbau-Damen gleich gut in die Spur und setzen sich schnell zum 5:1 ab. Auch in der Folge stellten die nicht in Bestbesetzung angereisten Gäste aus Ruhla die Heimmannschaft nicht vor unlösbare Aufgaben, weshalb nach 15 gespielten Minuten bereits ein beruhigendes 9:4 an der Anzeigetafel aufleuchtete. Dieses Zwischenergebnis resultierte vornehmlich aus einer intakten Abwehrarbeit, die mit Torfrau Stefanie Nater einen sicheren Rückhalt fand. Daraus ergaben sich für die schnellen Aufbau-Akteure natürlich zahlreiche Kontermöglichkeiten, die mit der notwendigen Konsequenz schnell in Tore umgemünzt wurden. Wichtig für Cheftrainer Bärbig war dann, dass alle Spielerinnen nach der längeren Pause (zwei Wochen spielfrei) wieder in den Rhythmus kommen. Entsprechend wechselte er fleißig durch und ermöglichte es damit allen Spielerinnen, sich in Szene zu setzen. Bis zur Halbzeit resultierte daraus ein sicheres 18:11.

Nach der Pause änderte sich am Spielverlauf wenig. Aufbau dominierte die Partie und fand in Yvonne Dietrich, Nancy Mahnstein und Claudia Voigt sichere Torschützinnen. Ruhla hatte wenig entgegenzusetzen und musste somit mit einer deftigen Niederlage die Heimreise in die Bergstadt antreten. Indes feierten die Aufbau-Frauen ihren erneuten Halbfinal-Einzug. Dorthin schafften es zudem der SV Hermsdorf sowie Motor Gispersleben. Komplettiert werden die Top 4 dann durch den Thüringer HC II, der als mitteldeutscher Oberligist per Freilos erst zu diesem späten Zeitpunkt in den Wettstreit startet. Ausgetragen wird der Wettstreit am Wochenende vom 18./19. März – und wer weiß was mit ein bisschen Losglück in diesem Jahr noch für die Aufbau-Frauen möglich ist?!

Zunächst einmal geht es aber im Ligabetrieb weiter, in dem Aufbau am kommenden Samstag (16 Uhr, Goldener Pflug) auf einen der möglichen drei Halbfinalgegner trifft – den SV Hermsdorf. Das Hinspiel gewannen die Altenburgerinnen mit 21:29. Nun soll ein weiterer Doppelpunktgewinn folgen, um als Tabellendritter den Rückstand auf Spitzenreiter Saalfeld nicht noch größer werden zu lassen.

Aufbau spielte mit: Nater (Tor), Dietrich (7 Tore), Vogel (3), Lange (2), Pörsel, Winkler (4/2), Bärbig (1), Ebersbach (4), Mahnstein (7), Hoffmann (2) und Voigt (10)

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Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – HBV Jena 90  33:32 (18:16) 21.01.2017 SV Aufbau Altenburg – HBV Jena 90

Aufbau-Frauen retten Sieg über die Zeit

Nach der bitteren Niederlage beim derzeitigen Tabellenführer aus Saalfeld haben die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg zurück in die Erfolgsspur gefunden. Trotz einer wenig überzeugenden Leistung sicherten sich die Skatstädterinnen einen knappen 33:32-Heimerfolg und festigten damit den zweiten Tabellenrang.

Dabei begann das Spiel für das Team von Ronny Bärbig/ Antonio Rohr recht vielversprechend. Durch vier Tore von Top-Scorerin Claudia Voigt schob sich Aufbau in der fünften Minute erstmals mit 4:2 in Front. Allerdings fand die Mannschaft vor allem im Abwehrverband nicht richtig ins Spiel, wodurch Jena in der siebten Minute bereits zum 5:5 ausgleichen konnte. Den rund 100 Zuschauern sollte sich also das erwartet spannende Spiel zeigen – allerdings, so war von den Rängen zu hören, machten es die Aufbau-Damen unnötig brenzlig. Denn Jena war nur mit einer Rumpftruppe angereist, hatte sich an diesem Tag in Sachen Kampf und Willen aber überhaupt nichts vorzuwerfen – und war den Altenburgerinnen in diesem Punkt überlegen. Während Claudia Voigt und Yvonne Dietrich die ersten zehn Altenburger Treffen auf sich verbuchten, ging von kaum einer anderen Spielerin überhaupt Torgefahr aus. Dennoch vermochte es die Aufbau-Equipe sich zwischenzeitlich auf 12:7 (15. Minute) abzusetzen. Bis zur Pause kehrte dann allerdings der Schlendrian ins Altenburger Spiel ein. Reihenweise technische Fehler und eine mangelnde Chancenverwertung brachten die Gäste völlig unnötig zurück ins Spiel. „Wir haben uns viel vorgenommen, aber richtig durchgezogen haben wir das eigentlich nicht“, bilanzierte Cheftrainer Bärbig bei der knappen 18:16-Führung nach den ersten 30 Minuten.

Die zweite Hälfte glich dann einem Abklatsch der ersten. Erneut schenkte Claudia Voigt, die mit 14 Treffern zur erfolgreichsten Werferin der Partie avancierte, den Gästen aus der Universitätsstadt vier Tore in Folge ein, sodass der derzeitige Tabellenvierte mit 22:17 in Rückstand geriet. Fortan nutzte das Trainergespann die Chance, fleißig durchzuwechseln, was dem ohnehin fehlenden Spielfluss natürlich keinen Gefallen tat. Bärbig begründete dies indes mit den Worten: „Es nützt uns auch nicht mehr, ein Heimspiel sehr hoch zu gewinnen. So lernen wir als Mannschaft viel mehr“. Dass seine Truppe dann aber erneut gehörig ins Straucheln geriet, konnte auch ihm nicht gefallen. Denn in der 51. Minute führten die amtierenden Landesmeister mit 32:25! Was sich dann allerdings auf dem Parkett bot, entbehrte jeder Logik. Aufbau brachte durch eigenes Unvermögen bei einem bereits sicher geglaubten Heimerfolg Jena wieder ins Spiel. Während man im Abwehrverband zu fiel zuließ, verlor man im Angriff völlig den Faden und konnte am Ende der Partie noch von Glück reden, beide Punkte behalten zu dürfen. Allein die Tatsache in der letzten Spielminute ganze drei Gegentreffer zu kassieren, schmälert den Doppelpunkt der Aufbau-Frauen doch deutlich.

„Ich hoffe wir lernen aus dem Spielverlauf“, forderte Trainer Bärbig kurz nach der Partie. „Wir dürfen niemals locker lassen und müssen konzentriert bleiben, egal wie es steht“. Am Ende des Tages wusste aber auch er, dass nur der Sieg zählte. Zudem ist den Skatstädterinnen die Revanche für die knappe Hinrunden-Niederlage geglückt. Nach ein paar spielfreien Wochen trifft die Mannschaft nun am 25. Februar auf den derzeitigen Tabellenachten aus Hermsdorf.

Aufbau spielte mit: Nater (im Tor), Dietrich (5 Tore), Lange (1), Winkler (5/3), Voigt (14/6), Mahnstein (3), Pörsel, Ebersbach (4), Vogel, Hoffmann, Bärbig (1)

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Annekathrin Leipnitz

1. SSV Saalfeld – SV Aufbau Altenburg  27:26 (13:14) 14.01.2017 1. SSV Saalfeld – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen verlieren brisantes Spitzenduell

Eine bittere Niederlage mit nur einem Tor, der Verlust der Spitzenposition in der Thüringenliga und dutzende Szenen, die für Aufregung sorgten – dieses Spiel in Saalfeld werden die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg so schnell wohl nicht vergessen. Mit 27:26 verlor die Mannschaft von Trainerduo Bärbig/Rohr unglücklich beim neuen Tabellenführer, ärgert sich aber nicht nur darüber auch Tage danach noch.

Aber der Reihe nach: Es war die erwartete hitzige Partie zwischen Altenburg und Saalfeld, die bereits in den Anfangsminuten auf Messers Schneide ausgetragen wurde. Ein stetiges Bäumchen-wechsel-dich in der Führungsarbeit zeugte allerdings nicht von zwei besonders gut aufgelegten Mannschaftsleistungen, sondern eher von der gegenseitigen Ausnutzung technischer Fehler. So entstand frühzeitig ein ausgeglichenes Spiel, dass sich über die Stationen 2:2, 4:4 und 6:6 bis zum 8:8 wenig abwechslungsreich entwickelte. Durch zwei Toren von Jenniffer Vogel und Claudia Voigt konnte sich die Aufbau-Sieben, die erneut dezimiert antreten musste, dann erstmals auf zwei Tore absetzen. Bereits beim 11:11 vier Minuten später, war jedoch diese Führung wieder dahin. Das lag allen voran an der mangelnden Chancenverwertung der Skatstädterinnen, die reihenweise freie Bälle ungenutzt ließen. Dass das Team trotz der frühzeitigen Disqualifikation von Yvonne Dietrich (27.Minute) und der kurz darauffolgenden Zwei-Minuten-Strafe für Denise Hoffmann noch mit einer 13:14-Führung in die Pause ging, bedarf gehörigen Respekt und verdeutlichte einmal mehr, welche Geschlossenheit die Mannschaft auf das Parkett bringt.

Was sich allerdings in der zweiten Halbzeit den Altenburgerinnen bot, entbehrte bei Cheftrainer Ronny Bärbig und seinem Team jegliches Verständnis. Während Aufbau reihenweise von den fragwürdig agierenden Schiedsrichtern aus Krölpa (liegt wohlbemerkt rund 14 Kilometer von Saalfeld entfernt) auf die Bank verwiesen wurde, erhielten die Gastgeberinnen – die ebenfalls nicht mit Samthandschuhen agierten – im gesamten Spiel lediglich zwei Zeitstrafen und damit reihenweise die Chance, in Überzahl zu agieren. Dass sie die bietenden Räume nicht schon frühzeitig für sich nutzten und in eine hohe Führung umwandelten, war einerseits einer guten Stefanie Nater im Altenburger Tor und andererseits einer aufopferungsvoll kämpfenden Aufbau-Equipe zu verdanken. Trotz eines zwischenzeitlichen 22:19-Vorsprungs der Saalfelderinnen, deren Publikum auf unterstem Niveau skandierte, kämpfte sich das Team angetrieben von Claudia Voigt und Franziska Bärbig zurück in die Partie und glich durch Youngster Jenniffer Vogel beim 24:24 wieder aus.

Während Aufbau die eigene Führung nicht mehr vergönnt blieb, gipfelte die Leistung der Unparteiischen nun in einer Farce. Franziska Bärbig erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe und nahm folgerichtig auf der Bank Platz.  Doch der Zettel, den sie für ihren Wiedereintritt vom Kampfgericht erhielt, stimmte nicht mit der vermerkten Zeit auf dem Protokoll überein. Entsprechend zu früh – zumindest mit Blick auf das Protokoll, nicht aber mit Blick auf den Zettel –  betrat Bärbig das Feld und erhielt dafür die erneute Zwei-Minuten-Strafe. Von der unsportlichen Verhaltensweise des Kampfgerichts und dem fehlenden Fingerspitzengefühl der Schiedsrichter aufgebracht, echauffierte sich Trainer Bärbig lautstark und musste damit ebenfalls die Disqualifikation in Kauf nehmen.

In der Folge schaffte Aufbau zwar noch zwei Mal den Ausgleich, musste in den letzten 30 Sekunden der aufreibenden Partie aber doch noch den Siegtreffer der Gastgeber hinnehmen. Mit entsprechend langen Mienen verließen die Aufbau-Frauen die Halle und schauen nun von Platz 2 auf die Tabelle. Da bereits drei Mannschaft weniger Minuspunkte haben, könnte auch ein angestrebter Medaillenrang nun in die Ferne rutschen. Doch für diese Prognose ist es bei acht verbleibenden Partien vielleicht auch noch etwas früh. Bärbig wollte seiner Mannschaft indes keinen Vorwurf machen: „Die Mädels haben gegen alle Widerstände gekämpft und am Ende unglücklich verloren“, fasste es der sichtlich enttäuschte Coach zusammen.

Zeit zum Nachdenken und Verarbeiten des brisanten Spiels haben die Aufbau-Frauen indes kaum. Gleich an diesem Samstag steht der nächste Kracher ins Haus, wenn mit dem HBV Jena der derzeitige Tabellendritte in die Skatstadt reist. Und da haben die Altenburgerinnen noch eine Rechnung offen, verlor man das Hinspiel doch knapp mit 28:26.

Aufbau spielte mit: Nater, Dietrich (1 Tor), Winkler (3/3), Voigt (9/2), Mahnstein (1), Pörsel, Ebersbach (2), Vogel (2), Hoffmann (2) und Bärbig (6)

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A.L.

Nordhäuser SV – SV Aufbau Altenburg  15:25 (6:13) 18.12.2016 Nordhäuser SV – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen überwintern an der Spitze

Mit dem letzten Spiel des Jahres haben die Handballfrauen des SV Aufbau Altenburg ihrer Spitzenposition in der Thüringenliga gefestigt und überwintern nun als Tabellenführer. Mit einem zu jeder Zeit ungefährdeten 15:25-Auswärtserfolg beim Tabellenletzten machte sich das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Gleich zu Beginn der Partie wurden die Skatstädterinnen ihrer Favoritenrolle gerecht und setzen sich binnen weniger Minuten zum 0:3 ab. Die bis dato sieglosen Gastgeber hatten der Altenburger Equipe wenig entgegenzusetzen. Das lag einerseits an der umgestellten offensiven Aufbau-Abwehr und andererseits am daraus resultierendenschnellen Spiel nach vorn. Dahingehend konnten die Aufbau-Frauen ihre Schnelligkeitsvorteile meist in Tore ummünzen und sich damit schnell und deutlich absetzen. Über die Stationen 1:5, 3:8 und resultierte am Ende der ersten 30 Minuten ein 6:13 auf der Anzeigetafel. Einziges Manko, das Bärbig vorbrachte, war das Umschaltverhalten seines Teams, das sich durch eigene Unzulänglichkeiten im technischen Bereich die Chance auf einen noch höheren Vorsprung selbst verbaute. „Das müssen wir unbedingt verbessern“, erklärte er mit Blick auf die nächsten Trainingseinheiten.

Nach der Pause veränderte sich am Spielgeschehen nichts: Aufbau dominierte nach Belieben, musste sich kein Bein ausreißen, um das Spiel für sich zu entscheiden und probierte einiges aus. Dem Spielfluss tat dies allerdings keinen Abbruch. Obwohl die Altenburgerinnen erneut einige Ausfälle zu verkraften hatten, nahmen sie zwei hochverdiente Pluspunkte mit auf die Heimreise und verabschiedeten sich mit dem sechsten Sieg in Folge aus dem Jahr 2016.

Das neue Jahr startet dann direkt mit einem Kracher! Die Aufbau-Frauen müssen am 14. Januar zum derzeitigen Tabellenzweiten nach Saalfeld, der bisher noch die wenigsten Minuspunkte auf seinem Konto hat und damit ärgster Konkurrent der Damen aus der Skatstadt ist. Nach etwas Erholung an den Feiertagen steht dann in der ersten Januarwoche gleich wieder hartes Training auf dem Programm. Schließlich haben die Aufbau-Mädels Gefallen daran gefunden, wieder auf dem ersten Tabellenplatz zurück zu sein. Doch diese Position gilt es zu Spiel für Spiel zu verteidigen – keine leichte Angelegenheit, die sich das Aufbau-Team da für 2017 gesetzt hat. Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben.

Aufbau spielte mit: Nater (Tor), Dietrich (3 Tore), Lange, Winkler (5/3), Voigt (9/2), Mahnstein (1), Pörsel, Ebersbach (5), Vogel (2), Hoffmann

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Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – HSV Apolda 1990  24:15 (15:7) 10.12.2016 SV Aufbau Altenburg – HSV Apolda 1990

Aufbau-Frauen erobern Tabellenspitze

Mit einem überzeugenden 24:15-Heimerfolg haben sich die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg an die Tabellenspitze der Thüringenliga geschoben. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung entthronte das Team von Trainergespann Ronny Bärbig/ Antonio Rohr die bis dato führenden Damen als Apolda. In der Deutlichkeit mehr als unerwartet dominierten die Altenburgerinnen gegen die zugegebenermaßen ersatzgeschwächten Gäste von Beginn an und haben nun die Chance die „Herbstmeisterschaft“ zu feiern.

Rund 100 Zuschauern hatten sich im Goldenen Pflug versammelt, um das Spitzenspiel der Liga zusehen. Doch selbst die Fans des SV Aufbau Altenburg hatten mit dieser Dominanz wohl kaum gerechnet. Die Aufbau-Frauen zögerten gar nicht erst lang, schenkten sich die Abtastphase und zogen schnell auf 3:0 davon. Damit hatten die Skatstädterinnen die erste Hausmarke gesetzt und eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass alles andere als ein Sieg an diesem Tag nicht zur Debatte stand. Entsprechend überrumpelt wirkten die bis dato Tabellenführenden aus Apolda, die lediglich mit acht Spielerinnen angereist waren, und in der Folge überhaupt nicht ins Spiel fanden. Aufbau dagegen hatte in Stefanie Nater wieder einen sicheren Rückhalt, agierte aus einer stabilen Abwehr heraus und fand in Claudia Voigt einmal mehr die Vollstreckerin vom Dienst. Allein in der ersten Halbzeit netzte die 31-Jährige sieben Mal ein und trug damit den Löwenanteil an der schnellen Führung. Förmlich nach Belieben bestimmte die Heimmannschaft den Spielrhythmus und das Tempo – ohne wirklich auf die Gegenwehr der Gäste eingehen zu müssen. Entsprechend deutlich gingen beide Team beim Stand von 15:7 in die Pause.

Keine Frage, eine Vorentscheidung war dies allemal – auch weil die Handballerinnen aus Apolda in der ersten Halbzeit schlicht in allen Belangen unterlegen waren. Da die Gäste auch in der Folge nicht mehr in der Lage waren, einen oder mehr Gänge nach oben zu schalten, blieb es bei dem eindeutigen Spielverlauf. Genau darin sah Bärbig jedoch Anlass zur Kritik: „Wir haben das heute zwar wieder gut gemacht, aber wir haben oft ein paar Spielminuten, da passen wir uns so sehr unserem Gegner an, dass wir ihn wieder ins Spiel bringen statt uns zu belohnen“, und betonte damit die mageren acht Tore, die Aufbau in den zweiten 30 Minuten noch im Gästetor versenkte.

Nichtsdestotrotz haben die Aufbau-Frauen mit einem erneuten Sieg im letzten Spiel des Jahres, beim Tabellenletzten Nordhäuser SV, die Chance die Herbstmeisterschaft zu feiern und als Spitzenreiter aus 2016 zu gehen. Grund genug, auch am kommenden Samstag wieder alles in die Waagschale zu werfen und die positive Bilanz aufrechtzuerhalten. Das findet auch Trainer Bärbig, der dennoch von einem schweren Spiel ausgeht: „Nordhausen hat noch keinen einzigen Pluspunkt. Das macht sie gefährlicher als manch einer denken mag. Wir müssen hochmotiviert und fokussiert zu Werke gehen“.

Aufbau spielte mit: Nater (im Tor), Dietrich (4 Tore), Lange (4), Winkler (3/3), Voigt (8/1), Mahnstein (1), Pörsel, Ebersbach (2), Vogel (2), Hoffmann

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A. Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – TSG Ruhla  29:24 (17:13) 03.12.2016 SV Aufbau Altenburg – TSG Ruhla

Aufbau-Frauen setzen Aufwärtstrend fort

Die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg haben ihre Positivserie fortgesetzt und den sechsten Saisonsieg mit einem 29:24-Erfolg gegen die TSG Ruhla besiegelt. Gegen stark aufspielende Gäste kämpfte sich das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig in die Partie und untermauerte seinen Aufwärtstrend der letzten Wochen.

Weil die Gäste aus Ruhla hochmotiviert und konzentriert in die ersten 30 Minuten gingen, gestaltete sich das Spiel zunächst ausgeglichen. Bis zum 5:5 in der 14. Minute konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Auf Altenburger Seite lag dies hauptsächlich an der Tatsache, dass die Skatstädterinnen reihenweise an der gut aufgelegten Gäste-Torhüterin scheiterten oder schlicht beste Chancen vergaben. Grund genug für das Trainergespann Ronny Bärbig/ Antonio Rohr die erste Umstellung vorzunehmen, die wenig später auch die ersten Früchte trug. Zudem kam Torhüterin Stefanie Nater jetzt immer besser ins Spiel und brachte den derzeitigen Tabellensiebten mit ihren Paraden immer mehr aus dem Konzept. Bei den Altenburgerinnen waren es nun vor allem Claudia Voigt und Yvonne Dietrich, die ihre Schnelligkeitsvorteile umzusetzen wussten und das Aufbau-Team damit weiter in Front schoben. Über die Stationen 8:6, 10:8 und 14:10 setzte sich die Equipe weiter ab und verließ schließlich mit einem 17:13-Halbzeitstand das Parkett.

In der Pause hatte Coach Bärbig wenig Anlass zur Kritik und wies lediglich daraufhin, mit der guten mannschaftlichen Einstellung weiter zu agieren. Gesagt, getan! Auch Caroline Lange und Benita Ebersbach kamen nun besser ins Spiel, sodass Aufbau von allen Positionen aus Gefahr ausüben konnte. Zudem dirigierte Nancy Mahnstein aus der Abwehrmitte heraus ihren Verband sehr gut, sodass die Altenburgerinnen ihrer tabellarischen Favoritenstellung nun gerecht werden konnten. Bis zur 45. Minute baute das Team seinen Vorsprung gar auf zehn Tore (29:19) aus. Das gab den Trainer wiederum die Chance noch einmal verschiedene Spielsysteme auszutesten und allen Spielerinnen Einsatzzeiten einzuräumen. Ruhla nutzte diese Veränderungen im Altenburger Aufgebot noch einmal, mehr als Ergebniskosmetik war dieses letzte Aufbäumen jedoch nicht. Demnach sicherten die Aufbau-Frauen den nächsten Sieg und stehen nun an Platz 2 der Thüringenliga.

Am kommenden Samstag kommt es nun vor heimischem Publikum zum Spitzenduell in der Liga. Der HSV Apolda, derzeitigen Tabellenführer, kommt nach Altenburg und will beide Punkte aus der „Hölle Süd-Ost“ entführen. Dies zu verhindern, wird allerdings das Hauptziel der Skatstädterinnen seien, weshalb ein spannendes Spiel bevor steht.

Aufbau spielte mit: Nater, Heller (beide Tor), Dietrich (7 Tore), Klöppel, Lange (3), Winkler (1), Voigt (9/5), Mahnstein (3), Pörsel, Ebersbach (3), Vogel (3), Hoffmann

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Annekathrin Leipnitz

HSG Werratal 05 – SV Aufbau Altenburg  15:28 (7:11) 27.11.2016 HSG Werratal 05 – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen ziehen in Pokal-Viertelfinale ein

Die Aufbau-Frauen setzen ihre positive Bilanz im Thüringer Pokalwettbewerb fort und schaffen dank eines 15:28-Erfolgs in Werratal den Sprung unter die besten zwölf Teams des Freistaates. Dabei erwies sich die Partie bei der unterklassischen HSG Werratal jedoch nicht als Zuckerschlecken.

Gleich fünf Ausfälle – Stefanie Lingk, Denise Hoffmann, Kerstin Weila, Nancy Mahnstein und Adina Heller – musste Cheftrainer Ronny Bärbig kompensieren und entschied kurzerhand der Jugend wieder eine Chance zu geben. Infolgedessen integrierte er neben den Youngsters Franziska Pörsel und Jennifer Vogel auch Vivien Klöppel ins Team. Doch damit nicht genug, am ersten Advent mehr als zwei Stunden zu einem Pokalspiel reisen, das steckte den Mädels dann doch merklich in den Köpfen – und offenbar auch in den Knochen, wie sich beim Anpfiff des Spiels zeigen sollte.

Die ersten Minuten gehörten nämlich der HSG Werratal, die im Gegensatz zu den Aufbau-Frauen direkt ins Spiel fand. Zunächst gingen die Gastgeber mit 2:0 in Führung, später setzten sie sich auch zum 4:1 ab. Danach hatten die Couches Bärbig/Rohr genug gesehen und nahmen die Auszeit. Offenbar das richtige Signal, fingen sich die Skatstädterinnen doch nun und glichen das Spiel nach knapp 15 Minuten zum 4:4 aus. In der Folge waren es nun die Thüringenligisten die die Zügel des Matches in die Hand nahmen und sich – ihrer Favoritenrolle gerecht werdend – bis zur Halbzeit zum 7:11 absetzten.

Ab dem 4:4-Ausgleich bis hin zur 50. Minute hatte Bärbig dann kaum noch Grund zum Meckern: „Da haben wir so gespielt, wie ich mir das vorstelle“, resümierte er nach dem Einzug ins Viertelfinale. „Schnell, mit Auge und dennoch der nötigen Ruhe“. Hervor hob er dabei vor allem die Leistung von Stefanie Nater im Tor, sowie den Torschützinnen vom Dienst Laura Winkler, Benita Ebersbach und Claudia Voigt, die 25 der 28 Altenburger Tore warfen. In der zweiten Halbzeit ließen die Altenburgerinnen entsprechend nichts mehr anbrennen und setzten sich erwartungsgemäß und in der Höhe auch verdient mit 15:28 durch.

Auf der Rückweg ließ es das Team dann etwas ruhiger angehen, gönnte sich selbstgebackenen Stollen und stieß mit Sekt auf den Erfolg an. Am kommenden Samstag trifft das Team um 16 Uhr im Goldenen Pflug auf die TSG Ruhla, die mit einer ausgeglichenen Bilanz derzeit im Mittelfeld der Thüringenliga rangiert.

Aufbau spielte mit: Nater (im Tor), Dietrich (1 Tor), Lange (1), Pörsel, Winkler (8), Vogel (1), Klöppel (1), Ebersbach (7), Voigt (9)

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Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – VfB TM Mühlhausen 09  33:14 (16:9) 12.11.2016 SV Aufbau Altenburg – VfB TM Mühlhausen 09

Kantersieg gegen schwache Gäste

Die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg setzen ihre Serie fort und holen sich mit einem zu jeder Zeit ungefährdeten 33:14-Heimsieg gegen den VfB TM Mühlhausen 09 den fünften Saison. Ganz nebenbei profitiert das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig auch von den Niederlagen der direkten Konkurrenz und erobert vorerst den zweiten Tabellenplatz.

Nach einem etwas holprigen Start in die Partie wurde den Zuschauern in der Sporthalle Süd-Ost schnell klar, dass es an diesem Tag keine schwierige Aufgabe für die Skatstädterinnen werden würde. Nach dem 3:3 setzte sich die Mannschaft schnell zum 7:3 ab und untermauerte spätestens in der 20. Minute beim 13:6 durch Denise Hoffmann die deutliche Favoritenstellung. Dank einer gut aufgelegten Stefanie Nater im Tor fanden die Aufbau-Frauen den sicheren Rückhalt – nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle jedoch auch bleiben, dass die Gäste aus Mühlhausen die Gastgeberinnen kaum vor schwierige Herausforderungen stellten. Viel häufiger verstrickten sich die schier endlosen Angriffsbemühungen in technischen Fehlern. Dies nutzten die Altenburgerinnen den Worten ihres Trainergespanns zufolge jedoch trotz der deutlichen Führung nur zu selten. Dementsprechend war die erste Hälfte der Partie vor allem durch die vielen Unzulänglichkeiten im Passspiel gekennzeichnet.

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Nancy Mahnstein bei einem ihrer vier erfolgreichen Würfe. Copyright: Wolfgang Wukasch

Nach der Pause änderte sich am Spielverlauf wenig. Aufbau dominierte nach Belieben, ohne sich dabei zu verausgaben. Ob des schwachen Gegners nutzte Bärbig erneut die Chance, fleißig durch zu wechseln. Besonders erfreulich – und gleichzeitig aussagekräftig – für das Team war dabei, dass sich alle Feldspielerinnen mit mindestens einem Tor für ihren Einsatz bedankten. Einmal mehr wurde also deutlich, dass die geschlossene Mannschaftsleistung zum Doppelpunktgewinn führte. Trotz des Fehlens von Spielgestalterin Stefanie Lingk und Neuzugang Kerstin Weila setzte sich die Equipe schnell auf zehn und mehr Tore ab. Über die Stationen 25:11 und 31:12 gipfelte der Heimsieg schließlich im 33:14 Endstand.

Nach einer spielfreien Woche trifft das Team am ersten Advent im Pokalwettbewerb auswärts auf die HSG Werratal. Auch hier liegt die Favoritenstellung klar bei den Altenburger. Bleibt abzuwarten, wie sie dann damit umgehen.

Aufbau spielte mit: Nater, Heller (beide Tor), Dietrich (5 Tore), Lange (4), Winkler (4/1), Voigt (5), Mahnstein (4), Pörsel (1), Ebersbach (6), Vogel (2), Hoffmann (2)

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Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – HSV Weimar  35:26 (18:10) 05.11.2016 SV Aufbau Altenburg – HSV Weimar

Aufbau-Frauen finden zu ihrer Form zurück

Nach dem holprigen Start in die Saison scheinen sich die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg endgültig gefangen zu haben. Mit zwei deutlichen Siegen in Folge ist das Team von Trainerduo Bärbig/ Rohr nun wieder in der Spur. Am vergangenen Wochenende schickten die Skatstädterinnen enttäuschend schwache Damen aus Weimar mit einem 35:26-Kantersieg auf die Heimreise und festigten damit ihren Platz im oberen Tabellendrittel.

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Frauen erhalten neue Trikots vom Sponsor Altenburger Brauerei, Copyright: Wolfgang Wukasch

Altenburg gegen Weimar, das stand in den letzten Jahren wenn nicht gar Jahrzehnten meist für ein Spitzenspiel in Thüringen. In diesem Jahr sollte es jedoch nicht zu einem spannenden Spiel kommen, da die Aufbau-Damen gleich von Beginn an äußerst konzentriert zu Werke gingen und die Frauen aus Weimar in diesem Jahr noch gar nicht in die Gänge gekommen sind, derzeit gar auf dem vorletzten Tabellenplatz liegen. Garant für den späteren Kantersieg in der Sporthalle Süd-Ost war eine sehr gute Abwehrleistung der Gastgeberinnen, die in der jungen Torhüterin Adina Heller einen sicheren Rückhalt fand. „Wir haben diese Woche ordentlich trainiert, das hat man dann auch gesehen“, stellte Ronny Bärbig kurz nach dem Halbzeitpfiff schon mal als Zwischenbilanz fest. Dabei verliefen die ersten 25 Minuten ganz nach seinem Geschmack: Gute Abwehrleistung, sicherer Rückhalt durch die Torhüter und dann schnelles Umschaltspiel nach vorn. Letzteres hatten sich offenbar vor allem Claudia Voigt, Carolin Lange und Yvonne Dietrich auf die Fahnen geschrieben. Gingen doch am Ende 25 Tore, 15 davon allein von Voigt, auf ihr Gemeinschaftskonto. Mit dem herausgespielten 18:10 gingen die Damen recht entspannt in die Pause.

Mit der Sicherheit im Rücken, das Spiel im Griff zu haben, gaben die Altenburgerinnen dieses auch nicht mehr aus der Hand. Was wiederum dem Traingespann die Möglichkeit gab, durchzuwechseln und den angeschlagenen Akteuren etwas Schonzeit zu gönnen. Besonders erfreulich war dabei, dass die aus der Jugend ins Team gerückte Franziska Pörsel ihr erstes Tor für die Damen machte. Über die Stationen 20:12, 26:14 und 31:21 setzten sich die Aufbau-Frauen immer weiter ab und bedankten sich schließlich mit einem 35:26-Heimerfolg beim Publikum – und beim Sponsor der Altenburger Brauerei. Die hatte direkt vor dem Spielbeginn nämlich das Team mit neuen Trikots ausgestattet und damit wohl das Siegergen der Damen angestachelt.

Während in der Zwischenzeit auch die direkte Konkurrenz Federn ließ, stecken die Aufbau-Damen auch in diesem Jahr wieder mitten im Geschehen um die Medaillenplätze – auch wenn bis zu deren Vergabe noch ein weiter Weg bevorsteht. „Jetzt gilt es einfach weiter Punkte zu sammeln“, fasste es Bärbig kurz und bündig zusammen. Die Chance dazu hat die Mannschaft bereits am kommenden Samstag, dann trifft Aufbau 16 Uhr in Süd Ost auf den Tabellensechsten aus Mühlhausen.

Aufbau spielte mit: Nater, Heller (beide Tor), Dietrich (5 Tore), Lange (5), Winkler (1/1), Voigt (15/3), Mahnstein (2), Pörsel (2), Ebersbach (2), Vogel (4), Hoffmann

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Annekathrin Leipnitz

SV Hermsdorf – SV Aufbau Altenburg  21:29 (8:15) 29.10.2016 SV Hermsdorf – SV Aufbau Altenburg

Sicherer Auswärtserfolg

Der amtierende Thüringermeister hat sich bei SV Hermsdorf keine Blöße gegeben und ist mit einem sicheren 21:29-Erfolg in die Skatstadt zurückgekehrt. Aufgrund einiger verletzter und angeschlagener Spielerinnen gab das Trainergespann Bärbig/Rohr allen Spielerinnen Anteile an der Partie – doch auch das Bäumchen-wechsel-dich konnte den sicheren Auswärtserfolg nicht gefährden. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung feiert das Aufbau-Team den dritten Sieg der Saison.

Gleich zu Beginn der Partie wurde deutlich, dass die Skatstädterinnen gewillt waren, ihre Leistungen vom Auswärtsdebakel in Gispersleben vergessen zu machen. Entsprechend startete die Mannschaft souverän in die Partie und übernahm direkt die Führung – sowohl auf dem Parkett, als auch auf dem Tableau. Über die Stationen 1:3 und 5:9 baute die Aufbau-Frauen ihre Führung kontinuierlich aus und mussten dafür nicht einmal aus dem Vollen schöpfen. Vielmehr nutze Chefcoach Ronny Bärbig die Chance, einige Spielsysteme zu probieren und vor allem dem Nachwuchs Spielpraxis zu geben. Dem Spielfluss tat dies keinen Abbruch, fanden die Skatstädterinnen doch in allen Belangen immer die bessere Lösung. Aus diesem Grund waren beim  Halbzeitstand von 8:15 bereits alle Messen gelesen.

Gefeiert werden konnte deswegen aber noch lange nicht, musste man die zweiten 30 Minuten doch ebenfalls anständig über die Bühne bringen. Und das taten die Altenburgerinnen – im geschlossenen Mannschaftsverband, hob Bärbig besonders hervor. „Auf die Leistung können wir aufbauen. Wir denken jetzt von Spiel zu Spiel und wollen uns wieder stabilisieren“, erklärte er mit Blick auf die bisherige Achterbahnfahrt – drei Siege, zwei Niederlagen – durch die Saison. Am Ende stand ein ungefährdeter 21:29-Auswärtssieg zu Buche, der ob der Schwächen des Gegners vielleicht etwas zu gering ausfiel. Dennoch bleibt festzuhalten, dass alle Spielerinnen ihren Anteil am Erfolg des Teams hatten und sich nahezu alle Akteure in der Torschützenliste verewigen konnten, was für eine breitaufgestellte Angriffsleistung hindeutet.

Am kommenden Samstag trifft das Team auf den HSV Weimar, der in dieser Saison bereits ungewöhnlich viele Federn ließ und im unteren Tabellendrittel wiederzufinden ist. Kein Grund jedoch den Gegner zu unterschätzen, weiß auch die Aufbau-Riege, die sich in dieser Woche bestens auf die Gäste aus Weimar vorbereiten will. Anpfiff durch die Meuselwitzer Schiedsrichter Höcker/Quaas ist 16 Uhr im Goldenen Pflug.

Aufbau spielte mit: Nater, Heller (beide Tor), Dietrich (4 Tore), Lange (5), Winkler (9/2), Mahnstein, Pörsel, Ebersbach (2), Lingk (1), Vogel (2), Hoffmann, Voigt (6)

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Annekathrin Leipnitz

TSV Motor Gispersleben – SV Aufbau Altenburg  35:24 (17:15) 08.10.2016 TSV Motor Gispersleben – SV Aufbau Altenburg

Desolate Vorstellung bringt zweite Niederlage

Vor zwei Wochen hatte man den TSV Motor Gispersleben noch mit einem Kantersieg deklassiert, nun sind die Frauen des SV Aufbau Altenburg auswärts selbst „unter die Räder gekommen“. Beim Rückspiel gegen die Rand-Erfurterinnen kassierte das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig eine derbe 35:24-Niederlage – bereits die zweite in der noch jungen Saison.

Dabei gestaltete sich die erste Hälfte ausgeglichen. Zwar lieferten sich beide Mannschaften zunächst ein Bäumchen-wechsel-dich in der Führungsarbeit, jedoch war es bis zum 5:5 immer den Altenburgerinnen vergönnt, den knappen Ein-Tor-Vorsprung zu beanspruchen. Den ersten Bruch im Spiel gab es dann bei einer Zwei-Minuten-Strafe für Laura Winkler, die die Mannschaft scheinbar völlig aus dem Konzept zu bringen schien. Da halfen auch zwei gehaltene Siebenmeter nichts, Gispersleben setzte sich erstmals zum 9:7 ab. Während die Gastgeber nun also den Ton angaben, rannte die Aufbau-Sieben fortan dem Rückstand hinterher, war aber zumindest bis zum Pausentee beim Stand von 17:15 noch versucht, diesen möglichst gering und damit umwandelbar zu halten. Dass sich die Mannschaft in Normalverfassung bereits in den ersten 30 Minuten hätte Sicherheit holen können, sei hierbei mal nur am Rande erwähnt.

Was sich die Mannschaft dann allerdings in Halbzeit zwei leistete, grenzt an Arbeitsverweigerung – oder wie es Trainer Bärbig ausdrückte: „Es war ein Debakel!“ Statt sich aufzuraffen und in den Angriffsmodus umzuschalten, regierte bei den Skatstädterinnen von nun an der Fehlerteufel. Keine Spielerin fand annähernd zu Normalform, von einem Abwehrverband zu sprechen, war schlicht nicht mehr möglich und auch im Angriffsgeschehen war mangels Bewegung kein roter Faden mehr zu erkennen. Folgerichtig setzten sich die Gisperslebener immer deutlicher Front. Über die Stationen 22:17 und 30:22 erarbeitete sich der derzeitige Tabellendritte das 34:24 auf der Anzeigetafel. Doch damit nicht genug, dass den Aufbau-Damen an diesem Tag eindeutig die Einstellung zum Spiel und zum Gegner fehlte, offenbarte sich dann spätestens drei Sekunden vor dem Abpfiff, als man den mehr als unnötigen 35. Treffer kassierte. Damit verlor das Team nicht nur zum zweiten Mal, sondern zusätzlich auch den direkten Vergleich (Hinspiel 38:28). „Ich bin total bedient über die Art und Weise wie wir uns präsentiert haben“, erklärte ein sichtlich enttäuschter Bärbig, der nun eine Reaktion der Mannschaft einfordert.

Möglichkeiten dazu bieten sich einerseits im Training und andererseits am 29. Oktober im Punktspielbetrieb, wenn man auswärts auf den SV Hermsdorf trifft. Der hat bisher nur einen Sieg auf der Haben-Seite und musste sowohl gegen Jena als auch gegen Gispersleben herbe Niederlagen einstecken. Will sich das Aufbau-Team also an den momentanen Spitzenreitern der Liga, Jena, Apolda und Gispersleben, messen – und das muss man als Titelverteidiger ohne Frage – kann nichts anders als der nächste deutliche Doppelpunktgewinn das Ziel sein.

Aufbau spielte mit: Nater, Heller (beide Tor), Dietrich (4 Tore), Lange (1), Winkler (4/3), Mahnstein, Pörsel, Ebersbach (5/1), Lingk (5), Vogel, Hoffmann (1) und Voigt (4)

Ein Artikel von:
Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – TSV Motor Gispersleben  38:28 (23:12) 24.09.2016 SV Aufbau Altenburg – TSV Motor Gispersleben

“Wir hatten einen Sahnetag“

Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung haben die Handballfrauen des SV Aufbau Altenburg den Vizemeister des Vorjahres unerwartet deutlich auf die Heimreise geschickt. Mit einem Endergebnis von 38:28 deklassierte das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig den bis dato ungeschlagenen Gegner aus Norderfurt stellenweise deutlich und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. „Das war nach der Niederlage in Jena das richtige Signal“, fasst es Bärbig kurzerhand nach der Partie zusammen und ergänzte: „Wir hatten aber auch einen richtigen Sahnetag“!

Von Beginn an ließ die Mannschaft des Kapitäns-Duos Yvonne Dietrich und Denise Hofmann keinen Zweifel daran, die schwache Leistung aus der Vorwoche wettmachen zu wollen. Entsprechend startete die Aufbau-Sieben wie die Feuerwehr und erarbeitete sich die 3:0-Führung. Grundlage dafür war vor allem eine bestens eingestellte Abwehr, die sehr gut mit Torhüterin Stefanie Nater harmonierte. Dass sich zudem nahezu alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten, erklärte dann die Schwierigkeiten der Gegnerinnen. Die Skatstädterinnen strahlten von allen Positionen Gefahr aus, präsentierten sich mit einem bestens aufgelegten Rückraum und hatten in Yvonne Dietrich die Konterläuferin vom Dienst für sich gepachtet. Mit insgesamt neun Toren avancierte sie letztlich auch zur besten Werferin in ihrem Team. Ebenfalls zu erwähnen sei an dieser Stelle die Treffsicherheit von Laura Winkler bei den Siebenmeterwürfen, bei denen sie zum zweiten Mal in Folge wieder mit 100 Prozent Trefferquote glänzte. Kein Wunder, dass sich die Equipe nach 30 gespielten Minuten bereits mit 23:13 in Front geschoben hatte und das Spiel damit eigentlich schon für sich entschieden hatte. Zumindest wenn man noch so eine zweite Hälfte aufs Parkett bringen kann.

Und das wollten sie! Aufbau ging trotz der Führung hochmotiviert in Halbzeit zwei und ließ Gispersleben, die wohlbemerkt nicht ihren besten Tag erwischten, überhaupt nicht ins Spiel kommen. Kaum zu übersehen war für die Zuschauer nun die Spielfreude der Heimmannschaft, die ihren Rausch förmlich genoss und sich Tor um Tor davonstahl. „Heute hat einfach alles gestimmt. Wir waren deutlich stabiler und ich bin stolz auf meine Mädels“, erklärte Bärbig nach dem Spiel freudestrahlend. Letzlich strahlte an der Anzeigetafel ein hochverdienter 38:28-Kantersieg gegen Gispersleben, auf die man bereits in zwei Wochen wieder trifft. Dann wird ein Reisebus nicht nur die Spielerinnen und die Mannschaftsbetreuer, sondern auch die Fans in die Landeshauptstadt fahren, um die nächsten zwei Pluspunkte in Angriff zu nehmen. Sollten sich die Aufbau-Frauen dann wieder auf solch eine bärenstarke Abwehr verlassen können, steht einem weiteren Sieg nichts im Wege. Doch vor heimischen Publikum sind die geschlagenen Gisperslebenerinnen jetzt vielleicht doppelt heiß auf eine Revanche. Es bleibt also spannend, wer dann als Sieger vom Parkett geht. „Wir werden auf jeden Fall nicht nachlassen und unsere Freude am Spiel einfach mitnehmen“, prognostizierte der Chefcoach abschließend.

Aufbau spielte mit: Nater, Heller (beide Tor), Dietrich (9), Lange (1), Winkler (8/5), Mahnstein, Pörsel, Ebersbach (6), Lingk (7), Vogel (1), Hoffmann (1), Voigt (5)

Ein Artikel von:
Annekathrin Leipnitz

HBV Jena 90 – SV Aufbau Altenburg  28:26 (13:13) 17.09.2016 HBV Jena 90 – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen verlieren verdient in Jena

Nach dem erfreulichen Saisonauftakt und dem Sieg gegen den 1. SSV Saalfeld in der Vorwoche wollten die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg eine Erfolgsserie wie in der Vorsaison starten, doch dabei war wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken. Beim HBV Jena 90 zeigte das Team von Trainergespann Bärbig/Rohr nur in den ersten zehn Minuten ihr Können und kassierte am Ende verdient die erste Niederlage der noch jungen Spielzeit. Mit einem 28:26-Endstand und reichlich Frust im Gepäck trat die Mannschaft die Heimreise aus der Lichtstadt an.

Dabei begann die Partie recht vielversprechend. Bereits nach fünf Minuten konnten sich die Skatstädterinnen mit 2:5 in Front schieben und sich dabei auf ihre Torfrau Stefanie Nater verlassen, die zu diesem Zeitpunkt bereits einen Siebenmeter entschärft hatte. Nur wenige Minuten später versah sich die Aufbau-Sieben jedoch nicht schlecht und musste dank dreier Tore vom Punkt den Ausgleich hinnehmen. Dabei offenbarte sich das an diesem Tag wohl größte Problem der Damen aus Altenburg – die Abwehr. „Wir hatten einfach keine Einstellung zum Gegner“, fasste es Cheftrainer Ronny Bärbig kurz und bündig zusammen. Besonders echauffierte er sich dabei über das Deckungsverhalten seiner Außenspielerinnen, die ein ums andere Mal zu spät kamen und dadurch Jena ins Spiel brachten. Denn während die Ostthüringer nach ihrer Form suchten, fanden die Jenenserinnen nun immer besser in die Partie. Bis zur Halbzeit vermochte es dennoch keines der beiden Mannschaften sich gewinnbringend abzusetzen, weshalb nach 30 Minuten das 13:13-Unentschieden an der Anzeigetafel aufleuchtete.

Nach dem Pausentee, den Bärbig zu einer deutlichen Ansprache an seine Spielerinnen nutzte, änderte sich am Auftreten der Aufbau-Sieben nicht wirklich etwas. Zwar konnte das Team bis zum 18:18 das zweite Saisonspiel offen gestalten, danach nahm jedoch endgültig der HBV Jena das Zepter in die Hand. Konsequent nutzte das Team die hohe Fehlerquote der Altenburgerinnen aus und konnte sich so erstmal deutlicher zum 21:19 absetzen. Trotz eines erneuten Aufbäumens war an diesem Tag der hundertprozentige Wille der Mannschaft nicht zu erkennen, weshalb Jena die Führung weiter ausbaute und sich letztlich verdient den 28:26-Sieg gegen den Vorjahresmeister sicherte. „Wir werden jetzt nicht alles in Frage stellen, aber über einige Dinge müssen wir genauer reden, um wieder in die Spur zu finden“, betonte Bärbig sichtlich enttäuscht.

In der kommenden Woche trifft die Aufbau-Truppe vor heimischem Publikum auf den derzeitigen ungeschlagenen Tabellenführer aus Gispersleben. Die Aufgaben werden also vorerst nicht leichter, wenngleich das Team ja genau an diesen wachsen will. Und wer erinnert sich nicht gern an die Vorjahressaison zurück, in der man auch zu Beginn zwei frühe Niederlagen kassierte, dann aber zu einem Durchmarsch zum Titel ausholte?!

Aufbau spielte mit: Nater (Tor), Dietrich, Lange (1), Winkler (7/6), Mahnstein (1), Pörsel, Ebersbach (1), Lingk (5), Vogel (4), Hofmann (1), Voigt (6)

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Annekathrin Leipnitz

TSV Motor Gispersleben – SV Aufbau Altenburg  30:27 (15:13) 30.04.2016 TSV Motor Gispersleben – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen feiern trotz Niederlage ausgiebig

Die Handballfrauen des SV Aufbau Altenburg haben im letzten Spiel der Saison zwar noch eine Niederlage kassiert, am Ende aber dennoch allen Grund zum Feiern gehabt. Bereits vor der Partie beim Tabellenzweiten aus Gispersleben wurde das neuformierte Team von Trainerteam Ronny Bärbig/ Antonio Rohr für ihre Saisonleistung mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Schließlich hatten die Altenburgerinnen uneinholbar – was vor dieser Spielzeit niemand für möglich gehalten hatte – den 1. Platz in der Thüringenliga belegt. Ausgiebig gefeiert wurde bei der Auszeichnung durch den Thüringer Handball-Verband jedoch noch nicht – auch wenn die zahlreichen mitgereisten Fans (ein kompletter Reisebus war bis auf den letzten Platz gefüllt) bereits zu Gesängen anstimmten.

Zunächst einmal hatten sich die Skatstädterinnen trotz der angeschlagenen Stammspielerinnen Benita Ebersbach und Stefanie Lingk sowie der krankheitsbedingt fehlenden Torhüterin Stefanie Nater nichts anderes als einen Sieg vorgenommen. Kurzerhand sprang deshalb wieder einmal die Jugend in die Presche – diesmal in Form von Adina Heller, die sich bereitwillig in den Dienst der Mannschaft stellte. Der Start verlief dann trotz der frühen 1:0 Führung mehr als holprig – auf beiden Seiten. Der Auftakt zeichnete sich vor allem durch enorm viele Ballverluste und vergebene Chancen aus. Danach waren es aber die Gastgeber, die sich durch gute Aktionen in Front schieben konnten. Eines Staffelsiegers würdig bewies das Altenburger Team aber Kampfgeist und glich postwendend immer wieder aus. Über die Stationen 3:3, 7:7, 10:10 präsentierten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe – ab und an aber auch am Rande des Erlaubten. Bis zur Halbzeit konnte sich der Tabellenzweite und Silbermedaillengewinner auf 15:11 absetzen, bevor die Aufbau-Sieben noch einmal den Turbo zündet und zum 15:13-Halbzeitstand verkürzt.

So feierten sich die Mädels auf der Rückfahrt

Nach dem Wiederanpfiff glich Aufbau schnell zum 15:15 aus, hatte aber an diesem Tag nicht die Mittel parat, um sich noch einmal selbst in Front zu schieben. Beide Mannschaften lieferten sich einen spannenden Fight, der letztlich mit dem TSV Motor Gispersleben den verdienten Sieger fand. Kein Grund jedoch für die Altenburgerinnen an irgendetwas zu zweifeln oder mit ihrer Leistung zu hadern. Den Direktvergleich mit dem Tabellenzweiten hat man dennoch gewonnen, ein Pluspunkt mehr hat man auch in der Tasche – mehr Argumente braucht es dann auch nicht, um einen zwar überraschenden aber am Ende verdienten Staffelsieg zu feiern. Gesagt, getan: Mit dem Schlusspfiff fielen sich die Aufbau-Mädels in die Arme und belohnten sich mit einer furiosen Meisterfeier für die harte Saison. „Ich mache meiner Truppe überhaupt keinen Vorwurf“, erklärte Bärbig kurz nach dem Abpfiff. „Wir haben eine super Saison gespielt und jetzt wird gefeiert!“.

Gemeinsam mit den zahlreichen Fans ging es zurück auf den Weg nach Altenburg, Sektkorken knallten im Minutentakt, Gesänge wurden stets lauter und ein Ende der Glückseligkeit auf Altenburger Sicht war schlichtweg nicht zu erkennen. Auch in Altenburg versammelte sich die feierwütige Truppe noch weiter, zog vom Teehaus ins Pub und fand schließlich im Letscho seinen krönenden Abschluss. Ganz nebenbei stahl Abteilungsleiter Olaf Schmidt den Mädels den Deckel ihres Pokal, den sie sich nun irgendwie zurück ergattern müssen. Wir sind gespannt, was sich die Frauen in den kommenden Tagen dazu einfallen lassen.

Nach zwei Wochen Pause, die sich die Mannschaft redlich verdient hat, geht es direkt weiter mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Entgegen dem klassischen Wege – auf Staffelsieg folgt Aufstieg – spielen die Aufbau-Frauen auch in der kommenden Saison wieder in der Thüringenliga. Auf ihrem Weg zurück in die Mitteldeutsche Oberliga soll sich die Equipe auch in der kommenden Saison noch einmal in ihrem Spielsystem festigen und die jungen Talente aus der Jugend weiter integrieren. Und wer weiß, vielleicht ließe sich dieses phänomenale Ergebnis ja noch einmal wiederholen. Allein wegen der Feier wäre das doch schon lohnenswert!

Aufbau spielte mit: Perkowski, Heller, Dietrich (6 Tore), Fränzel, Lange, Becker, Winkler (3), Ebersbach (1), Vogel (1), Pörsel, Hoffmann, Zeise, Lingk (6), Voigt (10)

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Annekathrin Leipnitz

HSV Apolda – SV Aufbau Altenburg  19:24 (7:11) 16.04.2016 HSV Apolda – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen sind Landesmeister!

Schalalala, schalalalalalalala – so grölte es am vergangenen Samstag gegen 17.30 Uhr in der Werner-Seelenbinder-Sporthalle Apolda. Genau dort feierten nämlich die Handballfrauen des SV Aufbau Altenburg die vorzeitige Meisterschaft in der Thüringenliga. Mit 19:24 siegte das Team von Trainerduo Ronny Bärbig und Antonio Rohr gegen den Tabellensiebten und sicherte sich einen Spieltag vor Ende der Saison die Goldmedaille. Noch vor dem letzten Auswärtsspiel gegen den engsten Verfolger aus Gispersleben thronen die Skatstädterinnen nun uneinholbar auf dem 1. Platz.

Dabei erwischten die Altenburgerinnen keinen guten Start, lagen frühzeitig mit 0:2 zurück, ließen sich durch die prompt genommene Auszeit allerdings schnell wieder in die richtige Spur führen. Und diese sollten sie bis zum Ende des Spiels auch nicht mehr verlassen. Nach dem Ausgleich zum 2:2 gaben die Aufbau-Frauen den Ton an und gaben die Führung nicht mehr aus der Hand. Gleichbedeutung war dies mit der Tatsache, dass der Meistertitel in greifbare Nähe rückte. Denn die Gastgeber hatten nicht die Mittel parat, um dem Tabellenersten ernsthaft gefährlich zu werden. Großen Anteil daran hatte ein starker Abwehrverbund, der auf zwei bestens aufgelegte Torfrauen bauen konnte und die Möglichkeit von einfachen Toren über schnelle Konter lieferte. Zur Halbzeit signalisierte die Anzeigetafel das 7:11 und ebnete damit den Weg zum ersten Meistertitel nach 2009 – damals siegte man knapp in Saalfeld und stieg in die Regionalliga Südwest auf.

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So sehen Sieger aus – das Aufbau-Meisterteam 2016!

Nach der Halbzeit kassierte die Aufbau-Sieben zwar direkt zwei Gegentore, fing sich dann aber genauso schnell wie in der ersten Hälfte wieder und setzte den Siegeszug in Richtung Thüringenmeisterschaft fort. Über die Stationen 10:13, 12:16 und 14:20 schob sich das Team immer weiter in Front und ließ keinen Zweifel an der vorzeitigen Meisterschaftsfeier in Apolda. Hervorzuheben war dabei laut Trainer Ronny Bärbig vor allem die unglaubliche Aufopferung seines Team für das gemeinsame Ziel, dass sich ja erst im Laufe der Saison entwickelt hatte. „Wir wollten diesen Titel unbedingt! Alle Spielerinnen haben sich dafür eingesetzt. Oft genug mussten Arbeit, Studium, Kinder, Familie und Freunde hinten anstehen und dennoch haben alle Mädels mitgezogen. Das ist nicht alltäglich und das macht mich sehr stolz“, bilanzierte Meister-Trainer Bärbig nach der Partie. Von diesen Worten nahmen seine Spielerinnen nach dem Abpfiff keine Kenntnis, waren sie nach dem 19:24-Erfolg – dem 13. in dieser Spielzeit – doch verständlicher Weise mit Feiern beschäftigt.

Gekrönt wird die Saison nun am 30. April mit dem Abschlussspiel gegen den Tabellenzweiten aus Gispersleben. Das Spiel wollen die Aufbau-Mädels natürlich auch noch gewinnen und gemeinsam mit zahlreichen Fans – ein Reisebus fährt mit zum Spiel – die Meisterschaft noch einmal gebührend feiern.

So wurde übrigens gefeiert: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1325730720786700&id=191764040850046

Aufbau spielte mit: Nater, Perkowski, Dietrich (3 Tore), Fränzel, Lange (2), Becker, Winkler (8), Ebersbach (3), Vogel, Pörsel, Zeise, Hoffmann, Lingk (4), Voigt (4)

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Annekathrin Leipnitz

Nordhäuser SV – SV Aufbau Altenburg  19:28 (10:14) 09.04.2016 Nordhäuser SV – SV Aufbau Altenburg

Kantersieg in Nordhausen

Den Titel weiter fest im Blick: Die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg haben einen Kantersieg beim Tabellenvierten in Nordhausen eingefahren und ihre Spitzenposition gefestigt. Durch den Doppelpunktgewinn in Nordthüringen kann die Mannschaft in der kommenden Woche beim Auswärtsspiel in Apolda (Tabellenvorletzter) mit einem weiteren Sieg bereits die Meisterschaft feiern.

Ganz anders als in der Vorwoche legte das Aufbau-Team diesmal los wie die Feuerwehr und machte beim 0:4 gleich mal deutlich, dass an einem weiteren Sieg -  ganz nebenbei bemerkt der zwölfte im 14. Spiel – nichts vorbeigehen sollte. Mit viel Schwung im Angriff und einer guten Abwehrarbeit, die sich vor allem durch die beiden sehr guten Torhüterinnen Stefanie Nater und Gina Perkowski auszeichnete, drückten die Skatstädterinnen dem Spiel von Beginn an ihren Stempel auf. Während Aufbau ab und an die Zügel sogar ein wenig schleifen lassen konnte, vermochte es der Gegner in keiner Phase der Partie den Ausgleich zu erzielen. Die Führung oblag die gesamte Spielzeit den Altenburgerinnen, die sich von keinerlei Randbedingungen oder Spielsituationen aus dem Konzept bringen ließen. Die 10:14 Halbzeitführung fiel dabei gar noch etwas zu niedrig aus.

Nach der Pause gab sich die Mannschaft, die im Angriff vor allem durch die bestens aufgelegten Schützinnen Laura Winkler und Claudia Voigt sowie die Spielmacherin Stefanie Lingk überzeugten, mit der Vier-Tore-Führung nicht zufrieden und setzte sich immer weiter ab. Über die Stationen 13:18, 15:22 und 17:25 zeigte sie sich in einer bestechenden Mannschaftform. Im Abwehrverband waren es dann allen voran Yvonne Dietrich, Denise Hoffmann und Nicole Zeise, die dem Team die nötige Stabilität verliehen und an den Pluspunkten 23 und 24 ihren Löwenanteil hatten. Hervorzuheben sei an dieser Stelle auch die Leistung der beiden Youngster Jenniffer Vogel und Franziska Pörsel, die sich beeindruckend schnell ins Team integriert haben – erstere gar gleich mit zwei Toren.

Nur einen Schritt ist die Equipe nun noch vom Meistertitel entfernt, denn ein Sieg im nächsten Spiel (16.04., 16 Uhr in Apolda) wäre gleichbedeutend mit Gold. Da die Mannschaft von Trainerduo Bärbig/ Rohr nur vier Minuspunkte auf dem Tableau hat, wäre sie mit zwei weiteren Pluspunkten bereits uneinholbar Erster der Thüringenliga – noch vor dem eigentlich Spitzenspiel gegen Gispersleben.

Es ist wahrlich eine besondere Saison, denn mit diesem Verlauf war ob dem neuerlichen Wechsel auf der Trainerbank und der erneuten Umstrukturierung im Team keinesfalls zu rechnen. Umso schöner für den Sport in Altenburg, dass es mit dem Frauenhandball offensichtlich wieder bergauf geht.

Aufbau spielte mit: Nater, Perkowski, Dietrich (3 Tore), Fränzel, Lange (2), Becker (1), Winkler (4), Ebersbach (3), Vogel (2), Pörsel, Zeise, Hoffmann (1), Voigt (10), Lingk (2)

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Annekathrin Leipnitz

1. SSV Saalfeld – SV Aufbau Altenburg  21:22 (13:8) 02.04.2016 1. SSV Saalfeld – SV Aufbau Altenburg

Last-Minute-Sieg für Aufbau-Frauen

Die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg haben mit einem knappen 21:22-Erfolg (13:18) beim 1. SSV Saalfeld ihre Siegesserie fortgesetzt und den Gegner kurzerhand von den Medaillenrängen gestoßen. Nach einer desolaten ersten Halbzeit steigerte sich das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig und gewann letztlich nach dem Motto des lateinischen Sprichwortes „Fortes fortuna adiuvat“ – den Tüchtigen hilft das Glück.

Im Nachholespiel der Thüringenliga trafen die Skatstädterinnen auf den Tabellendritten aus der Feengrottenstadt und waren gewillt, die Niederlage vom Hinspiel in eigener Halle unbedingt wett zu machen. Auf dem Parkett konnten das die Aufbau-Frauen aber zunächst nicht umsetzen. Bis zum 7:7 war das Spiel zwar ausgeglichen, danach diktierte jedoch der Gastgeber die kampfbetonte Partie. Während Aufbau weder im Abwehrverband noch in den Angriffsbemühungen zu Erfolgen kam, nutzten die Saalfelderinnen ihre Chancen nun konsequent. Sechs Tore in Folge gelangen den Gastgeberinnen – während Aufbau in der gleichen Zeit lediglich ein Treffer glückte. Zur Halbzeit stand dementsprechend ein enttäuschendes 13:8 auf dem Tableau – sollte es das etwa gewesen sein mit der Siegesserie?

Genau diese Frage schien Bärbig in der Pause auch anzusprechen, versuchte er doch lautstark seine Mannschaft wieder in die richtige Bahn zu bringen. Und dies schien seine Wirkung nicht zu verfehlen. Mit einer starken Abwehrleistung und zwei sehr gut aufgelegten Torfrauen im Rücken kämpfte sich die Aufbau-Sieben zurück ins Spiel und glich beim 14:14 wieder aus! Es war vollbracht, die Partie war wieder ausgeglichen. Es konnte von vorn beginnen. Doch genau in dieser Phase vermochten es die Altenburgerinnen nicht, weiter an die gezeigte Leistung anzuknüpfen. Vielmehr setzten sich wieder die Gastgeberinnen in Front (19:16). Mit einer unglaublichen Moral machten die Aufbau-Mädels auch diesen Vorsprung wieder wett, glichen beim 19:19 wieder aus. Aber auch auf dieses Hoch folgte ein Tief, dass Saalfeld ausnutzte, um sich erneut mit 21:19 in Front zu schieben. Tja, und was nun kommt, können Sie ja bereits am Ergebnis ablesen – noch einmal kämpften sich die Altenburgerinnen zurück in die Partie und wurden für dieses wahnsinnig kräfteraubende Spiel am Ende gar noch mit zwei Pluspunkten belohnt. Sicher eine glückliche Fügung, wäre nach diesem Spielverlauf doch ein Unentschieden wohl leistungsgerechter gewesen. Doch wenn sich eine Mannschaft immer wieder zurückkämpfen kann und am Ende gar noch eine Schippe drauflegt, hat sie sich den glücklichen Ausgang eines Spiels eben schlicht verdient.

„Das war wie eine Achterbahnfahrt“, fasste es Chefcoach Bärbig nach dem Spiel zusammen. „Wir hatten eine gebrauchte erste Hälfte, aber mit Kampf und Moral haben wir uns zurück gekämpft“, lobte er sein Team, das weiterhin als unerwarteter Spitzenreiter die Tabelle anführt. Nach einem spielfreien Wochenende trifft das Team am 16. April in Apolda auf den derzeitigen Tabellenvorletzten. Drei Spiele sind es noch, allesamt auswärts, auf dem Weg zu Gold.

Aufbau spielte mit: Perkowski, Nater, Dietrich (6 Tore), Lange, Becker (1), Winkler (1), Ebersbach (5), Pörsel, Hoffmann, Lingk (7), Voigt (2)

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Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – 1. SSV Saalfeld  30:22 (15:13) 20.03.2016 SV Aufbau Altenburg – 1. SSV Saalfeld

Aufbau-Frauen festigen Spitzenplatz

Mit einem deutlichen 30:22-Sieg in heimischer Halle haben die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg die Tabellenführung in der Thüringenliga gefestigt. Gegen den Tabellenvorletzten aus Apolda konnte das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig eigentlich nur an der eigenen körperlichen Verfassung (zahlreiche Grippeangeschlagene) oder dem selbstverschuldeten Chancentod scheitern, letztlich zogen sich die Skatstädterinnen im Sonntagsspiel aber achtbar aus der Affäre.

Ohne Abwehrchefin Nicole Zeise, Saskia Becker und Jessy Fränzel startete die Aufbau-Sieben in die Partie und machte gleich zu Beginn deutlich, dass alles andere als ein Sieg nicht eingeplant war. Über die Stationen 5:2 und 8:4 setzten sich die Altenburgerinnen schnell ab. Allerdings erhielten sie wenige Minuten später für ihre Unsicherheit beim Abschluss die Retourkutsche. Während Aufbau zahlreiche Chancen liegen ließ, reihenweise am Pfosten oder der gegnerischen Torfrau scheiterte, nutzten die Gäste in dieser Phase ihre Möglichkeiten konsequent. Beim 8:8 nach 20 Minuten war damit der Vorsprung egalisiert. Da half auch die Auszeit des Trainerduos Bärbig/Rohr wenig, setzten sich die Gäste aus der Glockenstadt doch danach sogar zum 9:11 in Front. Dann drehte das Aufbau-Team allerdings wieder auf, fokussierte sich und wandelte den Rückstand in eine 15:13-Halbzeitführung um. Keine Frage, nichts anderes hatten die Zuschauer erwartet. Letztlich hatte diese erste Hälfte aber deutlich mehr Kraft gekostet, als zuvor angenommen.

Nach der Pause baute die Aufbau-Sieben die Führung weiter aus, was vorrangig an den guten Leistungen der beiden Torfrauen Stefanie Nater und Gina Perkowski und der wiedergewonnenen Treffsicherheit im Angriff, allen voran durch Benita Ebersbach und Claudia Voigt, lag. Spätestens beim 26:17 waren dann alle Messen gelesen und der letzte Heimsieg der Saison für die Altenburgerinnen perfekt. Nach 60 gespielten Minuten hieß der Sieger verdientermaßen SV Aufbau Altenburg – auch wenn die Mannschaft zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten bot. Am Ende spielt dies natürlich keine Rolle mehr, denn wichtig sind ja bekanntermaßen nur die gewonnenen Punkte. Genau in dieser Kategorie rangieren die Aufbau-Frauen weiterhin an der Spitze der Thüringenliga und haben bei vier offenen Partien, allesamt auswärts, alles selbst in der Hand. „Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit“, fasst es Trainer Bärbig zusammen. „Ich bin gespannt, ob mein Team schon bereit ist, Meister zu werden“.

Zu gönnen wäre es der Gruppe, die sich in den letzten Jahren oft zurückkämpfen musste, allemal. Ob der damit verbundene Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga aber nicht etwas zu früh kommt, müssen dann die Verantwortlichen entscheiden. Nach einer spielfreien Osterwoche trifft die Mannschaft dann am 02. April auf den 1. SSV Saalfeld, der überraschend am vergangenen Wochenende beim LSV Ziegelheim Federn ließ, aber dennoch zum Favoritenkreis um die Meisterschaft in der Liga zählt. Da die Equipe in der Hinrunde das Heimspiel gegen die Saalfelderinnen (23:27) verlor, ist an dieser Stelle auch unabhängig davon noch eine Rechnung offen.

Aufbau spielte mit: Nater, Perkowski, Dietrich (4 Tore), Lange (2), Winkler (4), Ebersbach (7), Hoffmann (1), Lingk (4), Voigt (8), Pörsel, Vogel

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Annekathrin Leipnitz

LSV Ziegelheim – SV Aufbau Altenburg  21:34 (8:15) 27.02.2016 LSV Ziegelheim – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen erobern Tabellenspitze

Mit dem zweiten Derbysieg binner zweier Wochen haben die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg zum einen ihre Vormachtstellung im Altenburger Land untermauert und andererseits den Sprung an die Tabellenspitze der Thüringenliga perfekt gemacht. Beim 21:34 beim LSV Ziegelheim ließ das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig keinen Zweifel an seiner Favoritenlage und verwies die Gastgeber – im Gegenzug zum Spiel in heimischer Halle – deutlich in die Schranken.

Zunächst gestaltete sich die Partie, die das Aufbau-Team ohne Carolin Lange und Benita Ebersbach bestreiten musste, ausgeglichen. Vor 200 Zuschauern tasteten sich beide Mannschaft in der Anfangsphase erst einmal ab, sodass es beim 5:5 in der zehnten Minute keinerlei Tendenz für oder gegen eine Mannschaft zu erkennen war. Danach steigerte sich jedoch die Abwehrleistung der Skatstädterinnen, die mit Gina Perkowski eine bestens ausgelegte Torfrau im Rücken hatten und durch leichte Tore in Front ziehen konnten. Während Aufbau bis zur Halb noch 10 Tore glückten, machten die Gastgeber aus dem Wieratal nur noch drei! Bereits zum Pausentee hatten die derzeitigen Tabellenführer damit ihre Ambitionen deutlich gemacht und das Spiel eigentlich schon für sich entschieden.

In der zweiten Hälfte wollte die Sieben um Kapitänsduo Denise Hoffmann/ Yvonne Dietrich die Route in Richtung Kantersieg aber fokussiert weiterfahren. Aus einer stabilen Abwehr heraus zu leichten Toren kommen, war die Devise. Und genau die wurde auch konsequent umgesetzt. Besonders erfreulich war dabei das erste Tor von Youngster Vivien Klöppel. Den Löwenanteil am deutlichen Erfolg der Altenburgerinnen hatten aber auch in dieser Woche Flügelflitzerin Yvonne Dietrich sowie die beiden Rückraumasse Stefanie Lingk und Claudia Voigt, die allein 23 Tore auf sich vereinten.

Nach einem spielfreien Wochenende kommt es am 12. März zum Schlagabtausch um die Tabellenführung beim 1. SSV Saalfeld. Der derzeitige Tabellendritte hat gegen das Aufbau-Team bereits einen knappen Sieg aus dem Hinspiel in petto und will die Skatstädterinnen auch in heimischer Halle besiegen. Um die Tabellenführung zu halten, wäre ein Sieg in der Feengrottenstadt jedoch enorm wichtig. Bleibt zu hoffen, dass die Spielfreude der Altenburgerinnen weiter so ungebrochen bleibt und die Truppe auch in Saalfeld ihre Sieges-Serie halten kann.

Aufbau spielte mit: Nater, Perkowski, Dietrich (7 Tore), Fränzel (1), Becker (4), Winkler (5), Pörsel, Klöppel (1), Zeise, Hoffmann, Lingk (8), Voigt (8)

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Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – HBV Jena 90  30:26 (17:18) 20.02.2016 SV Aufbau Altenburg – HBV Jena 90

Sechster Sieg in Serie

Drei Monate in Folge ist die Handball-Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg nun schon ungeschlagen. Eine Serie, mit der vor der Saison sicher die wenigstens gerechnet hätten. Doch das neuformierte Team von Trainerduo Ronny Bärbig/Antonio Rohr hat sich gefunden, zu einer Einheit entwickelt und ist bereit ein großes Wörtchen bei der Medaillenvergabe mitzusprechen. Grund zu derartigen Jubeltönen gibt der nunmehr sechste Sieg in Folge. Gegen den HBV Jena gelang dem Team um Kapitänsduo Denise Hoffmann/ Yvonne Dietrich ein am Ende sicherer 30:26-Erfolg.

Mit dem kompletten Kader und vor rund 100 Zuschauern hatte sich das Aufbau-Team einiges vorgenommen. Doch genau wie in der Vorwoche beim Derbysieg gegen den LSV Ziegelheim missglückte der Start in die Partie. Während die Gäste aus Jena loslegten wie die Feuerwehr, verschliefen die Altenburgerinnen den Auftakt völlig: Die Abwehr agierte nicht gemeinschaftlich, reihenweise waren die Skatstädterinnen einen Schritt zu spät und vor allem gegen die zahlreichen Konter der gut aufgelegten jungen Mannschaft aus Jena fanden die Aufbau-Mädels kein Mittel. Eine entsprechend deutliche Sprache sprach die Anzeigetafel. Über das ausgeglichene 3:3 in der achten Minute setzten sich die Jenenserinnen  über die Stationen 4:7 und 6:10 gar zum 9:14 in Front. Auch eine Auszeit von Cheftrainer Ronny Bärbig konnte dem Negativtrend seines Teams kein Ende setzen. Kurz vor der Halbzeit konnte die Aufbau-Sieben dann aber doch den Schalter umlegen. In Abwehr und Angriff fing sich das Team, besann sich auf die eigenen Stärken und kämpfte sich zumindest bis zum versöhnlichen 17:18-Rückstand wieder heran.

Während die Zuschauer bereits das Spiel aus der Vorwoche Revue passieren ließen, in dem sich der Handlungsstrang nahezu identisch aufbaute, fokussierte sich die Altenburger Truppe auf die zweiten 30 Minuten. In denen sollte alles besser werden: mehr Aggressivität in der Abwehr, mehr Sicherheit im Spielaufbau, keine leichten Fehler und Konsequenz im Abschluss – dann würde es schon laufen, so das Credo. Gesagt, getan! Nach der Pause rollte der Aufbau-Express, der sich vor allem mit schnellen Toren in Front schob und den Gästen damit offenbar den Zahn zog. Stefanie Nater im Tor war nun der gewohnte Rückhalt, Stefanie Lingk bewies viel Spielverständnis und dirigierte sowohl in Abwehr als auch Angriff ihre Mannschaft – und auch die beiden Torschützen vom Dienst, Claudia Voigt und Benita Ebersbach, hatten nun maßgeblichen Verdienst am sich einstellenden Heimsieg. Kontinuierlich baute das Aufbau-Team seine Führung aus und feierte am Ende den achten Saisonsieg.

Der bringt der Equipe derzeit den zweiten Platz in der Tabelle der Thüringenliga ein. Wirft man jedoch einen Blick auf die Minuspunkte wird deutlich, dass Aufbau beste Ambitionen auf die Meisterschaft hat. Mit lediglich zwei Niederlagen und damit vier Minuspunkten stehen der Mannschaft alle Türen offen – eine Medaille ist absolut in Reichweite. Tabellenführer ist derzeit Gispersleben, die bereits zwölf Spiele absolviert haben, aber bereits sieben Minuspunkte vorweisen.

In der kommenden Woche steht bereits das nächste Spiel vor der Tür – erneut das Derby gegen Ziegelheim. Diesmal in der Wieratalhalle. Während die Aufbau-Frauen bestrebt sind, ihre Siegesserie fortzusetzen, brennen die Damen aus Ziegelheim sicher auf Revanche. Es wird also sicher wieder spannend werden – im Frauen-Handball des Altenburger Landes.

Aufbau spielte mit: Nater, Perkowski, Dietrich (2 Tore), Fränzel, Lange (4), Becker (2), Winkler, Ebersbach (10), Vogel, Zeise, Hoffmann, Lingk (5), Voigt (7)

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Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – LSV Ziegelheim  31:25 (15:16) 13.02.2016 SV Aufbau Altenburg – LSV Ziegelheim

Derbysieger und Spitzenreiter (für eine Nacht)!

Die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg haben mit einem 31:25-Erfolg gegen den LSV Ziegelheim gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Nach 60 intensiven Spielminuten feierte die Mannschaft von Trainerduo Bärbig/Rohr sowohl den Sieg im Derby des Altenburger Landes als auch den Sprung an die Tabellenspitze der Thüringenliga. Mit 14:7 Punkten thronten die Skatstädterinnen für eine Nacht auf dem ersten Platz (am Sonntag siegte Gispersleben in Saalfeld und holte sich die Tabellenführung zurück). Ein leichter Weg bis zu diesem Doppelpunktgewinn war es aber wahrlich nicht.

Nach der anfänglichen Abtastphase (2:2) waren es nämlich die Gäste aus Ziegelheim, die vorerst den Ton angaben. Denn die nutzten die Fehler der schwach startenden Altenburgerinnen konsequent aus und setzten sich über die Stationen 2:5, 4:8 und 6:10 in Front. Wundern musste man sich auf Altenburger Seite ob dieser deutlichen Zwischenstände allerdings nichts: Während sich die Aufbau-Frauen eindeutig zu viele Fehler leisteten, im Abwehrverband nicht aggressiv genug agierten und im Angriff kein Mittel fanden, nutzten die Ziegelheimerinnen allen voran durch Rückraumschützin Christina Harles die sich bietenden Chancen. Insgesamt 14 Mal traf die 25-Jährige letztlich und war damit eindeutig die beste Werferin des Spiels! Mitte der ersten Halbzeit fing sich die Aufbau-Mannschaft, die auf die beiden Stammspielerinnen Yvonne Dietrich und Nicole Zeise verzichten musste, wieder. Beim 12:12 war der Ausgleich wieder hergestellt, danach zog aber sofort der LSV wieder das Tempo an und setzte sich erneut zum 12:16 ab. Enttäuschung ob der desolaten Leistung in Hälfte eins machte sich bereits auf den gut gefüllten Rängen breit, hatte man vom Aufbau-Team doch deutlich mehr erwartet. Bis zum Pausentee gelang den Gastgeberinnen dann zumindest noch das recht versöhnliche 15:16 – sodass in den zweiten 30 Minuten noch alles drin war.

In der Pause analysierten Trainer und Mannschaft die eigenen Fehler, schworen sich auf einen Kampf in Halbzeit zwei ein und wollten den heimischen Zuschauern und sich selbst beweisen, dass mit dem SV Aufbau Altenburg zu rechnen war. Dementsprechend verlief auch der Start: Mit vier Toren in Folge drehten die Aufbau-Frauen das Spiel und setzten sich erstmal selbst mit drei Treffern in Front (19:16). Maßgeblichen Anteil daran hatten nun einerseits die beiden besser agierenden Torhüterinnen Stefanie Nater und Gina Wodrich, als auch Flügelflitzer Carolin Lange, die ein gutes Spiel machte. Ebenfalls feierte Laura Winkler nach ihrer krankheitsbedingten Pause ein gutes Comeback. Unermüdlich ackerte wie gewohnt auch die Rückraumachse Lingk, Ebersbach, Voigt. Und so kam es, dass sich die Gastgeberinnen mehr und mehr ihrem siebten Saisonsieg näherten. Über die Stationen 20:17, 24:20 und 27:22 lief es nun deutlich besser zusammen bei Aufbau. Zu verdanken war dies einer deutlich besseren Einstellung zum Gegner, dessen Kräfte gen Ende des Spiels auch deutlich zu schwinden schienen.

Als Vorteil auf Altenburger Seite erwies sich dabei auch die Tatsache, dass Trainerduo Bärbig/ Rohr gleich drei Youngster ins Spiel und Team intergieren konnte. Jennifer Vogel, Vivien Klöppel und Franziska Pörsel liefen für die Frauenmannschaft auf. Erstere wusste sogar mit einem Tor zu überzeugen. Am Ende resultierte ein in Summe doch verdienter Aufbau-Sieg, der sich jedoch weitaus schwieriger gestaltete als im Voraus anzunehmen war. „Wir genießen den Moment“, bilanziert Trainer Ronny Bärbig ob des Derbysiegs. „Zumindest bis Dienstag“, fügte er mit einem Lächeln an. Dann steht nämlich die nächste Trainingseinheit auf dem Programm. Am Samstag geht es für das Team weiter in der Meisterschaft: Im Goldenen Pflug trifft die Equipe dann 18 Uhr auf den HBV Jena.

Aufbau spielte mit: Nater, Wodrich, Fränzel, Lange (6 Tore), Becker (1), Winkler (4), Ebersbach (5), Hoffmann, Lingk (7), Voigt (7), Vogel (1), Pörsel, Klöppel

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Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg-THC II 27:28(11:15)06.02.2016 SV Aufbau Altenburg-THC II

Favoriten fast bezwungen
Für die im Pokal verwöhnten Altenburgerinnen war es eigentlich schon ein kleines Finale. Die letzten drei Jahre wurde der Pokal nach Altenburg geholt, allerdings immer aus Bad Blankenburg. Die Spielstätte war am Samstag allerdings die Sporthalle Süd Ost und die Altenburgerinnen  waren die Außenseiter. Die THC Mädels sind die einzigste Frauenmannschaft, die momentan in der 4. Liga spielen und sich dort im Mittelfeld platzieren.
THC , ein renomierter Verein der  immerhin 5 mal Deutscher Meister im Frauenhandball war und breit aufgestellt ist, sollte man meinen. Am letzten Samstag allerdings gelang es diesem Verein nicht, einen verantwortlichen Trainer der Mannschaft an die Seite zu stellen. Aber was sich dem Altenburger Publikum plötzlich auf der Trainerbank bot, war kaum zu glauben. Mit Zita, Vincenz und Köpke saßen gleich drei ehemalige Altenburger Trainer auf der THC Bank!!!
Hoffentlich muss sich da Herbert Müller vom THC keine Sorgen machen?
Die Gäste begannen das Spiel sehr temporeich. Vor allem war es in der Anfangsphase Josephin Heßler, die mit gezielten Würfen die Gäste in Front brachte. Für die Mannschaft  vom Trainergespann Bärbig/Rohr sah es in der Anfangsphase des Spiels aus, als ob man nicht da ist. Abspielfehler und Fangfehler waren hier angesagt und luden die Gäste ein, sich einen sicheren Vorsprung zu erspielen. Mitte der ersten Halbzeit stand auf der Anzeigetafel ein 4:10. Hier hatten wohl alle Zuschauer das Spiel schon abgeschrieben. Allerdings besannen sich die Altenburgerinnen und mit einem Blick auf die Erfurter Bank, kam der Siegeswille wieder zurück. Vor allem Stefanie Lingk und Claudia Voigt versuchten jetzt mehr Torgefahr zu zeigen. Allerdings sollte der richtige Weg in der ersten Halbzeit nicht gefunden werden, um den Gegner so richtig unter Druck zu setzen. Bis zur Halbzeit gelang dem Altenburger Team zwar eine Ergebniskorrektur zum 11:15, aber mehr leider nicht.
Klare Worte in der Halbzeit sollte die Motivation und den Willen in der Mannschaft nochmal aufwecken.
Bissiger und mit dem Willen, sich hier nicht abschießen zu lassen, kamen die Altenburger aus der Kabine.  Und es sollte eine erfolgreiche 2. Halbzeit werden. Vor allem Carolin Lange machte ein Super Spiel an diesem Tag und konnte mit all ihren Aktionen überzeugen.  Leider konnten an diesem Tag nicht alle Spielerinnen ihre Leistung abrufen. Aber man spielte wieder mit und setzte den THC unter Druck. Allerdings blieb im Abschluss die Fehlerquote einfach zu hoch. Obwohl die Gäste eine sehr kleine Spielerin im Tor hatten, bevorzugten die Altenburger Werferinnen den unteren Bereich des Tores. Der Willen der Altenburgerinnen war jetzt da, dieses Ding noch zu drehen. Als Youngster kam jetzt auch Jennifer Vogel zu ihrem ersten Einsatz, den sie mit vier Toren sehr erfolgreich gestaltete. So sollte den Gastgeberinnen beim 23:23 in der 50. Minute der ersehnte Ausgleich gelingen.
Jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe, welches sich die beiden Teams lieferten und ein Sieg der Altenburgerinnen war nach dem katastrophalen Beginn möglich. Doch der Führungstreffer für die Gastgeberinnen wollte einfach nicht fallen. In dieser Phase des Spieles hatten auch die Unparteiischen aus Ilmenau nicht mehr die volle Konzentration, obwohl das Spiel eigentlich einfach zu leiten war. Eine fehlende Bestrafung für die Erfurter Mannschaft und ein paar strittige Aktionen, von denen das Erfurter Trainergespann allerdings nichts bemerkt hatte, welches lautstark durch dieses bestätigt wurde  und dafür den “Beifall” des Altenburger Publikums bekamen, wendete das Spiel nochmals zu Ungunsten der Altenburgerinnen. Verloren haben es die Gastgeberinnen allerdings selbst. Denn auch bei der sehr offenen Deckung der Erfurterinnen fehlte die Bewegung im Altenburger Team, um die Lücken effektiv zu nutzen.
Wenn die Altenburgerinnen die erste Halbzeit nicht weggeschenkt hätten, wäre wohl der Einstellungstest des Trainertrios vom THC nicht so positiv ausgefallen. Das die Gäste dann nach dem Sieg auch noch das sportliche “shake hands” verweigerten, zeigt keine wirklich besondere sportliche Größe.
Aufbau spielte mit:
Nater, Perkowski, Fränzel, Lange 5 Tore, Becker 2, Ebersbach 4, Hoffmann 2, Lingk 3, Voigt 7,
Pörsel, Vogel 4

Olaf Schmidt

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Handball-Administrator

Glückt den Aufbau-Frauen die Überraschung? Glückt den Aufbau-Frauen die Überraschung?

Thüringenpokal – Viertelfinale SV Aufbau Altenburg – Thüringer HC II

Im Viertelfinale des Thüringenpokals treffen die Handballfrauen des SV Aufbau Altenburg am Samstag in der Sporthalle Süd-Ost auf den haushohen Favoriten in diesem Wettbewerb: den Oberligisten Thüringer HC II. Die Reservemannschaft des Deutschen Handballmeisters spielte eine Klasse über den Skatstädterinnen und hat ganz klar die Favoritenrolle inne.

Das U23-Team spielt derzeit in der Mitteldeutschen Oberliga und rangiert dort im Mittelfeld auf dem achten Tabellenplatz. Da gleichzeitig zum Spiel in der „Hölle Süd-Ost“ auch ein Jugendbundesliga Turnier der A-Jugend stattfindet, ist bisher nicht klar, wer genau für die junge Mannschaft auflaufen wird. Das interessiert Mannschaft und Trainer aus Altenburg aber auch nicht, denn schließlich muss sich das Team wieder auf sich selbst fokussieren. Mit einer solch überzeugenden Teamleistung wie zuletzt in Weimar – als vor allem das Abwehrverhalten der Garant für den Sieg war – scheint auch ein Überraschungssieg gegen Erfurterinnen nicht unmöglich. Besonderes Augenmerk muss die Mannschaft aber sicherlich auf die eigene Konzentration legen, aufgrund der enormen Schnelligkeit der Gäste würde jeder Technik-Regel-Fehler ansonsten bitterlich bestraft werden.

Trainerduo Ronny Bärbig/ Antonio Rohr muss leider auf Vizekapitänin Yvonne Dietrich und die weiterhin erkrankte Laura Winkler verzichten. Ansonsten stehen ihnen aber alle Spielerinnen zur Verfügung. „Wir müssen improvieren, aber wir werden überraschen“, kündigte Bärbig bereits im Voraus an. Zuschauer und Fans dürfen also gespannt sein. Geleitet wird die Partie von den beiden Unparteiischen Heinzmann/Merten.

Die weiteren Partien:
HBV Jena – HSV Apolda
Motor Gispersleben – Nordhäuser SV
SV Hermsdorf – SSV Saalfeld

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A. Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – VfB TM Mühlhausen 09  23:17 (13:9) 16.01.2016 SV Aufbau Altenburg – VfB TM Mühlhausen 09

Nicht schön, aber erfolgreich

Der Auftakt ins neue Jahr ist geglückt! Damit lässt sich das erste Heimspiel in 2016 für die Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg wohl am besten zusammenfassen. Weite Ausschweife in Richtung ansehnlicher Handballsport, Werbung für den Frauenhandball oder gar Highlights für den Zuschauer – davon war beim 23:17-Erfolg wahrlich wenig zu sehen. Vielmehr taten die Skatstädterinnen zwar zu jeder Zeit, das was zwingend notwendig war, um zwei Pluspunkte zu sichern, mehr wollte ihnen dann aber auch nicht gelingen.

Bestens aufgestellt – zum ersten Mal in dieser Saison hat das Trainergespann Bärbig/Rohr den gesamten Kader an Bord – sollte gegen den Tabellenletzten aus Mühlhausen eigentlich ein Torfeuerwerk gezündet werden, doch bereits die Anfangsphase verhieß nichts Gutes. Die Aufbau-Frauen leisteten sich reihenweise Fehler, weder im Angriff noch im Abwehrverband fand das Team zu einem roten Faden. Da konnten die rund 60 Zuschauer schon froh sein, dass auf der anderen Seite ein noch schwächer aufspielendes Team aus Mühlhausen stand, das selbst die desolat agierenden Altenburgerinnen nie in Bedrängnis brachte. Über die Stationen 3:1, 7:4 und 10:6 schleppten sich die Aufbau-Frauen Richtung Halbzeit, die schließlich beim Stand von 13:9 zu Ende ging.

Während auf den Rängen bereits das berühmt berüchtigte „Not gegen Elend“ hallte, versuchte Chefcoach Ronny Bärbig in der Halbzeitpause seine Mannschaft noch einmal zu fokussieren. Doch alles Reden half nichts: „Keine meiner Spielerinnen erreichte Normalform. Statt einem Torfestival feierten sie offenbar ein Fehlerfestival. Ich bin sehr enttäuscht“, bilanzierte Bärbig sichtlich angefressen. Und es sei vorweg genommen: In Halbzeit zwei änderte sich eigentlich nichts! Aufbau gelang wenig, doch selbst das reichte, um acht tapfer kämpfende Gegenspielerinnen am Ende mit einer Niederlage auf die Heimreise zu schicken. Dementsprechend fielen im zweiten Durchgang gar noch weniger Tore als in den 30 Minuten zuvor, sodass am Ende ein 23:17-Erfolg zu Buche stand.

Keine Frage, am Ende hilft das schönste Spiel nichts, wenn die Punkte an den Gegner gehen, aber mit dieser Leistung wird das Altenburger Team in der kommenden Woche bei Vorjahresmeister und derzeitigen Tabellenvierten aus Weimar sang- und klanglos untergehen. Dementsprechend hart will Bärbig in dieser Woche trainieren und die Konzentration weg vom freudlosen Auftritt auf heimischen Parkett direkt zum Auswärtsspiel legen. Anreiz sollte in jedem Fall genug bestehen: Mit einem Sieg gegen Weimar könnte man einerseits den direkte Konkurrenten im Kampf um eine Medaille abschütteln und sich sogar erstmals in dieser Saison den zweiten Tabellenplatz sichern.

Aufbau spielte mit: Nater, Wodrich, Dietrich (4 Tore), Fränzel, Lange (1), Becker (2), Winkler (1), Ebersbach (4), Zeise (1), Hoffmann (1), Lingk (4) und Voigt (5)

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Annekathrin Leipnitz

„Ich hätte am Ende gern eine Medaille“ „Ich hätte am Ende gern eine Medaille“

Hinrunden-Rückblick Frauen

„Ich hätte am Ende gern eine Medaille“

Vier Siege, zwei Niederlagen und der dritte Tabellenplatz – das ist die zählbare Bilanz der Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg in der Thüringenliga bis dato. Dazu gesellt sich mit einem Torverhältnis von 159:145 Zählern die Tatsache, dass die Aufbau-Frauen zwar die zweitwenigsten Gegentore der Liga kassiert haben, mit ihrem Schnitt von 26,5 eigenen Tor pro Spiel in der Angriffsbilanz jedoch nur im unteren Drittel der Liga rangieren.

Kein Grund jedoch Trübsal zu blasen, die zum dritten Mal in Folge neuformierte Mannschaft hat gut in die Saison gefunden und nach der knappen Auftaktniederlage im Heimspiel gegen den HSV Weimar (22:24) seinen Weg aufgenommen. „Vor der Saison haben die Abteilungsleitung und wir als Mannschaft als Ziel den Klassenerhalt definiert“, erklärt Mannschaftskapitän Denise Hoffmann. Doch die nach ihrer Babypause ins Team zurückgekehrte Hoffmann fügt hinzu: „Nach den bisher gezeigten Leistungen aus der Hinrunde sollten wir dieses Ziel nach oben korrigieren. Ich halte einen Platz im oberen Tabellendrittel für realistisch.“ Den Optimismus für das neue Jahr schöpft sie sicherlich auch aus der Tatsache, dass auf heimischem Parkett endlich der Knoten geplatzt ist. Nach den beiden Niederlage gegen Weimar (derzeit 4. Platz) und Saalfeld (derzeit 2. Platz) feierte das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig zuletzt zwei sichere Doppelpunktgewinn – darunter das 30:22 gegen den derzeitigen Tabellenführer aus Gispersleben. Das Team scheint sich gefunden zu haben!

Dabei hatte das neue Trainerduo Ronny Bärbig/ Antonio Rohr damit keineswegs eine leichte Aufgabe: Mit Hoffmann kehrten auch die Rückraumakteure Claudia Voigt und Stefanie Lingk sowie  kürzlich auch Torhüterin Gina Wodrich nach Babypausen ins Spielgeschehen zurück. Zudem sind mit den zahlreichen Talenten aus der Jugend auch die Youngsters jede Woche in der Pflicht. Daraus eine Einheit zu schaffen ist nicht leicht, hat aber auch Vorteile. „Wir haben die nötige Erfahrung, mit Saskia Becker, Carolin Lange, Benita Ebersbach und Neuzugang Stefanie Nater aber auch großes Potenzial zur Verfügung. Das spricht für eine gute Mischung“, betonte Bärbig. Auch Hoffmann kann das auch Spielersicht nur bestätigen. „Es ist schön, dass wir nicht nur ein oder zwei Leistungsträger haben, sondern dass auf jede einzelne Verlass ist. Wenn jemand ausfällt, springt eben eine andere in die Bresche.“

Passend zum bevorstehenden Weihnachtsfest äußert Trainer Bärbig, der selbst noch in der ersten Männermannschaft des Vereins und als Erwachsenenkoordinator in der Abteilung aktiv ist, auch einen Wunsch. „Ich hätte am Ende schon gern eine Medaille!“ Dass dieses Ziel keine leichte Aufgabe darstellt, weiß er aber wohl. „Das wird super schwer, da muss einfach alles passen.“ Wirft man jedoch einen Blick auf den Mannschaftsgeist und die zuletzt guten Leistungen scheint tatsächlich einiges möglich mit diesem neuen Aufbau-Team. Den unbedingten Willen ein ansehnliches, schnelles, erfolgreiches Handballspiel aufs Parkett zu bringen, wollen die Damen auf jeden Fall auch ins neue Jahr mitnehmen.

Am 05. Januar startet die Equipe nach ausgiebiger Weihnachts- und Neujahrspause  wieder in den Trainingsbetrieb. Denn auf ihren Lorbeeren wollen sich die Skatstädterinnen keinesfalls ausruhen. Die Hinrunde habe gezeigt, dass man keinen Gegner unterschätzen dürfe und jeder jeden schlage könne, betont Hoffmann. Für 2016 hofft Bärbig dann mit einer noch höheren Trainingsbeteiligung an den offenen Baustellen weiter fokussiert arbeiten zu können. In der Meisterschaftsrunde geht es dann am 16. Januar im Goldenen Pflug weiter. Im Heimspiel wartet der VfB TM Mühlhausen, den man bereits auswärts mit 24:28 besiegen konnte. Eine Woche darauf wartet dann das Auswärtsspiel in Weimar auf die Altenburgerinnen – und da hatten sie ja noch eine Rechnung offen.

Losglück (oder auch Pech) hatte die Mannschaft hingegen beim Thüringer Landespokal  – ein Wettbewerb, der den Damen in den letzten Jahren gelegen hat, konnte man doch bereits drei Siege nacheinander einfahren. Nun treffen die Aufbau-Frauen am Wochenende vom 6./7. Februar 2016 auf keine geringere als die höchstklassige Thüringer Mannschaft – die Reserve des  Deutschen Meisters Thüringer HC. Eine schwierige Aufgabe für die Bärbig-Sieben, aber mit den heimischen Fans im Rücken sollte eine Überraschung allemal möglich sein. Bekanntlich wächst man ja mit seinen Aufgaben…

Ein Artikel von:
Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – Motor Gispersleben  30:24 (12:13) 12.12.2015 SV Aufbau Altenburg – Motor Gispersleben

Aufbau-Frauen besiegen Tabellenführer Gispersleben

Die Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg hat mit einem am Ende deutlichen 30:24-Heimsieg den Tabellenführer aus Gispersleben besiegt und sich mit zwei weiteren Punkten in die Weihnachtsferien verabschiedet. Nachdem in der ersten Hälfte zwei gleichwertige Teams aufeinander trafen, steigerte sich die Bärbig-Sieben nach der Pause und holte sich dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung den vierten Saisonsieg. Überwintern wird die Mannschaft damit auf dem dritten Tabellenrang.

Die Vorzeichen standen erneut alles andere als gut, mit der verletzten Yvonne Dietrich und der erkrankten Carolin Lange fielen gleich zwei Spielerinnen aus der Startsieben aus. Sodass das Trainerduo Ronny Bärbig/ Antonio Rohr gezwungenermaßen die Aufstellung ändern musste. Doch damit nicht genug: Claudia Voigt, Laura Winkler, Pia Langstein und Jessy Fränzel gingen angeschlagen in die Partie – beste Voraussetzungen um gegen den Tabellenführer aus dem Norden der Landeshauptstadt zu bestehen, sehen wahrlich anders aus. Doch das Konzept der Heimtrainer schien Früchte zu tragen. Aus der Not heraus startete Aufbau mit einer doppelten Kreismitte mit Denise Hoffmann und Saskia Becker – und die löste ihre Aufgabe mit Bravour. Einerseits schaufelten die beiden ihrem Rückgang zahlreiche Lücken frei, andererseits verwandelten sie selbst sicher. Dennoch zeigte sich auch Gispersleben von einer guten Seite, spielte aggressiv auf und war keineswegs gewillt, die Punkte kampflos in der Skatstadt zu belassen. Entsprechend spannend ging es in der ersten Hälfte zu, in der sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Zum Ende hin hatten die Gäste aber das glücklichere Händchen und setzten sich zum 12:13 in Führung.

In der Halbzeitpause nutzte Trainer Bärbig die Gelegenheit, seinen Mädels deutlich vor Augen zu führen, welche Chance ihnen bei dieser Ausgangslage bevorstand: Ein Sieg gegen den Tabellenführer und damit die Möglichkeit, selbst im Titelrennen ein Wörtchen mitzusprechen. Gesagt, getan – denn was die Altenburgerinnen in der zweiten Halbzeit ablieferten, war schlichtweg sehenswert. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff liefen die Fäden gut zusammen, sodass sich die Skatstädterinnen förmlich in einen Rausch spielten, sich von nichts aus der Ruhe bringen ließen und konsequent ihr Spiel aufzogen. Eine Schrecksekunde musste das Team als sich die wieder bestens aufgelegte Altenburger Torhüterin Stefanie Nater am Finger verletzte und ausgewechselt werden musste. Doch Gina Wodrich – die wenige Wochen nach ihrer Schwangerschaft ein fragwürdiges, wenngleich aber erfolgreiches Comeback feierte – hielt mit einer souveränen Leistung den vielumjubelten Sieg gegen Gispersleben fest. Fünf Minuten vor Schluss war der dann auch gesichert, als sich die Aufbau-Frauen erstmals auf vier Tore zum 27:23 absetzen konnten. Am Ende leuchtete ein 30:24-Sieg auf dem Tableau im Goldenen Pflug, der die Handballerinnen und ihre Fans in frenetischen Jubel versetzte.

Aufgrund der Absage des Derbys von Ziegelheimer Seite verabschiedet sich die Mannschaft nun mit einem Sieg in die Weihnachtspause. Am 16. Januar geht es dann für die Aufbau-Mädels erneut vor heimischer Kulisse gegen den derzeitigen Tabellenletzten aus Mühlhausen – gegen den man auswärts bereits 24:28 gewann – in der Meisterschaftsrunde weiter.  „Wir sind sehr zufrieden mit diesem Spiel, und hoffen, dass diese tolle Leistung ab Januar noch mehr Zuschauer in die Halle lockt“, erklärte Trainer Ronny Bärbig nach der Partie.

Aufbau spielte mit: Nater, Wodrich,
Fränzel, Becker (8/4 Tore), Winkler (5/1), Ebersbach (7), Langstein, Zeise (1), Hoffmann (2), Lingk (4), Voigt (3)

Ein Artikel von:
Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – Nordhäuser SV  30:22 (15:7) 21.11.2015 SV Aufbau Altenburg – Nordhäuser SV

Wiedergutmachung geglückt – Aufbau-Frauen mit erstem Heimsieg

Endlich ist er geglückt – der erste Heimsieg der Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg ist perfekt. Gegen den direkten Tabellennachbarn aus Nordhausen gewann das Team von Trainer Ronny Bärbig und Antonio Rohr verdient mit 30:22. Bereits zur Halbzeit hatte die Mannschaft klar gemacht, dass sie Wiedergutmachung mit den eigenen Fans feierten wollte und am ersten Sieg auf heimischem Parkett kein Weg vorbeiführte.

Dabei standen die Vorzeichen eigentlich gar nicht gut. Mit Nicole Zeise, Saskia Becker und Pia Langstein fehlten dem Trainerduo gleich drei Spielerinnen, dazu gesellten sich mit Yvonne Dietrich und Jessy Fränzel gleich noch zwei angeschlagene Akteurinnen. Von einer guten Ausgangslage zu sprechen, wäre an dieser Stelle wohl vermessen gewesen. Doch auf die „Rumpftruppe“ – gerade einmal zwei Spielerinnen saßen auf der Auswechselbank – war Verlass. Mit drei sicher vorgetragenen Angriffen setzten sich die Altenburgerinnen gleich zum 3:0 ab, leisteten sich in der Folge allerdings einige Fehler, sodass die Gäste aus Nordthüringen beim 4:4 wieder ausgeglichen hatten. Bis zum Stand von 7:7 agierten beide Teams auf Augenhöhe bevor die Altenburger Angriffswelle in Person von Claudia Voigt und Benita Ebersbach so richtig in Fahrt kam – allein 20! Tore gingen auf das Konto der beiden Rückraumspielerinnen. Bis zur Halbzeit ließen die Skatstädterinnen kein Tor mehr zu, was einerseits an der guten Abwehrarbeit lag und andererseits der erneut guten Torhüterleistung von Stefanie Nater zu verdanken war. Beim 15:7-Pausentee blickte man aus Aufbau-Sicht in zufriedene Gesichter auf dem Spielfeld. Auch auf den Rängen, auf denen 150 Zuschauern Platz genommen hatten, war die Zuversicht deutlich zu spüren.

Nach der Pause gönnte sich das Team diesmal keine Verschnaufpause und spielte souverän weiter. Aus einem sicheren Abwehrverband heraus, in dem sich der Mittelblock aus Stefanie Lingk, Denise Hoffmann und Benita Ebersbach immer besser findet, konnten die Altenburger schnell nach vorn spielen. Auch Carolin Lange auf der vorgezogenen Position zeigte ihre Stärke oder arbeitete sehr gut für ihr Team. Im Angriff war es dann ein ums andere Mal Rückkehrerin Claudia Voigt, die in altbekannter Art und Weise für die Treffer im Aufbau-Team sorgte. So setzte sich die Bärbig-Sieben kontinuierlich in Front, ließ den Gegner keine Gelegenheit noch einmal mehr als auf sechs Tore aufzuschließen und fuhr letztlich einen völlig verdienten 30:22-Sieg ein.

In drei Wochen tritt die Mannschaft erneut im Goldenen Pflug an. Dann wird der Gegner allerdings kein geringerer als der derzeitige Tabellenführer aus Gispersleben sein. Der ließ allerdings auch schon Federn – und zwar auswärts bei HSV Apolda. Warum sollte es also nicht auch der Aufbau-Equipe gelingen, gegen die Randerfurterinnen zu punkten und sich damit selbst ins Titelrennen zu katapultieren? Zuzutrauen wäre es der Mannschaft in jedem Fall!

Aufbau spielte mit: Nater, Dietrich (2 Tore), Fränzel, Lange (2), Winkler (3/1), Ebersbach (8/3), Hoffmann, Lingk (3) und Voigt (12)

Ein Artikel von:
Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – 1. SSV Saalfeld  23:27 (12:8) 31.10.2015 SV Aufbau Altenburg – 1. SSV Saalfeld

20 Minuten kosten ersten Heimsieg

Die Aufbau-Frauen warten weiter auf ihren ersten Heimsieg. Nach zwei Auswärtserfolgen verpasste die Mannschaft von Cheftrainer Ronny Bärbig auch im zweiten Anlauf den ersten Doppelpunktgewinn in heimischer Halle. Dabei lieferten die Skatstädterinnen, die auf Kapitänin Yvonne Dietrich und Torfrau Henriette Hermsdorf verzichten mussten, eine ansprechende erste Halbzeit, in der sie mit 12:8 in Führung lagen. In den zweiten 30 Minuten versagten dem neuformierten Team allerdings völlig die Nerven, was der Gegner aus Saalfeld nutzte und die zwei Punkte mit einem 23:27-Endergebnis aus dem Goldenen Pflug entführte.

Eigentlich sprach vor dem Spielbeginn nahezu alles für den SV Aufbau Altenburg: Zum Auftakt verlor man nur knapp gegen den Vorjahresmeister HSV Weimar, danach lieferte man zwei starke Auswärtspartien in Mühlhausen und Jena, die die Skatstädterinnen für sich entschieden und nun kam am vergangenen Samstag der 1.SSV Saalfeld zum vierten Saisonspiel nach Altenburg. Der hatte bisher nur eines von vier Spielen gewonnen und übergab die leichte Favoritenrolle damit an die Gastgeber. Nach dem kurzzeitigen 0:1-Rückstand kam der Aufbau-Express in Fahrt und ließ bis zur Halbzeit überhaupt keinen Zweifel daran aufkommen, unbedingt die beiden Punkte in der Heimat zu belassen. Über die Stationen 3:1 und 9:5 baute die Truppe ihren Vorsprung kontinuierlich zur 12:8 Halbzeitführung aus. Eine leichte Aufgabe war dies allerdings nicht, mussten sich die Rückraumschützinnen Ebersbach, Lingk, Voigt und Winkler doch gehörig ins Zeug legen, um zum Torerfolg zu kommen.

Sowohl auf den Tribünen als auch in der Kabine blickte man in zuversichtliche Altenburger Gesichter. „Jetzt konzentriert weiter spielen, den roten Faden behalten und aggressiv bleiben“, lautete die Devise des Trainerduos Bärbig/Rohr. Für die ersten zehn Minuten schien dies auch bei den Spielerinnen angekommen zu sein, was sich die Mannschaft allerdings danach leistete, fällt schlicht unter die Kategorie „unbegreiflich“. Völlig unnötiger Weise gaben die Aufbau-Frauen die so hart erarbeitete 19:15-Führung aus der Hand und versahen sich nicht schlecht, als plötzlich das 20:20 an der Anzeigetafel aufleuchtete. Doch anstatt sich nun für den Kampf der ersten 45 Minuten zu belohnen und schnellstmöglich wieder in sicheres Fahrwasser überzugehen, verstrickte sich das Team immer weiter in Unkonzentrierten, stellte teilweise das Handball spielen ein und wurde mit der Konsequenz des Gegners mustergültig bestraft. Mangelnde Abwehrarbeit, bei der einem Neuzugang Stefanie Nater im Tor leidtun konnte; ideenloses Angriffsspiel und fehlendes Tempo taten ihr Übriges. Der letzte Ausgleich gelang den Altenburgerinnen beim 23:23 danach rissen die Saalfelderinnen das Spiel an sich, steigerten sich noch einmal und nutzten die Gunst der Stunde, um den zweiten Saisonsieg zu feiern. Aufbau stand – am Ende verdientermaßen – wieder mit leeren Händen da und verpasst damit den Sprung in die Spitzengruppe der Liga. „So dürfen wir zu Hause einfach nicht auftreten! Wir brauchen sicher noch gemeinsame Zeit, aber wir sind auch auf die Einstellung jeder einzelnen Spielerin angewiesen“, fasste ein enttäuschter Bärbig die Leistung seines Teams zusammen und sprach damit den Fans im Goldenen Pflug wohl aus der Seele.

Am kommenden Samstag spielen die Aufbau-Frauen wieder auswärts, diesmal sozusagen zur Prime-Time in Apolda. Bisher sind die Damen ja auswärts verlustpunktfrei und wer weiß, vielleicht können sie ja wenigstens diese Serie weiter aufrechterhalten.

Aufbau spielte mit: Nater, Lange (1 Tor), Becker (1), Winkler (6/2), Ebersbach (4), Langstein (2), Zeise, Hoffmann, Lingk (5), Voigt (5) und Fränzel

Ein Artikel von:
Annekathrin Leipnitz

HBV Jena 90 – SV Aufbau Altenburg  24:26 (14:17) 25.10.2015 HBV Jena 90 – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen siegen auswärts gegen Vize-Meister

Die Frauenmannschaft von Aufbau Altenburg hat am vergangenen Sonntag den nächsten Auswärtssieg eingefahren. Gegen das Team des HBV Jena 90, immerhin Vize-Meister der abgelaufenen Thüringenliga-Saison, gelang ein 24:26 (14:17)-Sieg.

Als die Altenburgerinnen von der Anwurfzeit (Sonntag, 12 Uhr) erfahren haben, waren sie alles andere als begeistert, denn solche Spiele sind meist ganz besonders. Und so starte das Spiel pünktlich zur Mittagszeit, allerdings ohne Jessy-Sophie Fränzel, die verhindert war. Das Trainerduo Bärbig/Rohr hatte die Marschrute klar vorgegeben: Aus einer stabilen Abwehr heraus einfache Tore erzielen. Jedoch schien sich die Anwurfzeit wirklich beim Aufbau-Team bemerkbar gemacht zu haben, denn das Trainergespann war mit den Anfangsminuten gar nicht zufrieden und nahm schnell die erste Auszeit. Die Ansprache schien gefruchtet zu haben und die Aufbau-Mannschaft steigerte sich, vor allem in Person von Benita Ebersbach und Claudia Voigt auf dem Feld und Stefanie Nater im Tor. Über die Stationen 5:5, 8:8, 13:14 und schließlich 14:17 ging es in  die Halbzeitpause.

Der zweite Durchgang begann für die Skatstädterinnen „wie geschmiert“ und schnell leuchtete eine sieben Tore Führung (14:21) auf der Anzeigetafel in Jena-Lobeda. Danach leistete sich das Aufbau-Team (eigentlich völlig unerklärlich) zu viele einfache Fehler. In der Abwehr viel zu passiv, Abspielfehler im Angriff und auch noch die dritte Zeitstrafe und damit der Rote Karton für Carolin Lange in der 44. Minute. Die Gastgeberinnen griffen sich die Chance und waren beim 21:22 wieder dran. Stefanie Lingk kam anschließend zum Einsatz, übernahm das “Ruder” im Aufbau-Team und lieferte nach ihrer Babypause ein richtig gutes Spiel ab. Nach 60 kämpferischen Spielminuten verließen die Aufbau-Frauen dann als Sieger das Parkett, hauptverantwortlich aber dafür auch Stefanie Nater im Altenburger Tor.

Mit dem zweiten Saisonsieg kletterte die Altenburger Mannschaft auf den vierten Tabellenplatz, hat allerdings auch noch ein Spiel weniger als das Spitzentrio aus Ruhla, Gispersleben und Weimar. Am kommenden Samstag gilt es nun den ersten Heimsieg der Saison aufs Parkett zu legen. Gegen den 1. SSV Saalfeld 92 (Tabellenplatz 8, 2:6 Punkte) wird es sicher nicht einfacher, denn die Mannschaft gewann am Samstag gegen Mühlhausen vor heimischen Publikum und wird hochmotiviert in den Goldenen Pflug anreisen. Um 18 Uhr erfolgt der Anpfiff zum zweiten Heimspiel der Altenburger Handballerinnen.

Aufbau spielte mit: Nater, Hermsdorf, Dietrich (5 Tore), Lange (2), Becker (4), Winkler (3), Ebersbach (5), Langstein, Zeise, Hoffmann, Lingk (3) und Voigt (4)

jr

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

VfB TM Mühlhausen 09 – SV Aufbau Altenburg  24:28 (13:15) 17.10.2015 VfB TM Mühlhausen 09 – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen punkten auswärts

Nach der knappen Niederlage zum Saisonauftakt haben die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg im ersten Auswärtsspiel die ersten Pluspunkte gesammelt. Ohne Chefcoach Ronny Bärbig und zudem vier fehlenden Spielerinnen reiste die Aufbau-Truppe deutlich dezimiert, wenngleich nicht minder motiviert nach Nordthüringen. Auf der Bank hatte neben Co-Trainer Antonio Rohr auch die ehemalige Spielerin und Nachwuchstrainerin Franziska Bärbig Platz genommen, die gemeinsam ein äußerst glückliches Händchen in Sachen Taktik und Marschrichtung bewiesen.

Gleich zum Auftakt agierten die Skatstädterinnen engagiert und als Team, gingen frühzeitig in Führung und gaben diese – dies sei bereits vorweg genommen – bis zum Ende der Partie auch nicht mehr her. Aus einer aggressiven aber fairen Abwehrarbeit heraus, sicherten sich die Altenburgerinnen einen Ball nach dem anderen und konnten ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Die größte Führung erreichten sie beim Stand von 7:14 in der 18. Spielminute. Danach folgte jedoch die alt bekannte, leider noch nicht ad acta gelegte Schwächephase der Aufbau-Truppe. Diese nutzten die Gastgeberinnen dankend und verkürzten bis zur Halbzeit auf 13:15.

Nach dem Wiederanpfiff besann sich das Team allerdings wieder auf die gewohnten Stärken und baute die Führung wieder aus. Den Löwenanteil am neuerlichen Tore-Polster hatten zu einem eine gut aufgelegte Stefanie Nater, die 17 Paraden zum Aufbau-Sieg beitrug, sowie ein wurfsicheres Angriffs-Trio. Der komplette Aufbau-Rückraum, bestehend aus Laura Winkler, Benita Ebersbach und Claudia Voigt, steuerte sage und schreibe 21 der 28 Treffer zum Doppelpunktgewinn bei. Letztere feierte dabei ein Comeback nach Maß und fügte sich nahtlos ins Spielgeschehen der Altenburgerinnen ein. Selbst bei der neuerlichen Schwächephase, bei der Mühlhausen sogar nochmal bis zum 21:23 verkürzte, hatte nicht den Anschein, dass Aufbau diesen ersten Doppelpunktgewinn der Saison noch einmal herschenken würde. Folgerichtig zündeten die Damen noch einmal den Turbo und setzten sich zum Spiel-Ende hin wieder deutlicher ab. Am Ende stand ein 24:28-Auswärtssieg auf dem Tableau – der Fluch der letzten Saison kaum einen Punkt in fremder Halle mit auf die Heimreise zu nehmen, ist also schon einmal besiegt.

Bereits am kommenden Sonntag könnte die Equipe diese Serie gar fortsetzen. Dann trifft man zur Mittagszeit auf den HBV Jena, der nicht den besten Start in die Saison erwischte und sicher heiß auf die Partie gegen die Skatstädterinnen ist. Doch die sind natürlich bester Dinge, dass sie mit diesem Mannschaftsgeist auch weiterhin erfolgreich sein können.

Aufbau spielte mit: Hermsdorf, Nater, Dietrich (4 Tore), Lange (2), Winkler (6), Ebersbach (9), Langstein, Hoffmann (1), Voigt (6)

Ein Artikel von:
Annekathrin Leipnitz

SV Aufbau Altenburg – HSV Weimar  22:24 (12:11) 19.09.2015 SV Aufbau Altenburg – HSV Weimar

Großer Kampf wird nicht belohnt

Die Aufbau-Frauen sind gegen den Vorjahresmeister mit einer knappen 22:24-Heimniederlage in die Saison gestartet. In der Partie gegen den HSV Weimar zeigte die Mannschaft von Neu-Trainer Ronny Bärbig enormen Mannschafts- und Kampfgeist, musste am Ende aber dem eigenen Nervenkostüm Tribut zollen.

Aufgrund der Trainingsverletzung von Rückkehrerin Claudia Voigt musste das Trainerteam die Aufstellung noch einmal etwas umstellen, was sich sofort im Altenburger Spiel wiederspiegelt. Die junge Truppe agierte äußerst nervös und unsicher auf der Platte, kam nur schwer überhaupt in den eigenen Rhythmus hinein. Folgerichtig reagierte Bärbig mit der Auszeit, die beim Stand von 6:10 das Ruder so richtig herumreißen sollte. Nun fanden die Altenburgerinnen ins Spiel, belohnten sich nach einer gelungenen Abwehraktion postwendend mit dem Tor und schafften bis zur Halbzeit den Vier-Tore-Rückstand in die eigene Führung umzudrehen. Dabei fiel vor allem auf, dass sich die Mannschaft enorm selbst pushte und immer wieder gegenseitig lautstark motivierte. Der Teamgedanke schien vollends verinnerlicht, was für den weiteren Verlauf der Partie natürlich einiges versprach.

In den zweiten 30 Minuten entwickelte sich diese dann zu einem gutklassigen Duell, bei dem der Vorjahresmeister wirklich alles abrufen musste, um einerseits den Altenburger Stand zu halten und andererseits hart kämpfen musste, um überhaupt zwei Punkte auf die Heimreise mitnehmen zu können. Dementsprechend nun ein an Spannung kaum zu überbietendes Bäumchen-wechsel-dich in Sachen Führung. Aufgrund des 20:20 zehn Minuten vor Schluss und schließlich dem 22:22 120 Sekunden vor dem Abpfiff, wäre die Punkteteilung für beide Team absolut gerecht gewesen. Aber was ist im Sport schon gerecht? Während Aufbau den erneuten Ausgleich zum 23:23 an den Pfosten setzt, erhöht Weimar um ein weiteres Tor und sichert sich damit glücklich, aber nicht unverdient die ersten beiden Pluspunkte. Für das junge Aufbau-Team ist dies laut Bärbig allerdings kein Beinbruch: „Uns fehlt in manchen Situationen noch die Übersicht und am Ende einfach das Quäntchen Glück. Schade, dass der große Kampf meiner Mädels nicht belohnt wurde.“

Nach zwei spielfreien Wochenenden steht für die Damen des SV Aufbau Altenburg am 17. Oktober die nächste Partie ins Haus. Dann müssen die Skatstädterinnen zum VfB TM Mühlhausen 09 und haben dann die Gelegenheit mit dem gleichen Engagement und am Ende vielleicht etwas mehr Glück des Tüchtigen die ersten Saisonpunkte einzufahren.

Aufbau spielte mit: Henriette Hermsdorf, Stefanie Nater
Yvonne Dietrich (4 Tore), Carolin Lange (4), Jessy Fränzel, Saskia Becker (1), Laura Winkler (2), Benita Ebersbach (9), Pia Langstein, Nicole Zeise (2), Denise Hoffmann

Ein Artikel von:
Annekathrin Leipnitz

Aufbau-Frauen treffen auf Vorjahresmeister Aufbau-Frauen treffen auf Vorjahresmeister

Am Samstag, den 19. September, ist es endlich soweit. Das Warten hat ein Ende – die neue Saison steht unmittelbar bevor und im ersten Meisterschaftsspiel steht den Frauen des SV Aufbau Altenburg gleich ein richtiger Kracher ins Haus. Kein geringerer als der Vorjahreserste aus Weimar wird 18 Uhr in der Sporthalle Süd-Ost gegen das Team von Trainer Ronny Bärbig und Antonio Rohr antreten.

Das Trainergespann kann bei seinem ersten Spiel fast auf die komplette Mannschaft zurückgreifen, bis auf Stefanie Lingk sind alle an Bord und fit. Beste Voraussetzung also gleich im ersten Spiel zu zeigen, wo die Reise in dieser Spielzeit gehen soll. Kurz vor Torschluss konnte die Abteilung noch einen Neuzugang verzeichnen, neben Henriette Hermsdorf wird auf der Torhüterposition auch Stefanie Nater vom BSV Sachsen Zwickau zum Einsatz kommen. Angeführt wird das Team in diesem Jahr von einer Kapitänsdoppelspitze Yvonne Dietrich und Rückkehrerin Denise Hoffmann sollen die Mannschaft führen und mit ihrem Engagement auf die Siegesstraße zurückmanövrieren. Ebenfalls viel erwarten kann man vom verstärkten Rückraum – ist mit Claudia Voigt doch Aufbaus Torschützin vom Dienst auf die Platte zurückgekehrt. Einen Leistungssprung machten zudem Laura Winkler, Carolin Lange und Benita Ebersbach, die diesen nun im Wettkampf bestätigen müssen.

„Wir freuen uns alle, dass es wieder losgeht. Das Team ist hochmotiviert und ich denke, mit einer engagierten Mannschaftsleistung in Abwehr und Angriff sind wir in der Hölle Süd-Ost keineswegs chancenlos“, blickt Bärbig auf das erste Spiel. Dementsprechend freut sich die Mannschaft auf die lautstarke Unterstützung der heimischen Fans, mit denen im Rücken selbst die schwierigste Phase doch einfacher zu bewältigen ist.

In diesem Sinne: Auf geht’s Aufbau!

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Annekathrin Leipnitz

Knapp an Turniersieg vorbeigeschrammt Knapp an Turniersieg vorbeigeschrammt

Die Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg hat beim letzten Vorbereitungsturnier für die neue Saison nur knapp den Sieg verpasst. Bei dem Wettkampf, zu dem die dritte Mannschaft des deutschen Rekordmeisters HC Leipzig geladen hatte, landete das Team vom Trainergespann Ronny Bärbig/ Antonio Rohr auf punktgleich mit den Siegerinnen aus Weißenborn auf dem zweiten Platz. Nur das schlechtere Torverhältnis vermasselte den Skatstädterinnen den ersten Triumph. Nichtsdestotrotz zeigte sich Coach Bärbig zufrieden mit der Leistung seines Teams, das bis auf Stefanie Lingk und Nicole Zeise komplett auflaufen konnte.

Zum Auftakt trafen die Altenburgerinnen gleich auf den Gastgeber aus der Messestadt. Gegen die dritte Reserve des Bundeligateams vom HC Leipzig starteten die Aufbau-Frauen etwas verhalten, steigerten sich aber im Verlauf des Spiels und konnten letztlich einen 20:18-Sieg feiern. Nach zwei Stunden Pause ging es dann in die nächste Partie, diesmal hieß der Gegner SV Union Halle-Neustadt II. An die Leistung aus dem ersten Spiel konnte der Thüringenligist allerdings nicht anknüpfen, vor allem in Sachen Tempo konnte die junge Aufbau-Truppe nicht über die gesamten 30 Minuten Spielzeit mitgehen. Am Ende stand deshalb eine 11:16-Pleite zu Buche. Wieder deutlich mehr Engagement zeigte man dann zum Abschluss gegen den SV Rotation Weissenborn, gegen den ein deutlicher 20:15-Erfolg auf dem Tableau aufleuchtete. Ob der guten Leistung sehen Trainer und Spielerinnen dem Saisonstart am 19. September nun voller Freude und Zuversicht entgegen. „Die Mannschaft wächst zusammen, mit Einsatz und Einstellung sind wir schon sehr zufrieden“, bilanzierte Bärbig nach dem Turnier.

Da beim ersten Heimspiel der Saison jedoch gleich der Vorjahresmeister aus Weimar in den Pflug reisen wird, steht den Damen keineswegs eine leichte Aufgabe bevor. „Mit unserem Publikum im Rücken sind wir auch gegen den harten Brocken Weimar nicht chancenlos“, betonte Bärbig mit Blick auf das erste Spiel der Meisterschaft. In der verbleibenden Zeit will die Truppe nun noch am Feinschliff arbeiten und sich dann wieder höchstmotiviert dem heimischen Fans präsentieren.

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Annekathrin Leipnitz

1. SSV Saalfeld – SV Aufbau Altenburg  33:27 (19:12) 02.05.2015 1. SSV Saalfeld – SV Aufbau Altenburg

Deftige Klatsche zum Abschluss

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht, wenn man auf die Saison der Aufbau-Frauen schaut. Die gute?! Das neuformierte, stark verjüngte Team hat ihre erste gemeinsame Punktspielserie überstanden ohne abzusteigen und zu viele Federn zu lassen. Die schlechte?! Das zunächst ausgerufene Saisonziel eines direkten Wiederaufstiegs war mit diesem Kader utopisch, ganz deutlich wird dies mit einem Blick auf die Abschlusstabelle der Thüringenliga – Aufbau beendet die Saison 2014/2015 auf einem enttäuschenden 7. Rang.

Zum letzten Spiel, das auswärts beim Tabellendritten in Saalfeld stattfand, reiste das Aufbau-Team ohne Abwehrchefin Nicole Zeise, Torhüterin Gina Wodrich und Rückraumschützin Nancy Mahnstein. Deutlich dezimiert und mit nur acht Feldspielerinnen erwischten die Altenburgerinnen jedoch einen guten Start und konnten sich mit der Überraschungsabwehr von Vertretungscoach Ronny Bärbig (Interimscoach Franziska Bärbig fehlte krankheitsbedingt) bis zum 3:3 absolut auf Augenhöhe zeigen. Danach ging es jedoch im Angriff bergab. Die Altenburgerinnen verloren reihenweise ihre Bälle oder vergaben ihre Torchancen. Der Gastgeber wusste diese Unkonzentriertheit bestens zu nutzen und setzte sich mit einfachen Kontern schnell ab. Weder die Auszeit noch gute Paraden von Torhüterin Henriette Hermsdorf konnten verhindern, dass sich das Team von Kapitän Yvonne Dietrich zusehends verrannte und dem Gegner dabei alle Türen öffnete. Der schaltete und waltete nun was das Zeug hielt und erhöhte den Vorsprung bis zur Halbzeit auf sieben Treffer.

Während sich in Halbzeit eins zumindest noch Youngster Benita Ebersbach mit einigen sehenswerten Aktionen, mit neun Treffer wurde sie erfolgreichste Altenburger Werferin, auszeichnen konnte, flachte die Partie mit Verlauf der Zeit weiter ab. Saalfeld zog nahezu ungestört seine Kreise, erhöhte die Führung über die Stationen 23:14 und 27:16 zum 34:22 und lief einem ungefährdeten Kantersieg entgegen. Die Altenburgerinnen hatten dem schnellen Spiel der Gastgeber nichts hinzusetzen und mussten ihrer offensiven Anfangsformation (4:2-Deckung) offenbar Tribut zollen. Auch der Wechsel in die defensive 6:0-Abwehr zeigte keinerlei Wirkung. Aufbau war an diesem Tag einfach nicht in der Lage, dem Gegner Paroli zu bieten. Am Ende leuchtete ein deprimierendes 37:23 auf dem Tableau, mit dem der Tabellensiebte die Heimreise antrat. „Wir waren heute einfach saft- und kraftlos! Es ist gut, dass diese Saison jetzt vorbei ist. Wir müssen erstmal unsere Kräfte sammeln, um in ein paar Monaten wieder voll angreifen zu können“, fasst es Kapitän Yvonne Dietrich am Ende zusammen und traf damit wohl voll den Nerv ihres Teams. Auch Trainerin Franziska Bärbig zog eine gemischte Saisonbilanz: „Einerseits bin ich stolz, dass wir die jungen Spielerinnen immer besser ins Team integrieren konnten. Die Stammkräfte haben gezeigt, dass auf sie Verlass ist und Yvonne hat sich als ein guter Kapitän und gutes Vorbild erwiesen. Andererseits bin ich traurig, dass wir nur auf dem siebten Platz gelandet sind.“

Bleibt zu hoffen, dass in der kommenden Saison auch mit dem Blick auf die Tabelle wieder mehr Licht als Schatten im Altenburger Frauenhandball zu sehen ist.

Aufbau spielte mit: Henriette Hermsdorf, Yvonne Dietrich (3), Jessy-Sophie Fränzel (1), Carolin Lange (2), Saskia Becker (4/3), Laura Winkler (2), Elisa Vogeler (1), Benita Ebersbach (9), Pia Langstein (1)

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Annekathrin Rudolph

Frauen holen einen Punkt bei Doppelspieltag Frauen holen einen Punkt bei Doppelspieltag

Handball Frauen Thüringenliga

Nordhäuser SV – SV Aufbau Altenburg 30:25 (16:11)

SV Aufbau Altenburg – TSG Ruhla 19:19 (9:10)

Englische Wochen sind eigentlich nur im Leistungssport wiederzufinden. Der doppelten Belastung waren am vergangenen Wochenende – einer Spielverlegung geschuldet – jedoch auch die Handballfrauen des SV Aufbau Altenburg ausgesetzt. Ohne Trainerin Franziska Bärbig (nach einer Blinddarm-OP noch im Genesungsprozess) agierte ihr Mann, Ronny Bärbig, von der Seitenlinie aus. Der eigentliche Kapitän der 1. Männermannschaft des Vereins zog dabei eine durchwachsene Bilanz – von vier möglichen Punkten sammelte er mit dem Aufbau-Team zumindest einen. Doch da wäre mehr drin gewesen!

Am Samstag trat die Mannschaft um Kapitän Yvonne Dietrich zunächst in Nordhausen an. Nach der langen Reise, die ohne Stammtorhüterin Gina Wodrich angetreten werden musste, verschliefen die Aufbau-Frauen aber absolut den Start in die Partie. Demzufolge sah sich Ersatztrainer Bärbig gezwungen nach wenigen Minuten beim Stand von 4:0 für den Gastgeber direkt die Auszeit zu nehmen. Die blieb jedoch ohne merklichen Erfolg. Vor allem im Abwehrverband leisteten sich die Skatstädterinnen zu viele Fehler – auch der Wechsel in ein offensiveres Deckungssystem zeigte keine Früchte, sodass Nordhausen beliebig schalten und walten konnte. Zum mangelnden Einsatz hinten gesellte sich im Angriff unheimlich viel Pech. Latten- und Pfostentreffen en masse verhinderten die Aufholjagd der Aufbau-Frauen und so konnte sich der Gastgeber über die Stationen 7:4 und 9:7 zur 16:11-Halbzeitführung absetzen.

Doch auch nach der Pause ging es nicht merklich bergauf. Wieder verpasste die Bärbig-Sieben den Start ins Spiel und kassiert gleich drei Tore in Serie. Während der Abwehrverband weiter eher einem Scheunentor statt einer Festung gleicht, bessert sich zumindest das Spielverhalten im Angriff. Angeführt von einer gut aufgelegten Yvonne Dietrich kämpfte sich das Team zurück in die Partie und hatte beim Stand von 23:22 erstmals die Chance auszugleichen. Dabei sollte es dann aber auch bleiben, Aufbau gelang weder der Ausgleich noch die eigene Führung. Im Gegenteil, in kürzester Zeit kassierten die Altenburgerinnen drei Zeitstrafen, sodass man stark dezimiert die Gastgeber wieder von dannen ziehen lassen musste. Nordhausen setzt sich in der Folge wieder auf vier Tore ab und sicherte sich damit beide Punkte.

Nur wenige Stunden später ging es dann für die gleiche Truppe, jetzt wieder mit Gina Wodrich als Rückhalt, in das nächste Spiel. Gegen die TSG Ruhla ging es bereits im Hinspiel (22:20-Niederlage) heiß er und auch beim zweiten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaft sollte es an Aggressivität auf der Platter nicht mangeln. Zunächst agierten jedoch beide Teams auf Augenhöhe und keines sollte sich in der Anfangsphase entscheidend absetzen. Das änderte sich als Aufbau wieder in gewohnte Muster zurückfiel und sowohl in Abwehr als auch Angriff deutliche Schwächen offenbarte. Die Gäste aus Westthüringen legten dann jedoch eine Schippe drauf und gingen zum 4:6, später zum 6:8 in Front. Dann allerdings die erste brenzlige Situation: eine Gästespielerin übt eine grobe Unsportlichkeit an Aufbau-Mitte Laura Winkler aus, die mit einer roten Karten bestraft wird. Da sich Aufbaus Co-Trainer allerdings ebenso ins Getümmel mischt, wird diese ebenfalls mit dem farbigen Karton bestraft und muss das Feld verlassen. Während beide das Spielfeld räumen, entwickelt sich urplötzliche eine Partie, die an Aggressivität kaum zu überbieten ist – allerdings nicht in den Augen der beiden Schiedsrichter. Bis zur Halbzeit kämpfte sich das Heimteam dennoch wieder in das Spiel und hatte beim 9:10 wieder alle Möglichkeiten auf einen Punktgewinn.

In der zweiten Hälfte wurden die Skatstädterinnen konsequenter im Abwehrverband und unterbunden damit viele eindeutige Chancen der Ruhlaer. Dass diese allerdings ganze 17 Mal an den Siebenmeterpunkt gebeten wurden (im Vergleich: Aufbau bekam 3 Siebenmeter), entbehrte dann wirklich jedem Fairness-Gedanken. Dennoch blieben die Altenburgerinnen hartnäckig und schafften beim 13:13 den erneuten Ausgleich. Einmal sollte es ihnen sogar noch gelingen, den Führungstreffer zum 18:17 zu erzielen. Letztlich blieb es aber beim 19:19-Endstand, der insgesamt betrachtet die gerechte Punkteteilung bedeutete.

Abgeschlossen wird die Saison im neuformierten Team am kommenden Samstag in Saalfeld. Bei einem Sieg gegen den Tabellendritten hätten die Aufbau-Frauen noch die Möglichkeit, ihre Saison auf dem vierten Rang zu beenden, ansonsten bleibt es wohl beim derzeitigen Mittelfeldplatz. Die Motivation, die Saison jedoch mit einem Erfolgserlebnis zu beenden, ist bei den Damen deutlich zu spüren.

 

Nordhäuser SV : Aufbau Altenburg 30:25 (16:11)

gespielt mit: Henriette Hermsdorf, Yvonne Dietrich (7), Jessy-Sophie Fränzel, Carolin Lange (3), Saskia Becker (5/5), Laura Winkler, Elisa Vogeler, Nancy Mahnstein (6), Benita Ebersbach (2), Pia Langstein (1), Nicole Zeise

 

Aufbau Altenburg : TSG Ruhla 19:19 (9:10)

gespielt mit: Gina Wodrich, Henriette Hermsdorf, Yvonne Dietrich (1), Jessy-Sophie Fränzel, Carolin Lange, Saskia Becker (3/3), Laura Winkler (5), Elisa Vogeler, Nancy Mahnstein (3), Benita Ebersbach (6), Pia Langstein (1), Nicole Zeise

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Annekathrin Rudolph

SV Aufbau Altenburg – Thüringer HC II  25:40 (10:17) 28.04.2015 SV Aufbau Altenburg – Thüringer HC II

Handball THV-Pokal Halbfinale
Traum vom vierten Titel geplatzt

Drei Pokalsiege in Thüringen feierten die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg in den letzten drei Jahren, doch nun ist diese Erfolgsserie gerissen. Gegen den höherklassigen Thüringer HC II verlor das Team mit 25:40 (10:17). Nach drei Titelerfolgen ist im Halbfinale Endstation für die neuformierte Mannschaft aus der Skatstadt.

Ohne Abwehrchefin Nicole Zeise und Rückraumschützin Nancy Mahnstein starteten die Altenburgerinnen in die Partie gegen die Reserve des Deutschen Handball-Meisters. Sofort machten die Gäste deutlich, dass sie ihre Schnelligkeitsvorteile gekonnt ausnutzen wollen. Unterstützt durch Spielerinnen aus der eigenen B-Jugend marschierten die Gäste aus Bad Langensalza frech in Richtung Altenburger Tor und markierten binnen weniger Minuten die 7:1-Führung. Die Aufbau-Frauen verpassten den Start in die Partie dagegen völlig und kamen auch in der Folge nicht zum eigenen Spiel zurück. Während im Angriff zahlreiche Bälle ihr Ziel verfehlten oder von der gegnerischen Torhüterin pariert wurden, vermisste Trainerin Franziska Bärbig im Abwehrverband Aggressivität und Kampfeswillen. Die hohe Fehlerquote der Gastgeber wusste der THC II in eigene Konter und damit schnelle, einfache Torerfolge umzumünzen. Zur Halbzeit (10:17) waren dann bereits alle Messen gelesen – denn in der Sporthalle Süd/Ost glaubte wohl selbst keine der Altenburgerinnen mehr, dass die schnelle Gegner-Truppe noch bezwungen werden könnte.

Dennoch war nun zumindest der Druck auf Altenburger Seite abgefallen, was man den Aufbau-Frauen deutlich ansah. Zwar konnte das Team nicht weiter zum sicher aufspielenden Gast aufrücken, doch immerhin war nun wieder ein Spielkonzept der Heimtruppe zu erkennen. Während Aufbau sich redlich mühte, verabschiedeten sich gleich fünf Spielerinnen des THC II in der 38. Minute von der Partie. Aufgrund der Hallensituation der jeweiligen Gastgeber musste die Mannschaft am gleichen Tag noch ein Ligaspiel in Hoyerswerda (Mitteldeutsche Oberliga) absolvieren, sodass einige Spielerinnen die Reise in Richtung Partie 2 antraten. Dem deutlichen und verdienten 25:40-Halbfinalsieg in Altenburg tat dies allerdings keinen Abbruch.

Für das Altenburger Team platzt damit der Traum vom vierten Pokaltitel binnen vier Jahren. Nun haben die Aufbau-Frauen erst einmal drei spielfreie Wochen, bevor es am 25. April um 17 Uhr in Nordhausen in die nächste Ligapartie geht. Gegen den direkten Tabellennachbarn aus dem Kyffhäuser gewann man vor heimischer Kulisse 20:17. Auch in der Fremde scheinen zwei Pluspunkte also im Bereich des Möglichen.

Aufbau spielte mit:
Henriette Hermsdorf, Gina Wodrich, Yvonne Dietrich, Jessy Fränzel, Carolin Lange, Saskia Becker, Laura Winkler, Elisa Vogeler, Benita Ebersbach, Pia Langstein

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Annekathrin Rudolph

VfB Mühlhausen – SV Aufbau Altenburg  23:27 (10:12) 21.03.2015 VfB Mühlhausen – SV Aufbau Altenburg

Auswärtsfluch besiegt

Die richtige Antwort auf das Brechen einer Serie ist wohl das Besiegen eines Fluchs – so könnte man die derzeitige Situation der Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg treffend beschreiben. Während in der Vorwoche die Siegesserie auf heimischem Boden brach (Niederlage gegen Weimar), konnte die Mannschaft von Interimstrainerin Franziska Bärbig jetzt die Negativserie auf fremden Parkett (bisher keinen Auswärtspunkt) beenden. Vom derzeitigen Tabellenvorletzten aus Mühlhausen kehrten die Altenburgerinnen mit einem 23:27-Erfolg zurück.

Vorgenommen hatten sich die Skatstädterinnen so einiges, weswegen sie sich vor Spielbeginn auf die Fahnen schrieben, schnell nach vorn zu spielen, technische Fehler auf ein Minimum zu begrenzen und aggressiv im Abwehrverband zu Werke zu gehen. Letzteres ließ in der Startphase der Partie allerdings zu wünschen übrig. Zunächst einmal gaben nämlich die Gastgeber den Ton an und konnten sich mit 5:3 in Front schieben. Auch im Angriff tat sich die Mannschaft bis zur 15. Spielminute noch recht schwer. Danach sollte es aber rund laufen für die Aufbau-Frauen, die nun ihr sicheres Spiel nach vorn umsetzten. Als bestens aufgelegte Vollstreckerin zeichnete sich dabei Kapitän Yvonne Dietrich aus, die mit insgesamt neun Treffern auch zur erfolgreichsten Aufbau-Schützin avancierte. Zudem konnte sich das Team mit dem weiteren Verlauf auch auf Torfrau Henriette Hermsdorf verlassen, die ebenfalls ihren Anteil am Ausbau der Führung über die Stationen 5:5, 7:11 und 10:12 hatte.

Nach dem Pausentee schafften es die Altenburgerinnen erstmals auf ihr sonst übliches Zwischentief zu verzichten und knüpften fast nahtlos an die Leistungen der ersten 30 Minuten an. Dementsprechend kamen alle Spielerinnen zu ihren Einsatzzeiten, was dem Spiel zumindest bis zur 42. Minute keinen Abbruch tat. Dann legte Mühlhausen jedoch einen Zwischenspurt ein und Aufbau verlor etwas den Faden. Das führte letztlich sogar soweit, dass die Gastgeberinnen den Ausgleich zum 21:21 markierten. Folgerichtig nahm Bärbig die Auszeit, die das Team glücklicherweise wieder in die Erfolgsspur zurückbrachte. Danach ließen die Aufbau-Mädels keinen Zweifel mehr an ihrem unbedingten Willen, das erste Mal die beiden Pluspunkte aus der Ferne mit auf die Heimreise zu nehmen. Spätestens beim 21:25 hatte Mühlhausen nichts mehr entgegenzusetzen und musste sich einem mannschaftlich geschlossen auftretenden Aufbau-Team geschlagen geben.

Am kommenden Samstag, 16 Uhr Sporthalle Süd-Ost, trifft das Team im Halbfinale des THV-Pokals auf die Reserve des Deutschen Meisters, den Thüringer HC 2. Zwar geht der Gast aus Bad Langensalza als klarer Favorit in die Partie, schließlich spielt das Team in der Mitteldeutschen Oberliga, doch der Pokal schreibt ja bekanntlich seine eigenen Gesetze. Zudem kann das Aufbau-Team mit drei Pokalerfolgen aus den letzten drei Jahren auf eine ganz eigene Pokalhistorie zurückblicken. Mit der richtigen Unterstützung der Altenburger Zuschauer sollte eine kleine Sensation also auch in diesem Jahr möglich sein.

Übrigens: Auch im anderen Halbfinale SV Hermsdorf gegen HBV Jena gibt es eine Altenburger Beteiligung. Das Aufbau-Schiedsrichtergespann Böhme/ Rudolph leitet diese Partie und kann damit schon einmal den möglichen Finalgegner der Aufbau-Frauen analysieren.

Aufbau spielte mit: Henriette Hermsdorf, Gina Wodrich, Yvonne Dietrich (9), Jessy Fränzel (1), Carolin Lange, Saskia Becker, Laura Winkler (5/3), Elisa Vogeler, Nancy Mahnstein (5), Benita Ebersbach (5), Pia Langstein (2)

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Annekathrin Rudolph

SV Aufbau Altenburg – HSV Weimar  27:30 (14:12) 14.03.2015 SV Aufbau Altenburg – HSV Weimar

Heimserie der Aufbau-Frauen reißt

Sechs Spiele in heimischer Halle hatten die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg ohne Niederlage bestritten, doch nun sollte diese Serie reißen: Gegen den derzeitigen Tabellenführer aus Weimar kassierte die Sieben von Interimstrainerin Franziska Bärbig eine 27:30-Pleite und rutscht damit auf den sechsten Tabellenrang ab.

Das zwölfte Saisonspiel der Skatstädterinnen begann durchaus erfolgsversprechend. Aufbau startete mit einer überraschenden Abwehrformation, die den Gegner direkt aus der Fassung brachte und deren Trainer zu einer schnellen Auszeit zwang. Im Abwehrverband agierten die Frauen sehr konstant, ackerten gut miteinander und sollte es ein Ball doch einmal in Richtung Tor schaffen, stand da ja noch Henriette Hermsdorf zwischen den Pfosten. Die 18-Jährige machte ihre Sache mit Bravour und gab der Mannschaft zu Beginn gleich den wichtigen Rückhalt. Auf der Mittelposition leitete dann Laura Winkler schnelle Angriff ein, brachte Struktur ins Positionsspiel und konnte mit Nancy Mahnstein und Carolin Lange zwei Werferin in Szene setzen, die ihre Chancen bis dato konsequent nutzten. Folgerichtig setzte sich das Heimteam auf 8:4 ab und untermauerte die Ambitionen, zu Hause ohne Punktverlust zu bleiben. Nach 20 Minuten kam Weimar dann aber immer besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand bis zur Pause über die Stationen 10:8 und 12:10 auf 14:12.

Nach der kurzen Schonzeit schloss sich leider keine Fortsetzung der recht erfolgreichen ersten Hälfte an. Vielmehr rutschten die Aufbau-Frauen wieder in ihr – fast schon typisches – Zwischentief. Da dieses allerdings ganze 20 Minuten anhalten sollte, konnten sich nun die Gäste in Front schieben. Beim 16:18 für den Tabellenführer reagierte Bärbig mit der Auszeit, richtig wachrütteln konnte das die Mannschaft allerdings nicht. In der Abwehr regierte nun die Unkonzentriertheit und immer wieder fielen zu einfache Tore in die heimischen Maschen. Während der Abwehrverband mit seiner Aufgabe schluderte, kam im Angriff auch noch Pech beim Abschluss hinzu. Weder wechselnde Formationen, noch unterschiedliche Spielsysteme sollten nun helfen, den Bann zu brechen und wieder zur Leistung aus Hälfte eins zurückzukehren. Erst zehn Minuten vor dem Ende – und damit zu spät – fanden die Aufbau-Frauen wieder zu ihrem Spiel zurück. Selbst die nun verordnete Manndeckung sollte an der ersten Heimniederlage der Saison nichts mehr ändern.

Am kommenden Samstag reisen die Frauen gemeinsam mit der 1. Männermannschaft nach Mühlhausen, um dort den Auswärtsfluch endlich ad acta zu legen. Bisher gelang dem Team kein einziger Punktgewinn in der Ferne. Gegen den derzeitigen Vorletzten der Thüringenliga feierte man allerdings einen ungefährdeten 29:18-Heimsieg, die Zeichen für das Brechen einer anderen Serie stehen also gar nicht schlecht.

Aufbau spielte mit: Henriette Hermsdorf, Gina Wodrich, Jessy-Sophie Fränzel (1), Carolin Lange (3), Saskia Becker, Laura Winkler (8/6), Elisa Vogeler (1), Nancy Mahnstein (6), Benita Ebersbach (4), Pia Langstein (4), Nicole Zeise

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Annekathrin Rudolph

SV Aufbau Altenburg – HSV Apolda  24:16 (12:8) 21.02.2015 SV Aufbau Altenburg – HSV Apolda

Wiedergutmachung: Aufbau siegt gegen Apolda

Die Vorzeichen für das elfte Saisonspiel standen bei den Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg alles andere als gut: Die Torschützin vom Dienst, Nancy Mahnstein, verletzte sich beim letzten Spiel, sodass ihr Einsatz mehr als fraglich erschien. Auch ob Interimstrainerin Franziska Bärbig auf Benita Ebersbach zurückgreifen konnte, war zunächst aufgrund einer Leistenzerrung ungewiss. Doch gegen den Tabellenletzten aus Apolda hatten die Aufbau-Frauen noch eine Rechnung offen, ging das Hinspiel doch nach einem katastrophalen Auftritt mit 27:19 verloren.

Mit einer leicht veränderten Anfangsformation starteten die Skatstädterinnen in die Partie und zeigten im Abwehrverband eine äußerst engagierte Leistung. Mit Nicole Zeise, Yvonne Dietrich, Pia Langstein und Nancy Mahnstein, die dank der guten physiotherapeutischen Arbeit doch spielen konnte, sowie Carolin Lange und Jessy Fränzel starten sechs hochmotivierte Frauen auf dem Feld, die aus der aggressiven Abwehr heraus mit wenigen Technik-Regeln-Fehlern direkt ins schnelle Konterspiel starteten. Sollte einmal nicht der Konter zum Erfolg führen, spielten die Damen auch über die zweite Welle sicher. Pia Langstein lenkte das Angriffsspiel gut und leitete zahlreiche Kombinationen ein, die sicher ausgespielt wurden und in den meisten Fällen auch im Torerfolg mündeten. Dementsprechend konnte sich das Team zunächst auf 7:3, später auf 9:6 absetzen. Bis zur Halbzeitpause nutzte Franziska Bärbig die Chance, einige Kräfte zu schonen und allen Spielerinnen Einsatzzeiten zu gewähren, was nach einigen Anlaufschwierigkeiten auch recht gut fruchtete. Zur Pause führte das Aufbau-Team mit 12:8 und hatte damit die erste Zielvorgabe erfüllt.

Wer sich nun allerdings an die Vorwoche zurückerinnerte, wusste auch, dass das Spiel keinesfalls sicher zu Gunsten der Altenburgerinnen entschieden war. Doch im Gegensatz zur Partie gegen Jena knüpfte die Mannschaft nun an die erste Halbzeit an. Einziges Manko: So richtig deutlich absetzen konnte man sich vom Schlusslicht der Thüringenliga nicht. Im Gegenteil, Apolda verkürzte den Rückstand und war beim 17:15 mehr oder minder wieder mitten im Spiel. Glücklicherweise fand das Team – auch mit Hilfe der Fans im Rücken – zurück zum eigenen roten Faden und setzte mit dem schnellen Spiel nach vorn wieder die nötigen Nadelstiche. Bei einem Zusammenstoß in der Altenburger Abwehr verletzte sich dann leider eine Apoldaer Spielerin, der das Aufbau-Team auf diesem Weg, gute Besserung wünscht. Nachdem das Spiel in der 50. Minute endgültig entschieden war und die Frauen ihren fünften Saisonerfolg in der Tasche hatten, wechselte man wieder munter durch, was dem Spielverlauf diesmal überhaupt keinen Abbruch tat. Vielmehr wussten sich die Ersatzspielerinnen nun für die folgenden Partien in Szene zu setzen.

Mit der Wiedergutmachung des Jena-Spiels und dem erneuten Heimsieg im Rücken wollen die Aufbau-Frauen nun endlich auch auswärts punkten. Die Chance dazu böte sich bereits am kommenden Wochenende beim Tabellensiebten aus Nordhausen.

Aufbau spielte mit: Gina Wodrich, Henriette Hermsdorf, Yvonne Dietrich (1), Jessy-Sophie Fränzel, Saskia Becker (4/1), Laura Winkler (4/2), Elisa Vogeler, Nancy Mahnstein (4), Benita Ebersbach (2), Pia Langstein (4/2), Carolin Lange (5), Nicole Zeise

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Annekathrin Rudolph

HBV Jena 90 – SV Aufbau Altenburg  27:17 (9:11) 14.02.2015 HBV Jena 90 – SV Aufbau Altenburg

Erste Halbzeit top, zweite absoluter Flop

Gute erste 30 Minuten und eine zweite Halbzeit zum Vergessen haben den Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg die fünfte Saisonniederlage beschert. Beim derzeitigen Tabellenzweiten aus Jena startete die Mannschaft wie die Feuerwehr und führte zur Halbzeit mit zwei Toren (9:11). Was die Altenburgerinnen danach allerdings boten, gehört schier in die Katagorie „unterirdisch“. Am Ende verliert das Team aus der Skatstadt deutlich mit 27:17, sodass die Auswärtsnegativserie weiter bestehen bleibt.

Die Partie in der Lichtstadt begann recht ausgeglichen. Bis zum 3:3 konnte sich keines der beiden Teams absetzen, Aufbau wusste allerdings mit Verlauf der ersten 30 Minuten seine Stärken in den Vordergrund zu schieben. Mit einer aggressiven Abwehrarbeit stellte das Team die Gastgeber unter enormen Druck, dem diese oftmals nicht gewachsen waren und zahlreiche Technik-Regel-Fehler produzierten. Diese wiederum wusste das Team um Kapitän Yvonne Dietrich gekonnt zu nutzen. Im Angriff wurde ausdauernd und konsequent bis zur Chance gespielt und diese wurden gut verwandelt. Zum Ende der ersten Hälfte konnten sich die Aufbau-Frauen sogar durch ein paar schöne und gut vorgetragene Konter etwas in Front schieben und über das 7:10 zum 9:11 in die Pause gehen.

Was dann allerdings folgte, glich einer 180-Grad-Wende! Die bis dato noch bestens organisierte Abwehr glich mehr und mehr einem Scheunentor, das dem Gegner praktisch zu einfachen Toren anregte. Dazu gesellte sich ein Angriffsverhalten, das durch viele einfache Fehler geprägt war und somit nun Jena zu Kontern en masse einlud. Beim Stand von 14:12 reagierte Trainerin Franziska Bärbig folgerichtig mit der Auszeit, die ihre Wirkung allerdings völlig unerklärlich ebenso vollends verfehlte. Was die Aufbau-Frauen in den verbliebenen 20 Minuten boten, war weder ansehnlich noch zielführend. Jena dagegen nutzte die Altenburger Fehler nun konsequent und setzte sich immer weiter ab. Neben zwei verletzungsbedingten Ausfällen (Nancy Mahnstein, Yvonne Dietrich) gesellten sich dann auch noch zwei rote Karten auf Altenburger Seite (Nicole Zeise, Laura Winkler) zum Spiel, das damit wohl endgültig aus den Fugen geraten war. Einziger Lichtblick in einer trostlosen zweiten Hälfte war Youngster Henriette Hermsdorf, die trotz des Spielstandes keinen Zweifel an ihrer Motivaton aufkommen ließ und immer wieder mit Paraden zu überzeugen wusste.

Enttäuscht von der schwachen Vorstellung in Hälfte zwei zeigte sich nach dem 27:17-Endstand entsprechend Trainerin Bärbig, die von ihrem Team nun eine Steigerung in Sachen Wille und Engagement sehen möchte. Die Möglichkeit ihren Teamgeist und Kampfeswillen unter Beweis zu stellen, haben die Aufbau-Frauen bereits an diesem Samstag. Dann kommt der Tabellenletzte aus Apolda in den Goldenen Pflug. Alles andere als eine deutliche Leistungssteigerung verbunden mit zwei Pluspunkten, wäre wohl eine herbe Enttäuschung.

Aufbau spielte mit: Gina Wodrich, Henriette Hermsdorf, Yvonne Dietrich (4 Tore), Jessy-Sophie Fränzel, Carolin Lange (2), Saskia Becker (2/2), Laura Winkler (3), Elisa Vogeler, Nancy Mahnstein (1), Benita Ebersbach (3/1), Pia Langstein (2), Nicole Zeise

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Annekathrin Rudolph

Anschluss verloren  TSG Ruhla – SV Aufbau Altenburg  22:20 (8:6) 31.01.2015 TSG Ruhla – SV Aufbau Altenburg

Aufbau verliert Anschluss an die Spitze

Nach der Niederlage in der Vorwoche musste sich die Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg ein weiteres Mal mit leeren Händen auf die Heimreise begeben. Erneut schafft es das Team nicht auswärts zu punkten und setzt diese Negativserie (alle vier Auswärtspartien gingen verloren) fort. Beim Spitzenreiter aus Ruhla scheiterte die Mannschaft allerdings denkbar knapp mit 22:20.

Mit dem Anpfiff in die Partie ereilte die Skatstädterinnen direkt der erste Schock: Gerade einmal 30 Sekunden sind gespielt, da stößt Kapitän Yvonne Dietrich frontal mit einer gegnerischen Spielerin zusammen. Glücklicherweise können beide unverletzt weiterspielen, die Zeichen allerdings waren damit gesetzt, die Zuschauer sollten ein äußerst ruppiges und hartes Spiel zu Gesicht bekommen. Doch Aufbau zeigte sich davon wenig beeindruckt, arbeitete engagiert im Abwehrverband und hatte mit Gina Wodrich wieder einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten. Im Angriff gestaltet vor allem Altenburgs Top-Torschützin Nancy Mahnstein das Spiel. Die Rückraumspielerin wurde jedoch bei einem Sprungwurf jäh aus der Luft geholt und musste erst einmal für ein paar Minuten pausieren. Ohne die Durchschlagskraft der 26-Jährigen geriet das Altenburger Angriffsspiel merklich ins Stocken, was die Gastgeber für sich nutzten und sich bis zur Halbzeit auf zwei Tore (8:6) absetzten.

Nach dem Wiederanpfiff zeigte sich jedoch eine hochmotivierte Truppe, die direkt den Ausgleich zum 8:8 markierte und das Spiel damit wieder offen gestaltete. Jedoch folgte auch prompt die Antwort des Tabellenführers, der die doppelte Unterzahl der Altenburger konsequent ausspielt und sich auf 12:9 absetzen konnte. Diesem Vorsprung liefen die Aufbau-Frauen nun die verbliebenen 20 Minuten hinterher. Ideenlos und zu nachlässig mit den schwer erkämpften Chancen zeigte sich die Mannschaft nun und erhielt im vierten Auswärtspiel mit der vierten Niederlage dafür wohl die Quittung.

Nach einer spielfreien Woche gilt es diese Serie nun ein für alle mal zu beenden:  Die Chance dazu bietet sich am 14. Februar beim HBV Jena. Doch anstatt Blumen zu verschenken, wollen die Aufbau-Frauen endlich auch auswärts punkten. Das Unentschieden aus dem Hinspiel macht zumindest deutlich, dass dieses Vorhaben keinesfalls aussichtlos ist.

Aufbau spielte mit:
Henriette Hermsdorf, Gina Wodrich, Yvonne Dietrich (3), Jessy Fränzel, Carolin Lange (1), Saskia Becker (4/2), Laura Winkler (4/2), Elisa Vogeler (1), Nancy Mahnstein (5), Pia Langstein (2), Nicole Zeise

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Annekathrin Rudolph

TSV Motor Gispersleben – SV Aufbau Altenburg  27:20 (14:9) 24.01.2015 TSV Motor Gispersleben – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen kassieren dritte Saisonniederlage

Das Hinspiel hatten die Handballfrauen des SV Aufbau Altenburg noch mit 20:17 für sich entschieden, im Rückspiel sicherten sich die Damen aus Gispersleben die beiden Punkte. Mit einem 27:20 kehrten die Altenburgerinnen von den Rand-Erfurterinnen zurück und hatten damit auch ihren dritte Saisonniederlage im Gepäck.

Annähernd mit voller Kapelle (Torhüterin Elisa Wippich und Kreisläuferin Saskia Becker fehlten) reisten die Frauen bester Dinge nach Gispersleben, um dort den bis dato guten Lauf des neuen Interimstrainergespanns Franziska Bärbig/ Stefanie Lingk fortzuführen. Doch es sollte anders kommen: Zwar starteten die Skatstädterinnen mit Ballbesitz, jedoch ohne den notwendigen Torerfolg. Zunächst tat dies dem Spielverlauf aber keinen Abbruch, da sich die Anfangsphase sehr ausgeglichen gestaltete. Einzige Auffälligkeit war in dieser Phase eine zu milde Auslegung des Regelwerks durch die Schiedsrichter. Als Nancy Mahnstein im Konter rüde im Sprung attackiert wird, entscheiden sich die beiden Unparteiischen für eine Zwei-Minuten-Strafe anstelle der wohl angebrachten roten Karte. Der weitere Verlauf gestaltete sich aufgrund dieses Schiedsspruches dementsprechend hart, auch wenn die weiteren Entscheidungen der Schiedsrichter keinen eminenten Einfluss auf das Spielgeschehen mehr hatten. Aufbau agierte im Abwehrverband einfach zu langsam auf den Beinen und zeigte kaum Aggressivität gegen die zum Teil körperlich überlegenen Gegner. Der wiederum wusste die Lücken konsequent für sich zu nutzen und setzte sich bis zur Halbzeit auf 14:9 ab.

Ernüchternde Konsequenz der schwachen Abwehrarbeit waren auch in Hälfte zwei die ausbleibenden Konter, die Aufbau in den vergangenen Wochen stets für sich zu nutzen wusste. Stattdessen wussten die Damen auf dem Parkett auch in den zweiten 30 Minuten die Ansagen der Trainerinnen nicht umzusetzen und verharrten weiter bei schwachen Abschlüssen und einer zu instabilen Abwehr. Dort machte vor allem die Kreisläuferin des Gisperslebenerinnen mächtig Alarm und sorgt sowohl aktiv als auch passiv für die weiteren Torerfolge für die Gastgeber. Aufbau dagegen konnte sich immerhin noch einmal auf zwei Tore heranarbeiten, verfiel dann aber trotz der aufopferungsvollen Kampfansage von Kapitän Yvonne Dietrich wieder in alte Muster zurück.

Letztlich blieb beim Abpfiff und dem 27:20-Sieg für Gispersleben die Erkenntnis, dass die Aufbau-Frauen zwar keinen gänzlich rabenschwarzen Tag erwischten, aber doch einen, den man schnellstmöglich abhaken sollte. Auf allen Positionen ließen Konzentration, Konsequenz und Kampfeswille zu wünschen übrig, sodass der Doppelpunkt für Gispersleben durchaus verdient ist. Die Chance, alles vergessen zu machen und sich wieder am oberen Tabellendrittel festzubeißen, haben die Frauen bereits am kommenden Samstag. Dann trifft man erneut auswärts auf den derzeitigen Tabellendritten aus Ruhla.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Gina Wodrich, Henriette Hermsdorf, Yvonne Dietrich (5 Tore), Jessica Frenzel, Carolin Lange (2), Laura Winkler (3), Elisa Vogeler, Nancy Mahnstein (6/1), Benita Ebersbach (3/1), Pia Langstein und Nicole Zeise

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Annekathrin Rudolph

Deutlicher Sieg gegen Tabellennachbarn  SV Aufbau Altenburg – SSV Saalfeld 92  29:16 (17:8) 11.01.2015 SV Aufbau Altenburg – SSV Saalfeld 92

Deutlicher Sieg gegen Tabellennachbarn

So wie das alte Jahr endete, begann für die Aufbau-Frauen auch das neue: mit einem Sieg in heimischer Halle! Gegen den direkten Tabellennachbarn aus Saalfeld setzte sich das Team von Interimscoach Franziska Bärbig deutlich mit 29:16 durch. Punktgleich mit drei weiteren Mannschaften rangieren die Skatstädterinnen nun auf dem vierten Tabellenplatz.

Krankheitsbedingt mussten die Aufbau-Frauen auf Henriette Hermsdorf, Jessy Fränzel und Elisa Wippich verzichten. Gina Wodrich verblieb also als einzige Torfrau, erwischte aber wieder einmal einen guten Tag und war der gewohnt zuverlässige Rückhalt für ihr Team. Gleich zu Beginn der Partie machte sich das individuelle und harte Training der Vorwoche bezahlt: Aufbau agierte aus einer aggressiven Abwehr heraus, die mit dem Mittelblock aus Nicole Zeise, Laura Winkler, Nancy Mahnstein und Benita Ebersbach konzentriert zu Werke ging. Dazu gesellte sich ein ansehnliches Angriffsspiel, in dem bis zur Chance gespielt wurde und ein ums andere Tor in den Maschen des Gegners landete. Der allerdings zeigte sich wahrlich nicht von seiner besten Seite, leistete sich viele Fehler im Spielaufbau und lud die Altenburgerinnen förmlich zum Tempogegenstoßspiel ein. Über die Stationen 8:2 und 15:5 setzte man sich vorentscheidend zum 17:8 Halbzeitstand ab.

Nach dem Pausentee ließ die Konzentration merklich nach, ob der deutlichen Führung und der ausbleibenden Leistungssteigerung der Gäste sollte dieses Manko aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Nach einer Auszeit der Saalfelder kamen die Gastgeber aber wieder besser ins Spiel, konnten die 10-Tore-Führung halten und sogar weiter ausbauen. Aufgrund der sicheren Spielweise kamen alle Spielerinnen zu ihren Einsatzzeiten, Elisa Vogeler und Pia Langstein wussten sich sogar auf ungewohnten Positionen mehrmals in Szene zu setzen. Am Ende stand ein deutlicher und in dieser Höhe auch verdienter 29:16-Sieg für die Aufbau-Frauen zu Buche.

Aufgrund des freien Wochenendes ruft Trainerin Bärbig am Donnerstag zum Testspiel, um die gute Form der Mannschaft weiter zu forcieren und immer besser in den Spielrhythmus zu finden. Das nächste Mal um Punkte in der Meisterschaft geht es dann am 24. Januar in Gispersleben. Dann tritt die Mannschaft bei den Nord-Erfurterinnen an – sicher mit dem Ziel den 20:17-Erfolg aus der Hinrunde auch auswärts zu bestätigen.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Yvonne Dietrich (6), Carolin Lange (4), Saskia Becker (2/2), Laura Winkler (4), Elisa Vogeler (2), Nancy Mahnstein (4), Benita Ebersbach (7), Pia Langstein (2), Gina Wodrich und Nicole Zeise

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Annekathrin Rudolph

Absturz ins Mittelfeld  HSV Weimar – SV Aufbau Altenburg  23:15 (9:5) 29.11.2014 HSV Weimar – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen rutschen ins Mittelfeld ab
HSV Weimar – SV Aufbau Altenburg      23:15 (9:5)

Fünf Saisonspiele, davon zwei Siege, zwei Niederlagen und ein Unentschieden. Das ist die bisherige Bilanz der Aufbau-Frauen in der Thüringenliga. Und entsprechend der bisherigen Ergebnisse rangieren die Mädels von Cheftrainer Volker Friedrich vor dem vorletzten Spiel des Jahres nur auf dem sechsten Tabellenrang. Keine Frage, das geht an der Zielstellung der laufenden Saison vorbei. Doch das Ziel des direkten Wiederaufstiegs muss wohl auch aufgrund der Ausfälle von Stefanie Lingk, Franziska Bärbig und Lucie Brunova, die sonst im Rückraum die Fäden ziehen, vor Jahresfrist ad acta gelegt werden.

Denn auch beim Auswärtsspiel beim derzeitigen Tabellendritten aus Weimar gab es für die Truppe nichts zu holen. Die Mannschaft konnte das vorgegebene Konzept schier nicht umsetzen und verschlief direkt die ersten 20 Minuten des Spiels. Lediglich zwei Treffer konnten die Skatstädterinnen bis dato markieren, während die Gastgeber bereits acht Mal den Ball in den Altenburger Maschen versenkten. Bis zur Halbzeit gab es immerhin noch ein kurzes Aufbäumen, mehr als einen 9:5 Halbzeitstand konnte das Team aber nicht mehr aufs Parkett bringen.

In Halbzeit zwei startete die Mannschaft aber nicht wirklich aggressiver: Im Abwehrverband fehlte der letzte Biss, im Angriff agierte man nicht dynamisch genug. Dazu gesellten sich dann wieder einmal zahlreiche Pfostentreffer und Fehlwürfe, die ihr übriges zum Spielgeschehen beitrugen. Während die Frauen aus Weimar ihre 10:8-Führung nach der Pause kurzerhand in ein 16:9 ummünzten, waren die Messen bereits gelesen. Nach dem 22:12 gelang den Altenburgerinnen wenigstens noch eine kleine Ergebniskosmetik, an der zweiten Saisonniederlage konnte diese aber auch nichts mehr ändern. Letztlich ging es mit einer 23:15-Niederlage zurück auf die Heimreise.

Im vorletzten Spiel des Jahres trifft das Aufbau-Team in heimischer Halle am kommenden Samstag, 18 Uhr auf den Tabellenletzten aus Mühlhausen. Alles andere als ein Sieg zum Nikolaus-Tag wäre wohl für alle Beteiligten eine herbe Enttäuschung. Deswegen startet die Mannschaft hochmotiviert in den nächsten Fight und will wieder doppelt punkten.

Aufbau spielte mit:
Wodrich, Wippich, Hermsdorf, Dietrich (2 Tore), Lange (2), Becker, Winkler, Vogeler (1), Mahnstein (6), Langstein (2), Ebersbach (2)

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Annekathrin Rudolph

Aufbau Mädels ziehen ins Pokal-Viertelfinale ! Aufbau Mädels ziehen ins Pokal-Viertelfinale !

Handball – Thür.Pokal Frauen

Lok Meiningen – Aufbau Altenburg 21:23 (10:9)

Zum Sonntagnachmittag einmal quer durch Thüringen hieß die Devise für die Aufbau Frauen um sich für das Pokal-Viertelfinale diesen Jahres platzieren zu können. Dazu das fehlende Trainerduo (wurde durch das Ehepaar Bärbig perfekt ersetzt !), ein spiegelglatter Hallenboden und ein unverkennbar einheimisches Schiedsrichterduo, es gibt bessere Voraussetzungen als ein Auswärtsspiel erfolgreich zu gestalten, auch wenn man durch den Klassenunterschied in leichter Favoritenstellung in die Partie gehen sollte. Davon war aber zunächst nicht viel zu sehen, die Einheimischen kamen mit sämtlichen Unwegbarkeiten deutlich besser zu recht und ließen von Beginn an auch nur wenig zu. Zudem leisteten sich die Gäste zunächst ein Übermaß an technischen Fehlern, so dass zu Mitte der ersten Halbzeit das 4:4 als deutlicher Beweis eines nicht besonders attraktiven Frauenspieles gewertet werden kann. Und es kam gar noch schlimmer, da die Altenburger die einzige Fernwerferin der Meininger nicht in den Griff bekamen, geriet man fünf Minuten vor der Pause beim 10:7 erstmals in eine Drei-Tore Rückstand. Yvonne Dietrich war es jetzt die ihr Team noch einmal „aufweckte“ und wenigstens zur Halbzeitpause noch den Anschlusstreffer markierte.
Die zweite Spielhälfte dann nicht unbedingt berauschender, aber wenigstens kontrollierten die Aufbau Frauen jetzt das Spiel, nachdem man in der 35.Minute die Führung übernommen hatte. Vor allem aber lief der Ball jetzt sicherer durch die Reihen, es wurde bis zur Chance gespielt und diese dann ein wenig kaltschnäuziger genutzt als noch in der ersten Spielhälfte. So konnten die Gäste mit viel Geschick ihren knappen Vorsprung jederzeit verteidigen und hatten beim 17:21 den Sieg schon nah vor Augen. Zwar verkürzten die Westthüringer noch einmal, aber auch das überstand das Team und brachte den Erfolg letztendlich noch sicher über die verbleibende Spielzeit.

Aufbau mit: Wodrich, Hermsdorf,
Dietrich (6), Fränzel, Lange (3), Becker, Winkler (1),
Vogler (1), Mahnstein (4), Langstein (1), Ebersbach (7),
L.p.

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Lutz

SV Aufbau Altenburg – Nordhäuser SV  20:17 (11:9) 01.11.2014 SV Aufbau Altenburg – Nordhäuser SV

Aufbau-Frauen punkten wieder

Am Samstagabend sicherte sich die Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg den zweiten Doppelpunktgewinn der Saison. In der relativ torarmen Partie gegen den Nordhäuser SV gewann die Altenburger Mannschaft 20:17 (11:9).

Die Aufbau-Mädels zeigten von Anfang an, dass die verlorene Partie in der Vorwoche in Apolda (29:21) Geschichte ist und ein Ausrutscher, aufgrund von Krankheit und Verletzung der Spielerinnen war. Das Altenburger Team ging mit 1:0 in Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr her. Das spricht für die robuste und gut agierende Abwehr, die die Aufbau-Frauen an besagtem Samstagabend zeigten. Im Angriff passierten zudem weniger Fehler, als noch im Spiel gegen den HSV Apolda. Dennoch müssen die Altenburgerinnen weiterhin hart trainieren um die Fehlerquote so gering wie möglich zu halten.

Die zwei Spielhalbzeiten sind einfach erzählt. In der ersten Halbzeit legten die Aufbau-Frauen vor, ein bis zwei Tore konnte man sich sogar absetzen, dennoch konnten die Nordhäuserinnen auch ausgleichen (6:6 und 8:8). Der Halbzeitstand von nur 9 Gegentreffern spricht für die gute Abwehrarbeit und die wieder einmal sehr gut aufgelegte Gina Wodrich im Altenburger Tor. In der zweiten Spielhälfte konnten sich die Aufbau-Frauen zu Beginn noch nicht absetzen. Nach und nach gelang dies aber. Beim 20:14 war die Partie fast schon entschieden. Die restlichen drei Tore der Nordthüringerinnen waren nur noch Ergebniskosmetik.

Nun hat die Mannschaft um das Trainergespann Friedrich/Wurzbach drei Wochen Zeit, um Verletzungen und Krankheiten auszukurieren und weiter hart zu trainieren, denn am 29. November steht in Weimar wieder eine schwere Partie auf dem Plan.

Für den SV Aufbau Altenburg spielten:
Dietrich (2 Tore), Fränzel, Becker (1), Winkler (5), Vogeler, Hermsdorf, Mahnstein (5), Langstein (2), Wodrich, Ebersbach (5)

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Johannes Rudolph

HSV Apolda 1990 – SV Aufbau Altenburg  29:21 (10:9) 25.10.2014 HSV Apolda 1990 – SV Aufbau Altenburg

Desaströser Auswärts-Auftritt

Ein Sieg und ein Unentschieden stand bis zum Samstagabend auf dem Punktestand der Frauenmannschaft von Aufbau Altenburg. Drei Pluspunkte, die nur wenige Handballfans der Mannschaft zugetraut haben, handelte es sich mit den Gegnern doch um keinen geringeren als den Vorjahres-Landesmeister, den TSV Motor Gispersleben und eine der Spitzenmannschaften der Frauen-Thüringenliga, den HBV Jena 90. Zudem war die Mannschaft in beiden Spielen doch arg dezimiert. Dennoch holten sich die Aufbau-Frauen die Punkte über Kampf, Leidenschaft und Siegeswillen. Jedoch nicht so am vergangenen Samstag beim HSV Apolda 1990.

Dieses Spiel kann wohl als kompletter Blackout zusammengefasst werden. Die Aufbau-Mannschaft war arg dezimiert, nur neun Spielerinnen waren mitgereist und zudem waren einige Spielerinnen auch noch angeschlagen. In der ersten Halbzeit gab es noch Lichtblicke für die Altenburger Mannschaft, zur Halbzeit lag man lediglich mit einem Tor (10:9) zurück. In der zweiten Spielhälfte passierten jedoch zu viele Fehler auf Altenburger Seite. Fehlpässe und Fehlwürfe reiten sich aneinander, da wird es ganz schwer, dass Spiel noch zu drehen. Am Ende steht eine eindeutige 27:19-Niederlage zu Buche, die erstmal verdaut werden muss.

Am kommenden Samstag (18 Uhr, Goldener Pflug) gastiert der Nordhäuser SV in Altenburg. Der Aufsteiger aus der Landesliga ist mit 3:3 Punkten Sechster der Tabelle und damit nur einen Platz hinter der Aufbau-Mannschaft. Für Spannung dürfte also gesorgt sein.

Für die Altenburger Mädels gilt es hart zur trainieren um am Samstag wieder Punkte in heimischer Halle einzuholen.

Johannes Rudolph

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

SV Aufbau Altenburg – HBV Jena 90  18:18 (11:9) 28.09.2014 SV Aufbau Altenburg – HBV Jena 90

Rumpftruppe schrammt am Sieg vorbei

Erneut ohne Stefanie Lingk, Franziska Bärbig und Pia Langstein und zudem mit zwei angeschlagenen Spielerinnen ist die Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg am zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel vorbeigeschrammt. In der Partie gegen den HBV Jena 90 reichte es am Ende noch zu einem Unentschieden – die weiße Weste steht also weiterhin.

Mit einem Sieg aus der Vorwoche im Rücken startet die Mannschaft von Cheftrainer Volker Friedrich motiviert und engagiert in das zweite Thüringenliga-Spiel. Zwar lagen die Altenburgerinnen nach fünf Minuten mit 0:2 zurück, durch eine konstante Abwehrleistung konnte der Rückstand jedoch aufgeholt werden. Nach dem 5:5 vermochte es das Team sogar sich weiter abzusetzen und einen kleinen Vorsprung zum 8:5-Zwischenstand zu erspielen. Neben der guten Abwehrleistung erwischten auch die Torfrauen wieder einen ordentlichen Tag: Gina Wodrich glänzte einmal mehr mit 13 Paraden allein in Halbzeit eins, Elisa Wippich parierte zudem zwei Siebenmeter. Bis zur Halbzeit machten die Jenenserinnen den Skatstädterinnen die Führung nicht mehr streitig, mit 11:9 ging die Friedrich-Sieben demnach in die Pause.

Lange Zeit konnten die dezimierten Aufbau-Frauen diesen Vorsprung allerdings nicht halten. Spätestens beim 13:13 war die Partie wieder völlig offen und beide Teams drauf und dran, beide Punkte für sich zu beanspruchen. Zudem gesellte sich die prekäre Lage, dass mit Laura Winkler und Yvonne Dietrich bereits zwei Aufbau-Spielerinnen mit zwei Zeitstrafen belegt waren und damit im besonderen Fokus der Schiedsrichter standen. Bis zur 50. Minute konnte die Truppe den Kampf und die Konzentration dennoch weiter hochhalten, danach machten sich jedoch erste Schwächeanzeichen auf Altenburger Seite bemerkbar, die der Gegner für sich zu nutzen wusste. Mit der Disqualifikation von Laura Winkler dezimierte sich der Kader zusehends, sodass die verbliebenen Spielerinnen noch näher zusammenrücken mussten. Da sich jedoch auch der Gegner nach einer groben und unfairen Aktion gegen Benita Ebersbach mit einer Disqualifikation auseinandersetzen musste, blieb das Spiel auch fünf Minuten vor dem Abpfiff und dem Stand von 16:16 weiter spannend.

Letztlich gingen die Gäste durch eine Einzelaktion zum 17:18 in Führung, sodass Aufbau im Zugzwang war, durch einen letzten Kraftakt – angetrieben durch das heimische Publikum – aber noch das Unentschieden ins Ziel retten konnte. Sicherlich fühlt sich der Punktgewinn eher wie eine Niederlage an, hatte man im gesamten Spielverlauf doch die Chance beide Punkte in heimischen Gefilden zu behalten. Betrachtet man jedoch die Tatsache, dass Aufbau erneut arg gebeutelt und dezimiert ins Spiel ging, bleibt doch der Fakt, dass trotz schwieriger Bedingungen weiterhin die weiße Weste hält.

Bis zum nächsten Spieltag, am 25. Oktober, ist nun genügend Zeit für Regeneration. Bleibt zu hoffen, dass das Team bis zum ersten Auswärtsspiel beim derzeitigen Tabellenletzten aus Apolda fit und in Bestbesetzung zu Werke gehen kann, um die positive Bilanz weiter aufrechtzuerhalten.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Wodrich, Wippich, Hermsdorf
Dietrich, Fränzel, Becker (2/2), Winkler (3/1), Vogeler, Mahnstein (7), Ebersbach (5), Lange (1)

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

SV Aufbau Altenburg – TSV Motor Gispersleben  20:17 (7:10) 21.09.2014 SV Aufbau Altenburg – TSV Motor Gispersleben

Handball Frauen Thüringenliga
Großer Kampf bringt Auftaktsieg

Vier Monate mussten die Fans des SV Aufbau Altenburg darauf warten, dass ihr Frauenteam wieder auf dem Parkett steht. Zwar spielte das Team von Cheftrainer Volker Friedrich bereits vor zwei Wochen seine erste Partie, nach dem DHB-Pokal-Aus in der ersten Runde, stand nun jedoch das erste Spiel im Punktspielalltag auf dem Programm. Der Gegner? Kein geringerer als der Vorjahres-Landesmeister der Thüringenliga, der TSV Motor Gispersleben.

Trotz des verletzungsbedingten Fehlens von Kapitän Stefanie Lingk, Rückraumspielerin Franziska Bärbig, Flügelflitzer Pia Langstein (Bänderriss im Training) und der beruflich verhinderten Torhüterin Elisa Wippich wollte die Mannschaft unbedingt mit einem Sieg in die neue Saison starten. Bemerkenswert war dabei, dass alle verfügbaren Spielerinnen enormen Einsatz und Kampfeswillen zeigten und jede Verantwortung übernahm. Folgerichtig glückte ein guter Start in die Partie gegen die robust zu Werke gehenden Rand-Erfurterinnen. Über die Stationen 3:1 und 6:3 und konnten die Skatstädterinnen mit 7:4 in Führung gehen. Danach folgte jedoch ein Einbruch im Spielgeschehen, die bis dahin gute Abwehrleistung ging verloren und die Gegner nutzten die Chance, um sich mit einem 0:6-Lauf bis zur Halbzeit auf drei Tore zum 7:10 abzusetzen.

Entsprechend motivierend folgten die Trainer-Worte in der Halbzeitpause. Friedrich appellierte sein Team die ersten 20 Minuten wieder aufleben zu lassen und entsprechend konzentriert in die zweiten 30 Minuten zu gehen. „Mädels, wir gehen jetzt da raus, machen den Ausgleich, holen uns die Führung zurück und fahren das Ding nach Hause“, verlautete es aus den Katakomben des Goldenen Pfluges. Gesagt, getan! Voller Motivation ging es in die zweite Hälfte, in der sich das Team stabilisierte und wieder die Oberhand im Spielgeschehen übernahm. Trotz der körperlichen Unterlegenheit wollten sich die Aufbau-Frauen diesen Sieg nicht nehmen lassen, holten sich beim 12:12 den Ausgleich und sicherten sich gleich im Angriff darauf die Führung. Und die gaben sie bis zum Spielende nicht mehr her. Einen Löwenanteil daran hatte wieder einmal eine gut aufgelegte Gina Wodrich zwischen den Pfosten, die fünf Siebenmeter hielt und im Spiel mit 15 Paraden glänzte. Auch dank der sich gut entwickelnden Integration der A-Jugend-Spielerinnen setzten sich die Altenburgerinnen nach dem 15:13, über 17:15 und 19:16 zum 20:17 Endstand ab.

„Wir freuen uns sehr über diesen erfolgreichen Saisonstart“, bilanzierte Mannschaftsbetreuer Rick Wurzbach nach der Partie. „Doch jetzt gilt es diese Motivation, diese Einstellung und den Kampf, die ganze Saison über zu behalten, zu stärken und zu verinnerlichen, um Woche für Woche stark aufzutreten“. Dies unter Beweis zu stellen, dazu hat die Mannschaft gleich am kommenden Sonntag wieder die Gelegenheit: Dann geht es im zweiten Saisonspiel in der Thüringenliga gegen den HBV Jena, der seine Auftaktpartie ebenso erfolgreich gestaltete.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Wodrich, Hermsdorf, Dietrich (1 Tor), Fränzel, Lange (1), Becker, Winkler (4), Vogeler, Mahnstein (7), Ebersbach (7)

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

Erstrunden-Aus für Aufbau-Frauen!  SV Aufbau Altenburg – TSG Ober-Eschbach  11:32 (6:19) 07.09.2014 SV Aufbau Altenburg – TSG Ober-Eschbach

DHB-Pokal 1. Runde Frauen: SV Aufbau Altenburg – TSG Ober-Eschbach 11:32 (6:19)

Erwartet hatte es sicher niemand, erhofft dafür viele. Mit einem deutlichen 11:32 gegen den Drittligisten TSG Ober-Eschbach hat sich die Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg in der ersten Runde aus dem DHB-Pokal verabschiedet. Trotz des deutlichen Ergebnisses konnte man dem Team von Trainer Volker Friedrich mangelnden Einsatz keineswegs vorwerfen. Schwerer als die Niederlage wiegt jedoch die wachsende Verletztenliste.

Zum dritten Mal in Folge durften die Skatstädterinnen dem Pokalausscheid des Deutschen Handball-Bundes beiwohnen und damit die Chance nutzen, sich mit hochklassigen Teams zu messen. In dieser Saison wartete im Goldenen Pflug kein geringerer als der Zweitliga-Absteiger aus Ober-Eschbach, der entsprechend als haushoher Favorit nach Altenburg reiste. Kein Grund jedoch für das Aufbau-Team direkt den Kopf in den Sand zu stecken: “Wir wollen solange wie möglich mitspielen und das Spiel offen gestalten”, verkündete Friedrich selbstbewusst vor dem Anpfiff. Entsprechend motiviert startete auch seine Mannschaft in die Partie: Zwar setzten sich die Gäste binnen der ersten zehn Minuten auf 1:4 ab, den Anforderungen von Gästetrainer Renato Ribic schien dies aber nicht zu genügen. Grund für die frühzeitige Umstellung seines Teams hatte vor allem eine engagierte Abwehrleistung der Altenburgerinnen.

Dass die Gegner aber zwei Klassen über den Altenburgern spielen, zeigte sich trotz allem Kampfgeist und Willen im Angriffsgeschehen. Während sich die Gastgeberinnen schwer mit dem Erarbeiten klarer Torchancen taten, agierten die Gäste deutlich variabler. Nach 20 gespielten Minuten resultierte eine 4:10 Führung für die Gäste. Dabei hatten die beiden gut aufgelegten Torhüterinnen Henriette Hermsdorf und Gina Wodrich schlimmeres durch zahlreiche Paraden bereits verhindert. Letztere glänzte einmal mehr bei Siebenmeterentscheidungen und parierte gleich mal drei sichere Gästechancen in Serie (vier insgesamt). Bis zur Halbzeit waren die Messen bereits gelesen, war beim Stand von 6:19 der Einzug in die nächste Runde doch bereits in ungreifbare Ferne gerückt.

Grund genug für Trainer Friedrich seinen jungen Neuzugängen eine Chance zu geben, die fortan hauptsächlich auf dem Spielfeld standen. Gewissermaßen in diese Aufstellung zwang ihn jedoch auch die Verletztenliste: Vize-Kapitän Franziska Bärbig, Rückraumspielerin Nancy Mahnstein und Flügelflitzer Pia Langstein konnten aufgrund diverser Verletzungen die Partie nicht zu Ende spielen – auch ihr Einsatz beim Punktspielauftakt in der kommenden Woche bleibt fraglich. Um der Regeneration seines Teams etwas Zeit zu geben, entschied sich Friedrich nach dem Spiel deswegen für einen Tag trainingsfrei in dieser Woche.

“Es waren gute Ansätze zu sehen und vor allem die Einstellung, der Wille und Kampf deutlich vorhanden. Genau diesen Zusammenhalt müssen wir jetzt mit in die neue Saison nehmen”, erklärte Mannschaftsbetreuer Rick Wurzbach nach der 11:32 Niederlage und dem daraus resultierenden Erstrundenaus seines Teams.

Inwiefern das Team dieses Engagement in die neue Saison transportieren kann, zeigt sich am Wochenende. Dann startet das Team mit einem Auswärtsspiel beim Vorjahressieger der Thüringenliga in Gispersleben.

Aufbau spielte mit:
Wodrich, Hermsdorf
Fränzel, Lange, Becker 4/3 Tore, Winkler 1, Mahnstein 1, Bärbig 2, Ebersbach 2, Langstein 1, Vogeler

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

SV Aufbau Altenburg – SC Markranstädt  20:28 (11:18) 11.01.2014 SV Aufbau Altenburg – SC Markranstädt

Aufbau-Frauen zeigen Kampfeswillen gegen Tabellenführer

Vielleicht hatte der ein oder andere aufgrund der Tabellensituation – Erster gegen Neunter – im Vorfeld mit einer deutlichen Sache gerechnet. Vielleicht wurde spekuliert, ob die Aufbau-Damen 30 oder gar 40 Tore eingeschenkt bekommen. Doch all diese Zweifler hatten die Rechnung ohne ein hochmotiviertes, kämpferisch überzeugendes und mannschaftlich geschlossen auftretendes Altenburger Team gemacht. Denn im 13. Spiel der Saison unterlag die Truppe von Trainer Volker Friedrich dem SC Markranstädt zwar mit 20:28 – doch enttäuscht hatte sie nicht.

Vielmehr hatten es die Altenburger Damen vermocht, dem derzeit ungeschlagenen Tabellenführer seinen zweitniedrigsten Sieg zuzufügen. Zudem konnte das Team in der reinen Betrachtung der zweiten Halbzeit (9:10) das Spiel äußerst offen und ausgeglichen gestalten. Auch wenn dies einen Sieger zweifelsfrei wenig bewegt, ist es doch für die Aufbau-Frauen ein deutliches Signal in die richtige Richtung.

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Die hohe Motivation zeigte sich von Beginn an auf beiden Seiten: Nach einer ungewöhnlich langen Abtastphase (das erste Tor fiel erst in der dritten Minute) glich das Aufbau-Team nach einem 0:2 Rückstand postwendend zum 2:2 aus. Grund daran hat vor allem eine gutformierte Altenburger Abwehrreihe, in der sich jede Spielerin für ihre Nebenfrau engagierte und die Zweikämpfe aggressiv angenommen wurden. Auch im Angriff konnte die Mannschaft um eine das spielleitende Stefanie Lingk die taktischen Maßnahmen auf die Platte bringen und dem Gegner damit auf Augenhöhe begegnen. Leider gesellten sich aber auch wieder Unkonzentriertheiten ins Spiel der Aufbau-Frauen, die der Tabellenführer aus Markranstädt stets in eigene Tore ummünzen konnte. Nach dem 7:9 in der 20. Minute konnten sich die Spielerinnen von Gäste-Trainer Michael Zita deswegen zum 7:13 absetzen und bis zur Halbzeit den Vorsprung auf sieben Tore ausbauen (11:18).

Nach der Halbzeit vermochten es die Gäste sogar durch schnelle Konter und eine gut aufgelegte Torhüterin Julia Hegemann auf 11:22 davonzuziehen. Wer nun aber dachte, dass sich das Aufbau-Team aufgab und sich mit einer hohen Niederlage abfand, wurde eines besseren belehrt. Vor allem Youngstar Benita Ebersbach zeigte sich – wie im Spiel gegen den THC II – wieder von ihrer besten Seite und unterstützte die Mannschaft nach Kräften bei ihrem weiteren Kampf. Und für diesen belohnte sich die Mannschaft beim 20:26, als sie den Vorsprung der Gäste schon fast wieder halbiert hatte. Letztlich waren die 27 Fehlwürfe aber doch zu viel, um den Tabellenführer vielleicht noch etwas mehr zu ärgern. Am Ende hieß es deshalb 20:28 – ein Ergebnis mit dem sich beide Mannschaften durchaus zufrieden zeigten.

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“Das 20:28 gegen einen Spitzenreiter, der ungeschlagen ist und absoluter Aufstiegsaspirant, ist zwar ein Zwei-Punkte-Verlust in der Tabelle, aber es ist eben auch eine riesen Motivation für die anstehenden Herausforderungen”, fasste es Mannschaftbetreuer Rick Wurzbach nach dem Spiel passend zusammen. Und auch Chef-Coach Friedrich wirkte erleichtert: “Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft definitiv zufrieden, wir haben gezeigt das wir noch ein Wörtchen mit zureden haben im Kampf um den Klassenerhalt und wenn wir diese Motivation und die positiven Dinge aus diesem Spiel mitnehmen können, dann ist unser Ziel auf jeden Fall erreichbar.”

Einen ganz besonderen Dank richtete die Mannschaft nach der Partie an die Como-Vento-Familie, die zusammen mit den 350 Zuschauern eine tolle Handballstimmung im Goldenen Pflug auslösten und mit ihren “sambasiastischen Trommelkünsten” für lautstarke Unterstützung sorgten.

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Unter dem Motto ‘Angriff ist die beste Verteidigung’ wollen wir Altenburgerinnen in der kommenden Woche an die gute Mannschaftsleistung anknüpfen und gegen den direkten Tabellennachbarn aus Görlitz beim nächsten Heimspiel (18. Januar, 18 Uhr Pflug) beide Punkte für sich beanspruchen.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Wodrich, Wippich
Dietrich (1 Tor), Lange, Winkler (2/1), Biele (5), Mahnstein, Schmidt, Herziger, Lingk (6), Holz (3), Ebersbach (2)

 A.Rudolph

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

TSV Niederndodeleben – SV Aufbau Altenburg  42:19 (25:9) 08.12.2013 TSV Niederndodeleben – SV Aufbau Altenburg

Mit höchster Niederlage des Jahres in die Weihnachtspause

Die Aufbau-Frauen verabschieden sich mit ihrer bis dato höchsten Niederlage in die Weihnachtspause. Beim letzten Auswärtsspiel des Jahres unterlag die Friedrich-Sieben gegen überzeugend aufspielende Gastgeber aus Niederndodeleben mit 42:19. Vom unbedingten Willen den Aufwärtstrend der letzten Woche mitzunehmen, war dabei wenig zu erkennen. Bis zum 4. Januar haben die Altenburgerinnen nun frei – doch Arbeit wartet genug auf sie.

Tabellendritter gegen Tabellenneunter – eine Konstellation, die die Favoritenrolle klar verteilt. Dass es am Ende aber so eine deutliche Sache werden würde, ahnte wohl niemand. Zwar kündigten die Gastgeber aus Sachsen-Anhalt bereits im Voraus an, dass sie den Doppelpunktgewinn gegen die Altenburgerinnen fest eingeplant hatten, dass sie die Aufbau-Sieben dann aber mit 23 Toren Vorsprung regelrecht abfertigten, untermauerte ihre Heimstärke enorm.

Bereits den Auftakt ins Spiel vermasselte das Altenburger Team gehörig – binnen weniger Minuten netzten die Niederndodeleberinnen zum 3:0 ein und von diesem Schock schienen sich die Aufbau-Frauen auch nicht mehr erholen zu können. In einigen Situationen schien es gar so, als ob die Mannschaft völlig neben sich und offenbar auch neben dem Parkett stand. Von einer Abwehrleistung vermochte das Trainerteam ob der fehlenden Aggressivität gar nicht erst zu sprechen, und auch im Angriffsgeschehen zeigte das Team unerklärlicher Weise Zweikampfscheu.

Beim 25:9 nach 30 Minuten war das Spiel bereits zu Gunsten der Gastgeber entschieden – und auch in Halbzeit zwei konnte das Team lediglich mit Einzelaktionen “glänzen”. Stefanie Lingk zeigte wie wichtig sie nach ihrer Knieverletzung wieder für das Team ist. Sie konnte nach ihrer langen Pause Spielpraxis sammeln und leistete sowohl in Abwehr als auch Angriff eine gute Leistung. Ebenfalls positiv agierte Elisa Wippich im Tor, die einen Siebenmeter hielt und sich mit acht weiteren Paraden auszeichnen konnte. Doch auch die beiden konnten nicht verhindern, dass sich der Tabellendritte immer weiter absetzte und am Ende mit einem sicheren 42:19-Sieg die höchste Niederlage des Jahres für die Aufbau-Frauen besiegelte.

Mit zwei Siegen, einem Unentschieden und acht Niederlage verabschieden sich die Aufbau-Frauen aus dem Jahr 2013. Bisher weilt das Team auf dem neunten Tabellenplatz, der nach den Regularien den Verbleib in der Mitteldeutschen Oberliga sichern würde. Diesen Platz zu halten wird die Aufgabe von Brunova, Lingk und Co. auch in 2014 sein – doch weil das Team direkt mit zwei Spielen gegen den THC Erfurt II (34:19-Hinspielniederlage) und Markranstädt (ungeschlagener Tabellenführer) startet, werden die Aufgaben auch im kommenden Jahr auf keinen Fall leichter.

Bleibt zu hoffen, dass im neuen Jahr alle Verletzten wieder gesund mit an Bord sind, sodass Trainer Friedrich aus den Vollen schöpfen kann, wenn es darum geht, Punkt für Punkt für den Klassenerhalt zu kämpfen – und das sie dazu gewillt sind, haben die Aufbau-Frauen doch schon gezeigt.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Keller, Wodrich, Wippich,
Dietrich, Lange, Brunova, Winkler, Schmidt, Herziger, Lingk, Hoffmann, Ebersbach

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

TSG Calbe / Saale – SV Aufbau Altenburg   22:22 (7:10) 01.12.2013 TSG Calbe / Saale – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen machen (kleinen) Schritt vorwärts

Die erste Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg hat sich mit einem 22:22 beim Tabellenletzten TSG Calbe/ Saale einen kleinen Schritt nach vorn bewegt und einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg gesichert. Beim ausgeglichenen Spiel in Sachsen-Anhalt vergab die Friedrich-Sieben jedoch Sekunden vor Schluss noch den Doppelpunktgewinn.

Alle Infos und Bilder gibt’s hier:

Nach den schwierigen Wochen im November ist die Mannschaft von Cheftrainer Volker Friedrich mit einem Punktgewinn in den neuen Monat gestartet. Beim Tabellenletzten aus Calbe, der bisher ohne Punkte geblieben war, wollten die Altenburgerinnen unbedingt wieder zurück auf die Erfolgsspur. Und genau mit diesem Willen startet das Team in die Partie: Gemeinsam verfolgten sie das vorgegebene taktische Konzepte, netzten mit gut vorgetragenen Spielzügen sicher ein und konnten sich nach einem ausgeglichenen Anfang (1:1, 3:3) mit einer starken Phase zum 3:7 absetzen. Der von allen Seiten geforderte Kampfgeist war zurück – nach der intensiven Trainingswoche schien ein regelrechter Ruck durchs Teams gegangen zu sein, der seine Wirkung keinesfalls verfehlte. Bis zur Pause schlichen sich allerdings noch ein paar Flüchtigkeitsfehler ein, sodass die Gastgeber noch einmal etwas aufholen konnte.

Aufbau-Coach Volker Friedrich motiviert sein Team für den harten Fight gegen die TSG Calbe/Saale.

Mit dem 7:10 zur Halbzeit schienen aber sowohl die mitgereisten Fans als auch das Team durchaus zufrieden zu sein. Schließlich befand man sich auf dem besten Weg, die Punkte aus Calbe zu entführen. Wahrscheinlich war die Euphorie über die Führung dann aber doch zu groß, denn zum Start der zweiten Hälfte ließen sich die Skatstädterinnen von den hochmotivierten Gastgebern kurzzeitig überrumpeln. In der 40. Minute war deshalb beim 13:13 wieder alles offen. Doch Aufbau steckte nicht auf, zeigte sich als ein großes Team und lies die Köpfe zum ersten Mal seit einigen Woche selbstbewusst oben. Angetrieben von einer sehr gut auflegten Gina Wodrich im Tor und einer erneut treffsicheren Lucie Brunova steckte man auch beim zwischenzeitlichen 18:16-Rückstand nicht auf, sondern zeigte mit der wieder entfachten ‚Eine für alle – alle für Eine‘-Mentalität bedingungslosen Kampfgeist.

In der Halle in Calbe sind mehr Altenburger als Calber Fans vor Ort -
die Como-Vento-Familie sorgte wieder für klasse Stimmmung.

Folgerichtig gelang der Friedrich-Sieben in der letzten Minute, nach einer erfolgreichen Abwehraktion, der Konter zur 21:22-Führung. Während die Aufbau-Frauen aber offenbar bereits im Freudentaumel versanken, nutze Calbe die Unkonzentriertheit der Altenburgerinnen und netzte zwei Sekunden vor dem Abpfiff noch zum 22:22-Endstand ein. Trainer Friedrich zeigte sich trotz des verschenkten zweiten Punkts mit dem geweckten und endlich wieder gezeigten Kampfeswillen seiner Mannschaft zufrieden: „Ich hoffe das aus der Talfahrt der letzten Wochen mit diesem Signal und dem Punkt eine erfolgreiche Bergfahrt wird.“

Eine stabile Abwehrleistung sorgte für die Führung in Halbzeit ein -
und auch in der zweiten Hälfte verhalf sie zur kleinen aber entscheidenden Aufholjagd.

Im letzten Spiel des Jahres müssen die Aufbau-Frauen erneut auswärts ran: Am Sonntag trifft das Team auf den derzeitigen Tabellendritten Niederndodeleben. Keine leichte Aufgabe, um die Fahrt nach oben fortzusetzen.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Keller, Wippich, Wodrich,
Dietrich (1 Tor), Lange, Brunova (12/3), Winkler (1), Schmidt (1), Herziger (2), Lingk (3), Hoffmann (2)

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

SG HV Chemnitz – SV Aufbau Altenburg  33:16 (16:7) 17.11.2013 SG HV Chemnitz – SV Aufbau Altenburg

Aufbaus Talfahrt geht weiter

Mit der dritten Niederlage in Folge setzt die erste Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg ihre Talfahrt fort. Beim Tabellennachbarn SG HV Chemnitz 2010 gab es für die Friedrich-Sieben eine deftige Klatsche. Mehr als doppelt so viele Tore kassiert, wie selbst geworfen – von einem Auswärtsdebakel zu sprechen, trifft es wohl am besten.

Dabei begann die Mannschaft von Trainer Volker Friedrich wie gegen Haldensleben hellwach und zog mit 3:0 in Führung. Die Botschaft der Vorwoche, sich mit Kampfeswillen in die Partie zu begeben, schien beim Team angekommen zu sein. Für zehn Minuten zumindest. Denn danach kamen auch die Gastgeber aus Sachsen immer besser ins Spiel und konnten beim 3:3 erstmals ausgleichen. Mehr noch: Für die nächsten zehn Minuten verweigerten die Skatstädterinnen offenbar den Torerfolg und ließen die Chemnitzerinnen gewähren. Die zogen mit sieben Toren in Folge zum 7:3 davon und bestimmten nun den Ton. Mit jedem Tor, das die Gastgeber einnetzten, schwand auf Altenburger Seite die Motivation und der Kampfgeist gegen den weiter wachsenden Rückstand aufzubegehren. Hinzu gesellte sich die Tatsache, dass Aufbau immer häufiger technische Fehler produzierte und sich dabei selbst den Zahn zog. Zur Halbzeit und dem Stand zum 16:7 waren aufgrund des fehlenden Engagements der Aufbau-Frauen die Messen gelesen.

Denn wer dachte, dass die Damen noch einmal in der Lage wären, sich hinein zu kämpfen, alles dafür zu geben, den Rückstand wett zu machen, irrte. Die Friedrich-Sieben fuhr weiter auf Sparflamme, erwischte einen rabenschwarzen Tag und kassierte mit der 33:16 in Chemnitz die insgesamt sechste Saisonniederlage. Kurz nach Abpfiff stand jedoch fest: Die Mannschaft muss aus diesem demotivierenden Spiel zwingend etwas Positives ziehen und sich mit voller Konzentration und Engagement auf den nächsten Gegner vorbereiten.

Denn wenn am Samstag, 23.11.2013 auf heimischem Parkett gegen den derzeit Vorletzten der Mitteldeutschen Oberliga aus Magdeburg nicht der dritte Saisonsieg folgt, manövriert sich das Team eigenhändig in die Krise.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Keller, Wodrich, Wippich
Dietrich (1 Tor), Dittrich, Lange (1), Brunova (5), Winkler, Biele (7/5), Mahnstein (2), Schmidt (1), Lingk und Hoffmann

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

SV Aufbau Altenburg – HSV Haldensleben  18:25 (7:10) 10.11.2013 SV Aufbau Altenburg – HSV Haldensleben

Aufbau-Frauen verschenken wichtige Heimpunkte

Das dritte Heimspiel der Aufbau-Frauen ist mit einer 18:25-Niederlage zu Ende gegangen. Vom angekündigten Willen, unbedingt wieder zu Hause zu punkten, war nur kurze Zeit etwas zu sehen. Bereits Mitte der ersten Halbzeit steckte eine schwache Friedrich-Sieben auf, ergab sich keinesfalls überragenden Gästen aus Haldensleben und verschenkte zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Dabei begann das Spiel gegen die Gäste aus Sachsen-Anhalt vielversprechend. Der Abwehrverband agierte konzentriert, im Angriff liefen die Fäden zusammen und auch Torhüterin Franziska Keller fand gut ins Spiel. Postwendend markierte Aufbau die 3:1-Führung, die Publikum und Mannschaft in Euphorie versetzten. Warum in den folgenden Minuten die Konzentration aber merklich nachließ und der kämpferische Biss der letzten Wochen auf der Strecke blieb, ist unerklärlich. Bis zum 4:4 blieb die Partie zwar noch auf Augenhöhe, danach lief bei Aufbau aber nur noch wenig zusammen. Fortan legten die Haldensleberinnen einen Gang zu und setzten sich Tor für Tor von den Altenburgerinnen ab. Beim 6:9 nahm Cheftrainer Volker Friedrich folgerichtig die Auszeit, doch auch die brachte eigentlich nur einer Person etwas – Torhüterin Franziska Keller. Nicht auszudenken, wie weit die Gäste bereits zur Pause enteilt wären, hätte die 27-Jährige nicht ein ums andere Mal ihr Tor vernagelt. Leider taten es ihr ihre Vorderleute nicht gleich, sodass sich beide Mannschaften beim Stand von 7:10 zum Pausentee verabschiedeten.

Deutliche Worte der Trainer verklangen in der Pause. Bis auf Keller im Tor und die Achse Brunova-Luttkus-Biele im Angriff lief aber weiterhin nicht viel zusammen. Unkonzentriertheiten führten dazu, dass selbst nach Paraden der Aufbau-Hüterinnen die Gäste immer wieder zu Nachwürfen kamen. Bezeichnend dann die Tatsache, dass einige Spielerinnen sich zusehends nicht mehr gewilligt sahen, den Rückwärtsgang nach vergebenen Chancen einzulegen. Spätestens in der 45. Minute beim 12:20 waren dann alle Messen gelesen und zwei wichtige Punkte an die Gäste verschenkt – denn eine überragende Leistung, die einen derart hohen Rückstand gerechtfertigt hätte, zeigten die Haldensleberinnen bei Leibe nicht. Für etwas Ergebniskosmetik sorgte dann noch die Einwechslung von Youngster Carolin Lange, die sich ins Getümmel warf, doppelt einnetzte und zwei Siebenmeter rausholte.

Direkt nach dem Spiel rief Trainer Friedrich zum Krisen-Rapport. Gemeinsam mit Kapitän Brunova und dem Mannschaftsrat wurden die Probleme des Spiels diskutiert. Die entwickelten Lösungsansätze reichte Brunova postwendend ans Team weiter – bleibt zu hoffen, dass sie am 23. November beim nächsten Heimspiel gegen den BSV Magdeburg (derzeit Tabellenletzter) Früchte tragen und in Pluspunkte umgemünzt werden.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Keller, Wodrich,
Dittrich (1 Tor), Lange (2), Brunova (6/3), Biele (4), Luttkus (1), Mahnstein (3), Schmidt, Herziger, Lingk, Hoffmann (1), Holz und Ebersbach

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

HSV Marienberg – SV Aufbau Altenburg  39:17 (16:10) 26.10.2013 HSV Marienberg – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Rumpftruppe kommt unter die Räder

Es war der erwartet harte Brocken, der den Aufbau-Frauen am vergangenen Wochenende gegenüberstand. Während das stark dezimierte Team von Cheftrainer Volker Friedrich eine gute erste Halbzeit zeigte, überrollte der Tabellenzweite aus Marienberg die Skatstädterinnen in der zweiten Hälfte und schickte sie mit einer 39:17-Packung auf die Heimreise.

Sieben angeschlagene Spielerinnen, drei Erkrankte bzw. Verletzte und vier weitere Ausfälle – das war des Guten am Ende doch zu viel. Während Nancy Mahnstein, Yvonne Dietrich, Laura Winkler, Elisa Wippich, Stefanie Lingk, Marie Luttkus und Benita Ebersbach überhaupt nicht einsatzfähig waren, gingen Lucie Brunova, Eileen Herziger, Franziska Holz, Denise Hoffmann, Gina Wodrich, Carolin Lange und Caroline Dittrich mit grippalen Infekten in die Partie. Auch Cheftrainer Volker Friedrich laboriert noch immer an den Nachwirkungen seiner Nasen-OP. Stark angeschlagen ist bei dieser Liste vielleicht noch etwas untertrieben, doch es nützte nichts, die verbliebenen Zehn wollten sich bestmöglich aus der Affäre ziehen.

Und das gelang der Truppe zu Beginn des Spiels richtig gut. Zwar gingen die Gastgeber schnell mit 3:0 in Führung, beim 5:5 nach rund zehn Minuten waren die Altenburgerinnen jedoch wieder im Spiel und absolut auf Augenhöhe mit den klar favorisierten Sachsen. Jede Spielerin zeigte den Willen, bestmöglich Paroli zu bieten und sich möglichst wenig von den äußeren Umständen aus der Fassung bringen zu lassen. Kapitän Lucie Brunova hielt dahingehend mal wieder die Fäden in der Hand und peitschte ihr Team nach vorn. Gemeinsam mit einer gut aufgelegten Eileen Herziger erzielte sie letztlich trotz einer häufigen Manndeckung gegen sie 13 der 17 Altenburger Treffer. Bis zur Halbzeit schlichen sich dann doch ein paar Fehler ein, sodass sich die Gastgeber noch auf sechs Tore bis zum Pausenpfiff absetzen konnten.

Nach der Halbzeit wurde dann schnell deutlich, dass die Aufbau-Rumpftruppe an diesem Tag nicht in der Lage war zwei solide Halbzeiten zu spielen. Bereits nach wenigen Minuten musste das Team der hohen Kranken- und Verletztenquote Tribut zollen. Die Kräfte schwanden zusehends und nun passierte genau das, was nicht passieren sollte: Die Aufbau-Frauen kamen so richtig unter die Räder. Während den Skatstädterinnen lediglich siebe Tore in den zweiten 30 Minuten gelangen, netzten die Marienbergerinnen mit druckvollen Angriffen ganze 23 Mal ein und fertigten die Friedrich-Sieben mit einer deftigen Klatsche ab.

Chefcoach Friedrich zog direkt nach dem Spiel die Notbremse und verordnete der Mannschaft aufgrund des akuten Krankenstandes eine trainingsfreie Woche. „Und danach gilt es wieder mit 100 Prozent und mehr anzugreifen“, so der Trainer. Gelegenheit dazu findet sich am 10. November in eigener Halle, wenn der derzeitige Tabellenfünfte aus Haldensleben zu Gast im Goldenen Pflug ist.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Keller, Wodrich,
Dittrich (1 Tor), Lange, Brunova (8/3), Biele (2), Schmidt, Herziger (5), Hoffmann, Holz (1)

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

SG Seehausen – SV Aufbau Altenburg  21:31 (11:14) 19.10.2013 SG Seehausen – SV Aufbau Altenburg

Aufbau-Frauen feiern zweiten Saisonsieg

Die erste Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg hat sich im fünften Spiel der Saison den zweiten Sieg gesichert. Beim vorgezogenen Auswärtsspiel gegen den Aufsteiger der SG Seehausen aus Sachsen-Anhalt erspielte die Friedrich-Sieben einen ungefährdeten 21:31-Sieg und ergatterte damit zwei wichtige Pluspunkte im Kampf gegen den Abstieg.

Nach den kämpferisch starken 45 Minuten der letzten Woche bei der knappen Niederlage gegen den Drittligaabsteiger HC Sachsen hatte sich das Team von Cheftrainer Volker Friedrich viel vorgenommen. Nachdem die Altenburgerinnen bereits im Hinspiel gegen den Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt beide Punkte in der Skatstadt halten konnten, wollte die Equipe um Kapitän Brunova auch auswärts unbedingt doppelt punkten. Doch diesen Willen brachten die Friedrich-Sieben nicht direkt aufs Parkett. Aufgrund der zahlreichen Fehlwürfe und -pässe konnten die Gastgeber das Spiel offen gestalten. Über die Stationen 3:3, 7:7 und 10:10 konnte sich keines der beiden Teams absetzen oder die Oberhand im Spielgeschehen für sich beanspruchen. Vielmehr dominierten auf Altenburger Seite unzureichende Konzentration und Durchsetzungskraft, die dafür sorgten, dass die SG Seehausen bis zur 25. Minute als ebenbürtiger Gegner agierte. Abgerundet wurde die erste Hälfte mit einer roten Karte für Kreisläuferin Marie-Louise Schmidt, jedoch auch mit druckvollen letzten fünf Minuten, die zumindest einen Drei-Tore-Vorsprung bis zur Halbzeitpause nach sich zogen.

In der Halbzeitpause fand Trainer Friedrich, der nach seiner Operation im Laufe der Woche bereits wieder hochmotiviert von der Seitenlinie agierte, offenbar die richtigen Worte. Denn mit dem Anpfiff der zweiten 30 Minuten rollte der Aufbau-Express enorm druckvoll immer wieder aus einer engagierten Abwehr heraus auf das Seehausener Tor. Gut in Szene setzte sich dabei Torhüterin Gina Wodrich, die mit 25 Paraden den Grundstein für die nun kontinuierlich wachsende Aufbau-Führung legte. Für einen zwischenzeitlichen Bruch sorgte dann die zweite rote Karte, als Yvonne Dietrich nach ihrer dritten Zwei-Minuten-Strafe ebenfalls vom Parkett musste. Wenige Minuten später fing sich die Mannschaft dann aber wieder und besann sich auf ihre kämpferischen und taktischen Mittel. Der entscheidende Zwischenspurt folgte ab dem 20:22, als vor allem Lucie Brunova und Youngster Carolin Lange mit insgesamt 15 Toren erfolgreich im gegnerischen Tor einnetzten, die 21:31-Führung und damit den hohen Sieg der Skatstädterinnen besiegelten.

Zeit zum Feiern bleibt den Aufbau-Frauen aber nicht. Bereits in der kommenden Woche trifft das Team auf einen richtig schweren Brocken, denn dann müssen die Altenburgerinnen beim bislang ungeschlagenen HSV Marienberg antreten. Anpfiff durch das Schiedsrichtergespann Belitz/Meyer ist am 26. Oktober um 17 Uhr.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Wodrich,
Dietrich (3 Tore), Dittrich, Lange (4), Brunova (11/1), Biele (5/2), Mahnstein (3), Schmidt, Herziger (2), Lingk, Hoffmann und Holz (2/1)

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

Thüringer HC II – SV Aufbau Altenburg  34:19 (19:8) 06.10.2013 Thüringer HC II – SV Aufbau Altenburg

“Thüringen-Kracher” endet mit hoher Niederlage für Aufbau

Die I. Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg hat auch das zweite Auswärtsspiel der noch jungen Saison verloren. Dabei gab es eine 34:19-Niederlage gegen die Bundesliga-Reserve des THC Erfurt. Die Niederlage begründet sich nicht nur auf der Tatsache der sieben fehlenden Spielerinnen, sondern auch darauf, dass die Mannschaft am vergangen Sonntag ihr Leistungspotenzial einfach nicht abrufen konnte.

Eine desolate erste Halbzeit, in der lediglich acht magere Tore auf Altenburger Seite standen und in der so gar nichts funktionieren wollte ist wohl hauptverantwortlich für die Auswärtsniederlage. Auch die taktischen Vorgaben des Trainer-Teams blieben nur in den Köpfen, wurden nicht auf das Parkett umgesetzt, lediglich die beiden Torhüterinnen Franziska Keller und Gina Wodrich waren bemüht, ihr Team im Spiel zu halten. Aber wenn eine Mannschaft 19 Fehlpässe in einer Halbzeit produziert, hilft auch die beste Torhüterleistung nichts. So war es kein Wunder, dass die Erfurterinnen das gehörig ausnutzten und sich ein dickes Polster für die zweite Hälfte anschafften.

Nach einer sehr deutlichen Halbzeitansprache des Trainers Volker Friedrich wurde das Aufbau-Team dann so langsam wach. Die Mannschaft motivierte sich, kämpfte und ging in die Zweikämpfe mit den Erfurterinnen. Nach zwölf Spielminuten war das Aufbäumen aber schon wieder vergessen und die Skatstädterinnen kehrten in ihr altes Muster zurück. Einzig die beiden A-Jugendlichen Carolin Lange und Benita Ebersbach setzen sich noch in Szene und trugen mit jeweils zwei Treffern noch zum Ergebnis bei.

Auch Trainer Volker Friedrich findet deutliche Worte: „Das Ergebnis ist in der Höhe völlig gerechtfertigt. Es gilt für alle aufzuwachen, sich klar zu werden das man sich in der vierten Liga befindet und das man diese im handballerischen Sinne nicht als Nebenjob bezeichnen kann.“

Am Ende muss sich die Mannschaft trotz der hohen Niederlage in dieser Woche wieder besinnen und zu ihren Stärken zurückfinden, denn schon am Sonntag (14:00 Uhr, Goldener Pflug) wartet mit dem HC Sachsen Neustadt-Sebnitz der nächste Drittliga-Absteiger, der sicherlich ähnlich wie der THC II seine Stärken präsentieren wird.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Keller, Wodrich,
Dietrich (1), Dittrich, Diener, Winkler (1), Biele (5), Mahnstein (1), Herziger (3), Hoffmann, Holz (4), Lange (2), Ebersbach (2)

Ein Artikel von:
Johannes Rudolph

SV Aufbau Altenburg – SG Seehausen  27:22 (17:8) 22.09.2013 SV Aufbau Altenburg – SG Seehausen

Erstes Heimspiel – erster Sieg!

Die Aufbau-Frauen haben ihr erstes Heimspiel verdient gegen die SG Seehausen, den Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt, gewonnen. Dabei zeigte das Team um das Trainer-Trio Friedrich/Beier/Wurzbach in weiten Teilen des Spieles eine ansprechende Leistung und bewies, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.

Das Spiel begann auf Altenburger Seite schnell und so dauerte es gar nicht lang, bis Lucie Bronová das erste Tor für die Skatstädterinnen erzielte. Jedoch kamen die Gäste ebenso gut ins Spiel und erzielten wenig später, nach verwandeltem Strafwurf, den Ausgleichstreffer. Bis zum 5:5 hin konnte sich keine der beiden Mannschaften so richtig absetzen, denn beide Mannschaften waren fast dauerhaft in Unterzahl. Nachdem jedoch Lucie Bronová das 5:4 in der zehnten Spielminute erzielte, ging ein gewaltiger Ruck durch die Aufbau-Mannschaft. Bis zur Halbzeit hin, setzten die Aufbau-Spielerinnen genau das um, was die Trainer ihnen vorgegeben hatten, aus einer soliden Abwehr heraus, ein schnelles Angriffsspiel aufzubauen. Es zeigte sich, wie Recht die Coachs auf der Bank damit hatten, der Halbzeitstand von 17:8 spricht für sich.

Im zweiten Durchgang sollte es dann allerdings nicht sofort mit dieser Vorgabe weitergehen, die Aufbau-Frauen verschliefen den Start völlig. Die Neun-Tore-Halbzeitführung schrumpfte auf ein 17:13 und es dauerte ganze acht Minuten, eh sich Yvonne Dietrich ein Herz fasste und von der rechten Außenposition das erste Tor in Halbzeit Zwei für die Aufbau-Mädels erzielte. Danach wieder dasselbe Spiel wie in der ersten Hälfte, die Trainer gaben das Konzept vor und gesagt, getan das Spiel drohte nicht mehr zu kippen. Vor allem Elisa Wippich im Tor, Franziska Holz von der Mitte und Lucie Brunová von einer der beiden Halbpositionen fassten sich ein Herz und übernahmen Verantwortung. Was sich jedoch letztere in der 45. Spielminute dachte, als sie ganz offensichtlich das Schiedsrichtergespann, welches schon nicht mit Fingerspitzengefühl glänzte, beleidigte, weiß niemand. Schade, denn somit heißt es zwei Spieltage lang nur auf der Tribüne Platz zu nehmen: Brunová fehlt definitiv im Spiel gegen den THC II (06.10.13) und gegen Neustadt-Sebnitz (13.10.13). Trotzdem fasste sich die Mannschaft ein Herz und versuchte die zwei stärksten Spielerinnen der Gäste, Tina Fischer und Johanna Willing, unter Kontrolle zu bringen, was jedoch nur schwer gelang. Der Aufbau-Sieg war dennoch nicht mehr gefährdet, bis auf ein 24:20 kamen die Gäste nicht mehr heran, dafür war die Aufbau-Abwehr an diesem Tag einfach zu stark.

Auch Cheftrainer Volker Friedrich zog ein positives Resümee: „Um an diesen Erfolg, der keineswegs unverdient war, der aber höher hätte ausfallen können und müssen anzuknüpfen,  muss die Mannschaft weiterhin Engagement und völligen Willen zeigen. Der Teamgeist ist weiterhin ungebrochen, die Mannschaft hat signalisiert sich weiterhin, selbst in die Pflicht zu nehmen.“

Leichter wird es auf keinen Fall, denn mit dem THC Erfurt II (06.10.; 16:00 Uhr in Bad Langensalza) und dem HC Sachsen Neustadt-Sebnitz (13.10.; 14:00 Uhr im Goldenen Pflug) warten gleich beide Drittliga-Absteiger auf die Aufbau-Frauen.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Wodrich, Wippich,
Dietrich (4), Dittrich, Diener, Brunová (8), Winkler, Biele (4), Luttkus (1), Mahnstein (3), Herziger, Hoffmann, Holz (7), Torfstecher

Ein Artikel von:
Johannes Rudolph

SV Koweg Görlitz – SV Aufbau Altenburg  35:29 (14:15) 15.09.2013 SV Koweg Görlitz – SV Aufbau Altenburg

1. Frauen müssen Ausfällen Tribut zollen – 35:29-Auftakt-Niederlage

Die erste Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg musste den zahlreichen verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen im ersten Spiel der Saison Tribut zollen. Beim Saisonauftakt in Görlitz unterlag das Team von Trainer Volker Friedrich mit 35:29, obwohl die Mannschaft noch mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause ging.

Vier angeschlagene Spielerinnen, zwei Verletzte und zwei weitere Ausfälle – das war des Guten am Ende doch zu viel. Während Eileen Herziger, Franziska Holz, Caroline Dittrich und Lucie Brunova ihre Erkrankungen aus der Vorwoche mit in die Partie nahmen, musste Trainer Friedrich komplett auf Stefanie Lingk und Marie-Louise Schmidt (beide verletzt) sowie Marie Luttkus und Elisa Wippich verzichten. Kein gutes Omen für das erste Spiel der neuen Saison, doch die Mannschaft zeigte Moral und kämpfte sich in ihr erstes Match.

Nach einer kurzen Abtastphase behielten die Gastgeberinnen vorerst die Überhand. Über die Stationen 2:0, 4:2 und 6:4 gingen die Neißestädterinnen in Führung. Beim 7:7 hatten sich die Aufbau-Frauen dann vollständig in die Partie gebissen und deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie gewillt waren mindestens einen – wenn nicht sogar zwei – Punkte von der polnischen Grenze nach Altenburg zu entführen. Nach dem ständigen Bäumchen-wechsel-dich der Führung setzte sich die Friedrich-Sieben dann kurz vor der Halbzeit erstmals auf zwei Tore ab (11:13). In die Halbzeitpause retten die Skatstädterinnen dann einen knappen 14:15-Vorsprung. Den Löwenanteil an diesem Zwischenstand trug eine bestens aufgelegte Torhüterin Franziska Keller, die eine ausgezeichnete Leistung zeigte und ihre gute Form der letzten Wochen erneut mit zahlreichen Paraden unterstrich.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte bot sich den Zuschauern in Görlitz eine ausgeglichene Partie. Nach 40 gespielten Minuten und dem Stand von 21:21 mussten die Aufbau-Frauen den Ausfällen jedoch Tribut zollen. Zusehends verstrickte sich die Mannschaft in technische Fehler, scheiterte häufiger vor dem gegnerischen Tor und agierte im Abwehrverband nicht mehr so konzentriert wie in den vorherigen Minuten. Dazu gesellte sich die Tatsache, dass die Truppe um Kapitän Lucie Brunova es nicht vermochte, das taktische Konzept ihres Trainergespanns umzusetzen.  Görlitz nutzte die Gelegenheit beim Schopfe und setzte sich mit drei schnellen Toren zum 24:21 ab. Die Friedrich-Sieben versuchte mit letzten Kräften noch einmal aufzubäumen, aber auf mehr als zwei Tore konnte das Team nicht mehr verkürzen. Spätestens beim 30:24 war die Entscheidung dann zugunsten der Gastgeber gefallen und die ersten Punkte der Saison verspielt.

Trainer Friedrich zog sein Fazit aufgrund der Tatsache, dass für sein Team ein Punktgewinn im Bereich des Möglichen lag, am Ende leicht angesäuert: “Die Fehlerquote war absolut zu hoch. Nach der Analyse müssen wir die Probleme schnellstmöglich abstellen und die Mannschaft hart daran arbeiten, taktische Maßnahmen besser umzusetzen.”  Milder gestimmt war ob des Sieges natürlich Görlitz-Coach Jörg Adam, der den Skatstädterinnen eine gute Leistung attestierte. „Altenburg hat trotz seiner Umformierung gezeigt, dass es ein ordentlicher Brocken ist. Wir wussten dass es ein harter Kampf werden würde, besonders in der Abwehr. Diesen Kampf haben meine Mädels hervorragend angenommen“, so Adam nach dem Spiel.

Trotz des missglückten Saisonauftakts macht es Hoffnung, dass die Friedrich-Sieben obgleich der äußerst schwierigen Ausgangssituation dem Gegner Paroli bot und 40 Minuten lang selbst die taktgebende Mannschaft war. Bleibt zu hoffen, dass in der kommenden Woche gegen den Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt, die SG Seehausen, vor heimischem Publikum alle Spielerinnen wieder gesund an Bord sind und die ersten Punkte ergattert werden.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Keller, Wodrich,
Dietrich (6 Tore), Dittrich, Diener, Brunova (7/4), Winkler, Biele (1), Mahnstein (4), Herziger (4), Hoffmann, Holz (7/2), Torfstecher

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

SV Aufbau Altenburg – Spreefüchse Berlin-Reinickendorf  22:33 (11:18) 01.09.2013 SV Aufbau Altenburg – Spreefüchse Berlin-Reinickendorf

Starker Kampf, aber Überraschung bleibt aus – Aufbau-Frauen unterliegen Spreefüxxen

Es war das Highlight der neuen Saison für die erste Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg. Gegen den Zweitbundesligisten der Spreefüchse Berlin Reinickendorf unterlagen die Aufbau-Frauen trotz großen Kampfs am Ende 22:33 (11:18). Damit scheidet das Team von Trainer Volker Friedrich aus dem Pokalwettbewerb des Deutschen Handball-Bundes aus – erhobenen Hauptes jedoch, denn das neuformierte Team zeigte eine mannschaftlich geschlossene, kämpferische und ansprechende handballerische Leistung.

Bereits vor Spielbeginn war die Favoritenrolle in diesem Match klar verteilt:  Zuschauer, Handballfans und Offiziellen sprachen den Zweitbundesligisten aus Berlin – ob der Zweiklassigen Überlegenheit – bereits in die zweite Runde bevor das Spiel überhaupt angepfiffen war. Doch hatten sie offenbar die Rechnung ohne die Altenburger Frauen gemacht. Denn die legten direkt los wie die Feuerwehr und gingen mit einem Hüftwurf von Franziska Holz in Führung. Von Aufregung und Angst keine Spur in den Reihen des Team von Trainer Friedrich. So zeigte sich den mehr als 250 Zuschauern eine durchaus ausgeglichene Partie, in der es die Spreefüxxe nicht vermochten gegen den Viertligisten davon zuziehen. Denn die Aufbau-Frauen wehrten sich mit einer enorm kämpferisch starken Mannschaftsleistung. Bis zur 20. Minute (7:7!) war von den spielerischen Unterschieden zwischen beiden Teams kaum etwas zu sehen. Den Bärenanteil daran hatten auf Altenburger Seite vor allem eine bestens aufgelegte Franziska Keller im Tor, die effektive Rückraumachse Holz/Brunova und Flügelflitzer Peggy Biele, die in Abwehr und Angriff nahezu fehlerlos blieb. In der 25. Minute mussten die Aufbau-Frauen eine doppelte Unterzahl verkraften, die ihren Spielfluss deutlich ins Stocken brachte und den Spreefüchse zu Gute kam. Denn die Gäste legten begünstigt durch die Situation einen Gang zu, zeigten ihre Wurfeffizienz und Schnelligkeit phasenweise und profitieren das ein oder andere Mal von den sich nun häufenden technischen Fehlern der Friedrich-Sieben. Mit dem Pausenpfiff des gut leitenden Schiedsrichtergespanns Froebe/Pesth von der SG Kühnau setzten sich die Berlinerinnen um Trainer Dietmar Rösicke zum 11:18 ab.

Die Messen fürs Weiterkommen in die zweite Runde des DHB-Pokals waren damit gelesen, doch wer dachte, dass die Gastgeberinnen sich nun ihrem Schicksal hingeben, irrte erneut. Denn trotz des deutlichen Rückstands verstand es das Team, sich stetig weiter hochmotiviert in die Partie zu stürzen, engagiert zu Werke zu gehen und keineswegs aufzustecken. Das kam natürlich auch beim Publikum an, das sein Team frenetisch anfeuerte und dafür mit der ansprechenden Leistung von Brunova, Holz, Biele und jetzt auch Kreisläuferin Denise Hoffmann belohnt wurde. Mit einer konzentrierten Abwehrarbeit und auch aufgrund der doch überraschend schwachen Abschlussquote des Zweitbundesligisten konnte das Team den Zehn-Tore-Rückstand stets halten. Am Ende zogen die Gäste aus Berlin mit einem 22:33-Erfolg zwar verdient, aber keineswegs mit einer überlegenen Leistung in die zweite Runde des DHB-Pokals ein.

„Mit der erster Halbzeit meiner Mannschaft bin ich durchaus zufrieden, auch wenn es gen Ende auch noch Verbesserungspotenzial gibt. Letztlich haben wir uns hier gut präsentiert und sind nun bereit die Herausforderungen der neuen Saison gemeinsam zu meistern“, zog Aufbau-Trainer Friedrich nach der Partie sein Fazit. Die letzten zwei Wochen bis zum Saisonstart in Görlitz nutzen die Altenburger Handballerinnen jetzt mit ausgiebigen Trainingseinheiten und mit einem weiteren Testspiel. Und ein Ziel haben sie sich laut Kapitän Lucie Brunova bereits gesetzt: „Wir gehen in jedes Spiel mit dem Willen, alles zu geben und zu gewinnen“ – und genau das kann ihnen nach dieser überzeugenden kämpferischen Leistung wahrlich jeder glauben.

Besonders bedanken möchte sich das Team bei ihrem Sponsor MZLA, der erneut sehr professionell die medizinische Versorgung des Teams übernahm und die Frauen bestens auf das Spiel vorbereitete, währenddessen betreute und nach der Partie für deren Regeneration sorgte. Ebenfalls ein großes Dankeschön geht an die Trommlergruppe ‘Shark Drummer in Action’, die für eine glänzende Stimmung im Goldenen Pflug sorgten und die Spielerinnen und ihr Team noch mehr motivierten.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit: 
Keller, Wippich, Wodrich
Biele (4 Tore), Diener, Dittrich (1), Brunova (9/3), Herziger (1), Hoffmann (1), Holz (6), Lingk, Mahnstein, Schmidt, Winkler

Annekathrin Rudolph

Ein Artikel von:
Annekathrin Rudolph

Saisonvorbereitung: Strammes Aufbau-Programm im Trainingslager Saisonvorbereitung: Strammes Aufbau-Programm im Trainingslager

Vier Tage verbrachten sie gemeinsam, haben sich in zahlreichen Trainingseinheiten geschunden, konzentriert Testspiele bestritten, sind als Team zusammengewachsen und nun bereit die Herausforderung der nächsten Saison miteinander zu meistern. Das ist das Fazit des Trainingslagers der ersten Frauen des SV Aufbau Altenburg.

Kraft, Kondition, Taktik, Technik, Teambuilding und Grundlagenfestigung – auf diesen Bereichen lag im Trainingslager der ersten Frauen des SV Aufbau Altenburg in diesem Jahr der Fokus. In der Zeit vom 21. bis zum 24. August trainierte die Mannschaft von Trainer Volker Friedrich mehrmals täglich und bereitet sich konzentriert auf die neue Saison vor. Während der vier höchstintensiven Tage entwickelte die Mannschaft einen enormen Teamgeist und jede Einzelne bewies, dass sie absolut bereit ist, mit Ehrgeiz und Kampfeswillen in die neue Saison zu starten.

Mit einem hohen Maß an Engagement wurden dementsprechend die Trainingseinheiten im heimischen Altenburger Land sowie in dessen Umgebung durchgeführt. Neben Laufeinheiten auf der Tartanbahn, intensiven Hallentrainings und einem Abstecher an den Stausee Fockendorf sollten natürlich auch die Maßnahmen zur Zusammenführung des neuformierten Teams nicht zu kurz kommen.

Deshalb rückte am letzten Tag des Trainingslagers (zumindest kurzzeitig) der Spaßfaktor in den Vordergrund: Nach dem gemeinsamen Mittagessen machte die Mannschaft um Neukapitänin Lucie Brunova (vorher Dorotikova) einen Verdauungsspaziergang in der Region. Kurz darauf ging es auf die Sommerrodelbahn in Kohren-Sahlis, wo sich das Friedrich-Team den einen oder anderen Wettkampf mit den Schlitten lieferte. Doch während es dabei noch nicht um Sieg oder Niederlage gehen sollte, änderte sich das wenige Stunden später grundlegend. Denn auch an diesem Tag sollte die Arbeit nicht vergessen werden – ein Testspiel gegen den Sachsenligisten HSG Neudorf Döbeln stand schließlich noch auf dem Programm. In den 3 x 25 Minuten hieß das Motto der Trainer: Testen, Testen, Testen. Jede Spielerin bekam ihre Einsatzzeiten, konnte sich unter Beweis stellen und für die erste Sieben empfehlen. Hervorzuheben während des Spiels war vor allem Brunova, die mit zwölf Treffern die erfolgreichste Schützin war. Zudem unterstützte sie mit ihrer Erfahrung gerade die jungen Spielerinnen und führte das Truppe eindrucksvoll an. Letztlich mussten die Aufbau-Frauen den anstrengenden Trainingstagen aber vor allem in der Schlussphase Tribut zollen, weshalb das Spiel mit einem 31:26-Sieg für die Gastgeber aus Döbeln endete. Obwohl noch nicht alle Vorgaben konsequent genug umgesetzt werden konnten, ist eine Erkenntnis essentiell: Das Team wächst auf dem durchaus schwierigen Weg immer deutlicher zusammen und auch die Integration der vielen neuen Spielerinnen behindert diesen Prozess nicht.

Für die Unterstützung seitens der Geschäftsführung des Vereins, der Abteilung Handball sowie der kulinarischen Verpflegung durch das Hotel Altenburger Hof möchte sich das Aufbau-Team herzlich bedanken.

Annekathrin Rudolph

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Annekathrin Rudolph

Saisonvorbereitung: Erstes Turnier, erster Sieg Saisonvorbereitung: Erstes Turnier, erster Sieg

Es ist vollbracht: Das erste offizielle Turnier zur Vorbereitung auf die neue Saison liegt hinter der ersten Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg. Im Wettbewerb mit dem Sachsenligisten SV Chemie Zwickau und dem sächsischen Verbandsligisten SV Rotation Weißenborn setzte sich das Team von Trainer Volker Friedrich erwartungsgemäß durch. Ligakonkurrent TSG Calbe/ Saale sagte das Turnier leider kurzfristig ab.

Das erste Turnier der neuformierten ersten Frauenmannschaft des SV Aufbau Altenburg gehört der Geschichte an. In einem Blitzturnier beim SV Chemie Zwickau setzte sich das Team von Trainer Volker Friedrich mit zwei Siegen, einer Niederlage und einem Unentschieden gegen die Konkurrenz durch. Im ersten Turnier steht demnach der erste Turniersieg auf dem Tableau – kein schlechtes Omen für die neue Saison in der Mitteldeutschen Oberliga.

Dabei mussten die Skatstädterinnen mit Stammspielerin Lucie Dorotikova, Torhüterin Elisa Wippich und Neuzugang Eileen Herzinger  gleich drei Ausfälle kompensieren – keine leichte Aufgabe in dieser Formierungsphase. Dennoch zeigte sich im ersten Spiel gegen die Gastgeber aus Zwickau, dass die weiteren Spielerinnen vollends gewilligt sind, ihre Einsatzzeiten effektiv und engagiert zu nutzen. Nach einer kurzen Abtastphase verlief das Spiel auf Augenhöhe, am Ende jedoch mit dem glücklicheren Ende für den Gastgeber. Der Sachsenligist sicherte sich mit 11:10 den ersten Sieg des Turniers. Deutlich wurde während des Turniers vor allem, dass die Mannschaft das erste Mal in dieser Konstellation zusammenspielte, logische Konsequenz: Abstimmungsprobleme im Abwehrverband und Angriffsgeschehen.

Kein Grund jedoch den Kopf in den Sand – oder besser gesagt ins Parkett – zu stecken. Denn während auf dem Parkett noch an der Feinjustierung gearbeitet werden muss, demonstrierte die Mannschaft bereits einen enormen Teamgeist. Mit positiver Stimmung und Einstellung agierten die Altenburgerinnen auch im zweiten Spiel gegen Weißenborn, nutzten die Schnelligkeitsvorteile gegen den unterklassigen Gegner meist konsequent aus und setzten sich letztlich mit 20:14 durch.

In der Rückrunde (aufgrund der kurzfristigen Absage von MDOL-Konkurrent Calbe spielten die Teams eine Hin- und Rückrunde gegeneinander) wollte das Team die Schmach der Niederlage aus dem ersten Spiel wiedergutmachen und versuchte die Vorgaben des Trainer-Teams nun geradliniger umzusetzen. Mit einem 14:8-Sieg im zweiten Spiel gegen SV Chemie Zwickau gelang dies auch. Anknüpfen an die Leistung aus dem Hinspiel gegen Weißenborn konnten die Altenburgerinnen aufgrund der vielen Wechselvorgänge jedoch nicht mehr und beendete das Turnier mit einem 14:14-Unentschieden. Aufgrund des besseren Punkte- und Torverhältnisses sicherte sich der Vierligist den Turniersieg. Der war zwar bei der Turnierbeteiligung zu erwarten, ist aber aufgrund der Eingliederung von zehn neuen Spielerinnen und der Entwicklung eines neues Spielkonzepts keineswegs eine Selbstverständlichkeit.

Nach dem ersten Turnier geht die Saisonvorbereitung natürlich in vollen Zügen weiter – noch in dieser Woche trifft das Team in einem Testspiel auf MDOL-Absteiger BSV Sachsen Zwickau II.

Annekathrin Rudolph

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Annekathrin Rudolph